Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 026 - 026
Klassifikation S2k

Behandlung von virusinduzierten obstruktiven Atembeschwerden im Säuglingsalter und Kleinkindalter (Bronchiolitis/obstruktive Bronchitis)

Anmeldedatum:

01.12.2020

Geplante Fertigstellung:

31.08.2021

Gründe für die Themenwahl:

Bronchiolitis und obstruktive Bronchitis sind häufige Krankheitsbilder bei Säuglingen und Kleinkindern und ein Hauptgrund für frühkindliche Hospitalisierung. Die Behandlung der Krankheitsbilder ist im deutschsprachigen Raum heterogen. Entgegen der Evidenzlage werden häufig kurzwirksame ß2-Mimetika, hypertone Kochsalz-Inhalationen und Kortikosteroide appliziert. Ziel der Leitlinie soll sein, einen Konsens in der Behandlung dieser häufigen pädiatrischen Infektionserkrankungen zu finden. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel der Leitlinie soll sein, eine Empfehlung zur Behandlung von Säüglingen und Kleinkindern mit virusinduzierten obstruktiven Atembeschwerden (Bronchiolitis/obstruktive Bronchitis) als häufige pädiatrischen Infektionserkrankungen und ein Hauptgrund für frühkindliche Hospitalisierung zu formulieren.

Infektionen der unteren Atemwege mit meist RS- oder Rhinoviren vermitteln hierbei eine entzündliche Reaktion der Schleimhäute des Bronchialsystem. Dies führt zu Ödem, Hypersekretion und teils Bronchospasmus mit partieller oder totalen Obstruktion der distalen Atemwege. In Abhängigkeit von Lokalisation der Obstruktion sind klinisch endinspiratorisches Knisterrasseln (im deutschen Sprachgebrauch Bronchiolitis) oder exspiratorisches Giemen (obstruktive Bronchitis) charakteristisch. Die Leitlinie soll Diagnostik und Therapie von sporadisch auftretenden obstruktiven Atembeschwerden bei ansonsten lungengesunden Säuglingen und Kleinkindern im Rahmen von Virusinfektionen adressieren. Diese beinhaltet nicht die Behandlung von Kindern mit rezidivierenden obstruktiven Episoden (> 2/Jahr) oder einem frühkindlichen Asthma bronchiale.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Martin Wetzke

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. (GPP)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V. (DGPI)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)Visitenkarte

Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler e.V. (DGPK)Visitenkarte

Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin e.V. (GNPI)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Bundesarbeitsgemeinschaft Pädiatrischer Pneumologen (BAPP)

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ)

Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e.V.

HERZKIND e.V.

Leitliniensekretariat:

Dr. Martin Wetzke

Medizinische Hochschule Hannover
Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie
Carl Neuberg Str. 1
30625 Hannover

e-Mail senden

Koordination:

Dr. Martin Wetzke

 

PD Dr. Tobias Ankermann

Städtisches Krankenhaus Kiel GmbH
Chemnitzstrasse 33
D-24116 Kiel

Tel.: +49 431 1697-1801

Fax.: +49 431 1697-1802

e-Mail senden

Adressaten:

 Kinder- und Jugendmediziner, Neonatologen, Pädiatrische Intensivmediziner, Pädiatrische Pneumologen, Pädiatrische Infektiologen, Allgemeinmediziner   

Versorgungssektor:

ambulant, stationär
Diagnostik, Therapie
primärärztliche Versorgung, spezialärztliche Versorgung 

Patientenzielgruppe:

Kinder/Jugendliche

Säuglinge und Kleinkinder

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Systematische Evidenzrecherche unter Nutzung von wissenschaftlichen Publikationen und Datenbanken, Evidenzeinteilung entsprechend Leitlinienmanual der AWMF, etablierte Konsensusverfahren (nominale Gruppenprozesse, strukturierte Konsensuskonferenzen, Delphi-Technik)

Diskussion und Abstimmung jeder zu entwickelnden Empfehlung soll im Rahmen einer strukturierten Konsensfindung unter neutraler Moderation erfolgen. Hierzu ist die Beteiligung eines/einer externen und unabhängigen Moderator*in vorgesehen, die mit den Fragestellungen thematisch und inhaltlich nicht befasst ist, jedoch über Ausbildung und Erfahrung in den Methoden der strukturierten Konsensfindung verfügt. Der Ablauf und die Ergebnisse werden im Leitlinienreport dokumentiert.