Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 027 - 076
Klassifikation S3

Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen - Lebende Leitlinie

Anmeldedatum:

30.11.2020

Geplante Fertigstellung:

31.01.2021

Gründe für die Themenwahl:

  1. Aufgrund der COVID-19 Pandemie werden an Schulen vielfältige Maßnahmen umgesetzt, von denen Schüler*innen, Lehrer*innen und weiteres Schulpersonal direkt betroffen sind; darüber hinaus sind auch Eltern und Familien indirekt betroffen. Bisher werden diese Maßnahmen ohne eine systematische Sichtung der zugrundeliegenden Evidenz veranlasst und umgesetzt. 
  2. In zahlreichen Diskussionen mit internationalen und nationalen Entscheidungsträgern im Bereich Public Health (u.a. Weltgesundheitsorganisation (WHO), deutsches Public Health-Stakeholder Advisory Panel des Netzwerks „CEOsys – Aufbau eines COVID-19 Evidenz-Ökosystems zur Verbesserung von Wissensmanagement und -translation“) wurde das Thema formal priorisiert.
  3. Es besteht ein hoher Bedarf, die wachsende Evidenz zum Thema Kontrolle und Prävention einer SARS-CoV-2 Infektion im Setting Schule als Grundlage für eine lebende Leitlinie zusammenzuführen und zu bewerten.
  4. Insbesondere ist die Sammlung, Sichtung, Synthese und Bewertung von Evidenz zur Wirksamkeit von Maßnahmen, die im Schulsetting implementiert und evaluiert werden, von Bedeutung, ebenso wie eine genaue Betrachtung der gesundheitsbezogenen nicht-intendierten Wirkungen (z.B. psychosoziale Belastungen bei Kindern und Eltern) sowie gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen (z.B. in den Bereichen Bildung, Soziales und Teilnahme am Arbeitsleben) solcher Maßnahmen.
  5. Darüber hinaus sind Einsichten hinsichtlich der wirksamen Kommunikation und Implementierung von Kontroll- und Präventionsmaßnahmen im Schulsetting wichtig.

Zielorientierung der Leitlinie:

  1. Welche Präventions- und Kontrollmaßnahmen können die Ausbreitung von SARS-CoV-2 im Setting Schule wirksam reduzieren? Welche „Nebenwirkungen“ und gesamtgesellschaftliche Auswirkungen haben diese Maßnahmen?
  2. Welche Aspekte müssen berücksichtigt werden, um eine erfolgreiche Implementierung und Kommunikation dieser Maßnahmen zu befähigen?

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:

Morbus Crohn, Diagnostik und Therapie

Colitis ulcerosa - Living Guideline

Neues Coronavirus – Informationen für die hausärztliche Praxis

Coronavirus-Infektion (COVID-19) bei Patienten mit Blut- und Krebserkrankungen

Therapie von Patient*innen mit COVID-19 aus palliativmedizinischer Perspektive

Empfehlungen zur stationären Therapie von Patienten mit COVID-19

Empfohlene Präventionsmaßnahmen für die geburtshilfliche Versorgung in deutschen Krankenhäusern und Kliniken im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Entscheidungen über die Zuteilung intensivmedizinischer Ressourcen im Kontext der COVID-19-Pandemie - Klinisch-ethische Empfehlungen

Empfehlung zur praktischen Umsetzung der apparativen Differenzialtherapie der akuten respiratorischen Insuffizienz bei COVID-19

Soziale Teilhabe und Lebensqualität in der stationären Altenhilfe unter den Bedingungen der Covid-19 Pandemie

Interdisziplinär abgestimmte Empfehlungen zum Personal- und Patientenschutz bei Durchführung planbarer Eingriffe zur Zeit der SARS-CoV-2-Pandemie

Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedarf im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID19-Pandemie - Living Guideline

Neurologische Manifestationen bei COVID-19 Patient*innen

Stationäre Versorgung von COVID-19 Patient*innen

Empfehlungen zu Schulungen von Mitarbeitenden im Gesundheitswesen bei Einsatz während der COVID-19-Pandemie

Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern

Betreuung von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen im Rahmen der SARS-CoV2/COVID-19-Pandemie

SARS-CoV-2 Infektion bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen – Bedeutung der RT-PCR Testung

