Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 032 - 010OL
Klassifikation S3

Exokrines Pankreaskarzinom

Anmeldedatum:

31.03.2022

Geplante Fertigstellung:

31.12.2022

Gründe für die Themenwahl:

Die S3 Leitlinie „Exokrines Pankreaskarzinom“ wurde erstmals im Jahr 2007 und die erste Aktualisierung im Jahr 2013 publiziert. Bei dieser partiellen Aktualisierung lag der Fokus auf den Themenkomplexen 3,4 und 5, d.h. chirurgische, neoadjuvante und adjuvante, sowie palliative Therapie des Pankreaskarzinoms, da sich in diesen Bereichen der wesentlichste Änderungsbedarf ergab. Die Themenkomplexe Risikofaktoren/ Screening/ Risikogruppen, Diagnostik und supportive Therapie/Nachsorge sind seit 2007 nicht mehr aktualisiert worden und werden seit 2019 nach und nach aktualisiert. Darüber hinaus haben sich in den Bereichen chirurgische, neoadjuvante/adjuvante und palliative Therapie seit 2013 relevante Neuerungen ergeben, u.a. auf Grund neuer Studienergebnisse und der Zulassung neuer Medikamente, die ebenfalls in den Aktualisierungen behandelt werden. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Zielsetzung des Updates der Leitlinie „Exokrines Pankreaskarzinom“ ist die Sicherstellung einer evidenzbasierten, flächendeckenden, optimalen Versorgung von Patienten mit exokrinem Pankreaskarzinom. Das Update der Leitlinie soll letztlich dazu beitragen, dass das Überleben von Patienten mit resektablem, grenzwertig resektablem und nicht resektablem/metastasiertem Pankreaskarzinom bei guter Lebensqualität verlängert wird.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann MPH, Msc

Berlin
i.A. des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren e.V. (DGE-BV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft, Gesellschaft für Medizinische Radiologie e.V. (DRG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V. (GfH)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Onkologie-Viszeralchirurgie der DKG, CAO-V

Bundesverband Deutscher Pathologen e.V.

Arbeitsgemeinschaft Bildgebung in der Onkologie (ABO) der DKG

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V. (ADT)

Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie (AGSMO) in der DKG

Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pathologie der DKG, AOP

Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Leber-, Galle- und Pankreaserkrankungen (CALGP)

Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG

Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG, PSO

Arbeitskreis der Pankreatektomierten

Leitliniensekretariat:

Pia Lorenz

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie,
Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
Olivaer Platz 7
10707 Berlin

Tel.: 030. 31 98 31 5015

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Koordination:

Prof. Dr. Julia Mayerle

(München)

 

Prof. Dr. Thomas Seufferlein

(Ulm)

Adressaten:

Die Leitlinie richtet sich an alle Personen, die an der Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Patienten mit exokrinem Pankreaskarzinom beteiligt sind. Sie soll entsprechend der Definition von Leitlinien zur Entscheidungsfindung für Arzt und Patient bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen dienen. 

Versorgungssektor:

ambulante, stationär

Rehabilitation

spezialärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene

Die Leitlinie gilt für Patienten mit exokrinem Pankreaskarzinom unabhängig von Alter und Geschlecht, Schweregrad der Erkrankung oder Komorbidität. Sie gilt ferner für Menschen mit erhöhtem Risiko, an einem Pankreaskarzinom zu erkranken, soweit dies mit den aktuell zur Verfügung stehenden Methoden erfassbar ist.

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Mit jeder Aktualisierung werden ein Update der systematischen Literaturrecherche sowie eine Abfrage der Leitliniengruppe zu neuen, leitlinienrelevanten Daten durchgeführt.  

Die Festlegung und Priorisierung der für die Literaturrecherche notwendigen Schlüsselfragen erfolgt kontinuierlich durch die Mitglieder der Leitlinienarbeitsgruppen und die Koordinatoren der Leitlinie.  

Die Evidenzaufarbeitung für die Schlüsselfragen erfolgt in 3 Schritten:

1. Es erfolgt eine systematische Leitlinien-Recherche in Leitlinien-Datenbanken (AWMF, Guidelines International Network) und auf den Internetseiten nationaler und internationaler Leitlinien-Organisationen (Alberta Health Service, Cancer Care Ontario, SIGN, NICE, NCCN, Australian Clinical Practice Guidelines, ASCO, ESMO). Eingeschlossen werden Leitlinien zum exokrinen Pankreaskarzinom und Querschnitts- Leitlinien zu supportiven und palliativen Aspekten. Eingeschlossen werden jeweils die aktuellsten Versionen der Leitlinien, die ab 2013 publiziert wurden. Die Bewertung der Leitlinien erfolgt auf der Basis der Domänen 1, 3 und 6 des AGREE-II-Instrumentes im 4-Augen-Prinzip.  

2. Für Schlüsselfragen, die nicht auf der Basis der Leitlinien-Recherche beantwortet werden können, wird eine systematische Recherche nach Meta-Analysen und Systematischen Reviews durchgeführt.  

3. Für Schlüsselfragen, für die in Schritt 1 und 2 keine ausreichende Evidenz gefunden werden konnte, wird die systematische Recherche auf die Suche nach Primärliteratur erweitert.   

Für die systematische Literaturrecherchen in Schritt 2 und 3 werden die Schlüsselfragen in das PICO-Schema übertragen und entsprechende Suchstrategien entwickelt. Durchsucht werden die Datenbanken Medline und Embase über die Suchplattform OVID und die Datenbanken CINAHL, PsycInfo, ERIC und SocINDEX über die Suchplattform EbscoHost.  

Für die methodische Bewertung der eingeschlossenen Literatur werden die SIGN-Checklisten genutzt. Die Bestimmung der Evidenzlevel erfolgt nach der Oxford Klassifikation von 2011. Nach Bewertung der neuen Informationen zu den entsprechenden Themenkomplexen der Leitlinie entscheidet die Steuergruppe, ob eine Aktualisierung der Leitlinie erforderlich ist bzw. in welchen Teilen die Leitlinie diese neu verfasst wird.

Die Änderungsvorschläge werden anschließend durch die gesamte Leitliniengruppe primär online im Delphiverfahren konsentiert. Bei Bedarf wird eine eintägige Konsensuskonferenz unter neutraler Moderation durchgeführt. Es folgen öffentliche Konsultation und Review durch die beteiligten Fachgesellschaften. 

Ergänzende Informationen:

Geplant sind jährliche, fortlaufende Aktualisierungen, die erste aktualisierte Version ist 12/2021 erschienen. Die nächste soll 12/2022 erscheinen.
Es erfolgen kontinuierliche Aktualisierungen der Leitlinie (siehe Methodik oben).  

Beratende Fachgesellschaften:
Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH)
Schweizer Gesellschaft für Gastroenterologie (SGG) 

Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe; weitere Informationen auch über das OL-Office (leitlinienprogramm@krebsgesellschaft.de)