Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 030 - 030
Klassifikation S2e

Unruptierte intrakranielle Aneurysmen

Anmeldedatum:

01.03.2018

Geplante Fertigstellung:

28.02.2019

Gründe für die Themenwahl:

Nicht-rupturierte, intrakranielle Aneurysmen (UIA) haben eine Prävalenz von 3% in der adulten Bevölkerung, so dass alleine in Deutschland etwa 1,5 Millionen Personen potentiell betroffen sind. Aufgrund der häufigeren Anwendung und verbesserten Qualität der kraniellen bildgebenden Verfahren werden UIAs – meist wegen unspezifischen Symptomen (z.B. Kopfschmerzen oder Schwindel) – vermehrt diagnostiziert. Vor dem Hintergrund der großen Anzahl von neuen Daten (mit sehr unterschiedlichen Evidenzgraden) zum relativen oder absoluten Risiko der Aneurysmaruptur und der Aneurysmabehandlung gestaltet sich die Beurteilung und Beratung von Patienten mit UIAs zunehmend komplex. Die resultierende Unsicherheit auf Seiten der behandelnden Ärzte führt zu einer entsprechend hohen Variabilität bei der Indikationsstellung und Wahl der geeigneten Behandlungsmodalität (operativ versus endovaskulär) von UIAs. Die Leitlinie ‚Nicht-rupturierte, intrakranielle Aneurysmen‘ soll insbesondere auf die u.g. Fragestellungen eingehen und hier systematische Empfehlungen basierend auf den aktuellsten Daten abgeben.   

Zielorientierung der Leitlinie:

Folgende Aspekte sollen systematisch bearbeitet werden:  

Behandlung versus Beobachtung von UIAs

A. Im Falle der Behandlung: operative (Clipping) oder endovaskuläre Therapie

Im Falle der endovaskulären Versorgung:

  1. Standard-Coiling
  2. stentgestütztes Coiling
  3. alleiniges Stenting/Flow-diverter
  4. intrasakkuläre Devices
  5. andere Devices

B. Im Falle der Beobachtung:

  1. Verlaufsbildgebung: ja oder nein?
  2. Falls ja, in welchen Zeitintervallen?
  3. Empfehlung zu (medikamentösen) Maßnahmen zur Reduktion des Wachstums- oder Rupturrisikos von UIAs

Anmelder bei der AWMF (Person):

Priv. Doz. Dr. med. Nima Etminan

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR)Visitenkarte

Leitliniensekretariat:

Katja Ziegler, Sonja van Eys

Editorial Office Leitlinien
DGN Dienstleistungsgesellschaft mbH
Reinhardtstr. 27 C
10117 Berlin

Tel.: (030) 531 43 79 46 oder 531 43 79 45

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Koordination:

Priv. Doz. Dr. med. Nima Etminan

Stellvertretender Direktor
Neurochirurgische Klinik
Ruprecht-Karls Universität Heidelberg
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim

Tel.: +49 621 383 2360, Pager: +49 621 383 789 2103

Fax.: +49 621 383 2004

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Prof. Dr. med. Helmuth Steinmetz

Direktor
Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum/Goethe-Universität Frankfurt
Schleusenweg 2-16
60528 Frankfurt am Main

Tel.: +49 69 6301-5769

Fax.: +49 69 6301-6842

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Adressaten:

Neurologen, Neurochirurgen, Neuroradiologen

Versorgungssektor:

ambulant/stationär

Prävention, Diagnostik, Therapie

Spezialisierte Versorgung

Patientenzielgruppe:

Jugendliche und Erwachsene mit inzidentell diagnostizierten Aneurysmen bzw. weiteren unrupturierten Aneurysmen nach stattgehabter aneurysmatischer Subarachnoidalblutung aus einem anderen Aneurysma

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

S2e

  1. Unterteilung der Leitliniengruppe in Arbeitsgruppen (je 2 Personen) für jede der drei Fragestellungen
  2. Systematische Literaturrecherche, Datenextraktion in Worksheets und Klassifikation der Daten in Evidenzgrade
  3. Erarbeitung der resultierenden Empfehlungen durch die Arbeitsgruppen
  4. Revision der Empfehlungen durch die jeweils anderen Arbeitsgruppen und Konsensfindung mittels Delphi Verfahren
  5. Verfassen der Leitlinie
  6. Finale Revision der Leitlinie durch alle Mitglieder der Leitliniengruppe 

Ergänzende Informationen:

9PD Etminan ist gleichzeitig Mitglied der Leitliniengruppe „Unruptured Intracranial Aneurysms“ der European Stroke Organisation (ESO), so dass die hier angemeldete Leitlinie methodologisch analog zur ESO Leitlinie konzipiert wird