SARS-CoV-2, COVID-19 und (Früh-) Rehabilitation

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. Eva Rehfuess

Wissenschaftliches Sekretariat für die S3 Leitlinie

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie e.V. (DGEpi)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V. (DGPI)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP)Visitenkarte

Akademie für Ethik in der Medizin e.V. (AEM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V. (DGSMP)Visitenkarte

Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin GHUP e. V. (GHUP)Visitenkarte

Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V. (DGPH) (mit-federführend)

Bundesschülerkonferenz (BSK)

Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes (DKHW)

Deutscher Kinderschutzbund (DKSB)

Verband Bildung und Erziehung (VBE)

Allgemeiner Schulleitungsverband Deutschlands e.V. (ASD)

Verband Sonderpädagogik (vds)

Bundeselternrat

Landeselternrat Niedersachsen

LandesElternRat Sachsen

Robert Koch-Institut (RKI)

Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V. (BVÖGD)

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ)

Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg

Gesundheitsamt Nordfriesland

Gesundheitsamt Neukölln

Gesundheitsamt Reutlingen

Staatliches Schulamt Cottbus

Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

Kultusministerkonferenz (KMK)

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. Eva Rehfuess

Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung
Pettenkofer School of Public Health
Institut für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie (IBE)
Ludwig-Maximilians-Universität (LMU)
Marchioninistr. 17
81377 München

Tel.: +49 (0)89 / 2180-78224

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. Eva Rehfuess

in Abstimmung mit der Steuergruppe:
Frau Prof. Krägeloh-Mann (DGKJ), Herr Prof Berner (DGPI), Frau Gellert (DGPublic Health) und Frau Prof. Grimm (DGEPI)

Adressaten:

Ministerien und Behörden, Schulleitungen (inkl.: Leitungen von schulischer Nachmittagsbetreuung), Lehrer*innen, Schüler*innen, Eltern Die erste Version der Leitlinie wird auf Grundschulen und weiterführende Schulen fokussieren, in geplanten Aktualisierungen der Leitlinie sollen auch weitere Schulformen (z.B. Berufsschulen) und mit Schulen in Verbindung stehende Aktivitäten (z.B. schulische Nachmittagsbetreuung) einbezogen werden.

Versorgungssektor:

Prävention

Patientenzielgruppe:

Erwachsene, Kinder/Jugendliche

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

  1. Vorbereitende Durchführung eines Cochrane Scoping Reviews zu “Measures implemented in the school setting to contain the COVID-19 pandemic: a scoping review” (CEOsys Public Health)
  2. Formale Bildung und Einberufung einer repräsentativen, multisektoralen, multiprofessionellen Leitliniengruppe
  3. Gemeinschaftliche Eingrenzung und Festlegung einer Fragestellung (PICO) mit der Expert*innengruppe
  4. Gemeinschaftliche Festlegung von Entscheidungskriterien (GRADE EtD/WHO-INTEGRATE/WICID Framework)
  5. Durchführung eines Cochrane Rapid Reviews mit kritischer Bewertung der Evidenz nach GRADE-pro (CEOsys Public Health)
  6. Systematische Sichtung von nicht-intendierten gesellschaftlichen Auswirkungen der Maßnahmen (laufender Review aus UK und/oder CEOsys Public Health)
  7. Systematische Sichtung des Infektionsgeschehens bei Kindern und Jugendlichen (Suche nach existierenden systematischen Reviews, Analysen des RKI)
  8. Systematische Sichtung von Studien zu Kosteneffektivität (Team Berit Lange)
  9. Ggf. Systematische Sichtung von Aspekten der Implementierung und Kommunikation (nicht für Version 1)
  10. Ggf. Durchführung von Konsultationen mit Betroffenen-Gruppen (nicht für Version 1)
  11. Anwendung von Entscheidungskriterien und Erstellung von Empfehlungen basierend  auf der Übersichtsarbeit und darüber hinaus zusammengetragenen Erkenntnissen – strukturierte Konsensfindung unter neutraler Moderation (Webkonferenz)

Ergänzende Informationen:

Beobachter (ohne Stimmrecht):

HAMBURG: Behörde für Schule und Berufsbildung

RHEINLAND-PFALZ: Öffentlicher Gesundheitsdienst, Hygiene und Infektionsschutz

RHEINLAND-PFALZ: Ministerium für Bildung

BREMEN: Bildungsministerium

Weltgesundheitsorganisation