Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 028 - 022
Klassifikation S2e

Prävention, Diagnostik und Therapie von Angststörungen des Kindes- und Jugendalters

Anmeldedatum:

28.10.2019

Geplante Fertigstellung:

30.11.2022

Gründe für die Themenwahl:

Angststörungen sind mit einer Prävalenz von > 5% die häufigsten psychische Störung des Kindes- und Jugendalters. Zudem zeigen sie unbehandelt ein hohes Risiko für Chronifizierung und erhöhen das Risiko von komorbiden psychischen Störungen (z.B. depressiven Episoden, Suchterkrankungen) im weiteren Lebensverlauf. Die Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen mit Angststörungen kann aktuell in Deutschland als unzureichend bezeichnet werden. Im Bereich der Prävention existieren vereinzelte Angebote, diese sind größtenteils nicht evidenzbasiert und ihr möglicher protektiver Einfluss bzw. mögliche iatrogene Effekte sind unklar. Für das Erwachsenenalter existiert bereits eine S3-Leitlinie. Eine direkte Übertragung dieser Leitlinie auf das Kindes- und Jugendalter ist aufgrund entwicklungstypischer Besonderheiten allerdings nicht möglich.

Zielorientierung der Leitlinie:

1. Welche Präventionsprogramme sind wirksam in der Primärprävention von Angststörungen des Kindes- und Jugendalters?

2. Welche Diagnostik (Früherkennung, klinische Diagnostik) sollte durchgeführt werden?

3. Welche psychotherapeutischen sowie pharmakologischen Interventionen sind wirksam in der Therapie von Angststörungen des Kindes- und Jugendalters?

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:
Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. Marcel Romanos

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)Visitenkarte

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. med. Marcel Romanos

Zentrum für Psychische Gesundheit (ZEP)
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Universitätsklinikum Würzburg
Margarete-Höppel-Platz 1
97080 Würzburg

Tel.: +49 – 931 – 201 78 000

Fax.: +49 – 931 – 201 78 040

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Koordination:

Prof. Dr. med. Marcel Romanos

 

Prof.in Dr.in Susanne Walitza

(Zürich)

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Prof.in Dr.in Christine Freitag

(Frankfurt)

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Adressaten:

Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten der beteiligten Fachgesellschaften, Pädagogen, Patienten, Eltern 

Versorgungssektor:

ambulant, stationär, teilstationär

Prävention, Früherkennung

Diagnostik, Therapie 

primärärztliche Versorgung, spezialärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Kinder und Jugendliche

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Systematische Suche nach Studien in pubmed und PubMed, PsycINFO, Medline, Cochrane database gemäß Vorgaben der AWMF

Definition der Einschlusskriterien von Studien je Fragestellung bezogen auf das deutsche Gesundheitssystem

Auswahl der Studien durch 2 unabhängige Reviewer Gradierung der Evidenzbasierung in allen Bereichen durch "The Oxford 2011 Levels of Evidence"

Empfehlungen basierend auf Studien mit Level 1 & 2 Evidenz; falls nicht vorhanden, wird auf Level 3 – Evidenz ausgewichen.

Ergänzende Informationen:

Die Beteiligung folgender Fachgesellschaften wurde angefragt:

DGPPN – Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde 

DGfE – Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaften e.V.

DGVT e.V. – Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V.

DASH e.V. – Deutsche Angsthilfe e.V

DGKJ – Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin