Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 018 - 035OL
Klassifikation S3

Interdisziplinäre S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) oder Multiplem Myelom

Anmeldedatum:

16.04.2018

Geplante Fertigstellung:

31.12.2020

Gründe für die Themenwahl:

Der Erstellungsbedarf der S3-Leitlinie „Interdisziplinäre S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) oder Multiplem Myelom“ begründet sich wie folgt:

  • Es ist erforderlich Diagnostik, Therapie und Nachsorge zu standardisieren und zu optimieren, um sowohl bei der Ersterkrankung als auch bei einem Rezidiv ein individuell adaptiertes qualitätsgesichertes Therapiekonzept zu gewährleisten
  • Die therapeutischen Möglichkeiten sind ebenso wie der klinische Verlauf des multiplen Myeloms sehr vielgestaltig geworden, so dass durch eine Optimierung der diagnostischen Strategie sowie der Therapiealgorithmen wesentlich zu einem verbesserten krankheitsfreien Leben und Überleben beigetragen werden kann
  • Außerdem können für Patienten mit günstigen klinischen Verlauf Akut- und Langzeittoxitäten minimiert werden, indem nicht indizierte toxische Behandlungen vermieden werden
  • Diverse Fragestellung zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge werden kontrovers diskutiert und dementsprechend kontrovers in der Versorgung umgesetzt, so dass die Festlegung auf eine S3-Leitlinie und die damit verbundene Evaluation essentiell für die langfristige und kontinuierliche Versorgung der Patienten ist

Zielorientierung der Leitlinie:

Durch die Entwicklung der S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) oder Multiplem Myelom“ soll eine Standardisierung und Optimierung der Behandlung erfolgen, um sowohl bei der Ersterkrankung als auch beim Rezidiv ein individuell adaptiertes, qualitätsgesichertes Therapiekonzept zu gewährleisten.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann MPH, MSc

Office des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH, Berlin

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGE-BV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. (DGKL)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)Visitenkarte

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V. (DNEbM)Visitenkarte

Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation (DAGKBT)

Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. (DLH)

Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF)

Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO

Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO

Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pharmazie (OPH) der DKG

Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS

Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK

Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)

Cochrane Haematological Malignancies Group (CHMG)

Berufsverband der niedergelassenen Hämatologen und internistischen Onkologen in Deutschland e.V. (BNHO)

Deutsche Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM)

German Speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG)

Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.

Kompetenz Centrum Onkologie

Leitliniensekretariat:

PD Dr. med. Nicole Skoetz

Cochrane Haematological Malignancies, Uniklinik Köln,
D- 50924 Köln

Tel.: +49 221 478 96651

Fax.: +49 221 478 96654

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. Christof Scheid

Klinik I für Innere Medizin, Uniklinik Köln

 

PD Dr. med. Nicole Skoetz

Cochrane Haematological Malignancies
Klinik I für Innere Medizin, Uniklinik Köln

Adressaten:

Primäre Zielgruppe der Leitlinie sind Ärzte, die an der Versorgung von Patienten mit einem MM direkt beteiligt sind oder sie im Rahmen der Nachsorge langfristig betreuen. Hier seien Onkologen, Hämatologen, Pathologen, Strahlentherapeuten, Radiologen, Nuklearmediziner, Radioonkologen, Psychoonkologen, Allgemeinmediziner, Internisten und Pflegekräfte genannt. Die nach aktueller wissenschaftlicher Erkenntnis erstellte Leitlinie wird auch Einfluss auf die Planung zukünftiger randomisierter klinischer Studien haben. So werden die Leitlinienempfehlungen in den Studien der Deutschen Studiengruppe Multiples Myelom und der German-Speaking Myeloma Multicenter Group berücksichtigt und implementiert werden und gewährleisten, dass die partizipierenden deutschen Zentren der beiden Studiengruppen die Leitlinienempfehlungen umsetzen. Weitere Adressaten der Leitlinie sind Medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften, Gesundheitspolitische Entscheidungsträger, Krankenkassen, Vertragsverantwortliche von Integrierten Versorgungsverträgen, sowie Qualitätssicherungseinrichtungen.

Versorgungssektor:

Die Empfehlungen der S3-Leitlinie betreffen den ambulanten und stationären Bereich aber auch Institutionen und Personen außerhalb der medizinischen Versorgung.

Patientenzielgruppe:

Zielgruppe der Leitlinie sind auch Patienten mit einem MM, die direkt durch eine optimierte Versorgung profitieren werden, insbesondere jene Patienten, die außerhalb von klinischen Studien therapiert werden. Die Patientenleitlinie wird die Patienten bei einer partizipativen Entscheidungsfindung unterstützen.

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Der aktuelle medizinisch-wissenschaftliche Kenntnisstand, bestehend aus wissenschaftlicher Evidenz und klinischer Expertise, wird transparent dargestellt werden und unterstützt somit die anwendenden Ärzte durch evidenzbasierte und formal konsentierte Empfehlungen. Hierzu werden nach vorab definierter Methodik und unter Berücksichtigung klinischer Aspekte das jeweilige diagnostische oder therapeutische Verfahren bewertet, gegensätzliche Standpunkte offen dargelegt und unter einer Nutzen-Risikoabwägung das derzeitig optimale Vorgehen definiert. Dieses Konzept sichert eine hochqualifizierte, interdisziplinare und flächendeckende Versorgung von Patienten mit einem MM.

Gemäß den Kriterien der evidenzbasierten Medizin werden folgende Quellen als besonders relevant für die Leitlinienerstellung eingestuft: Ergebnisse aus Sekundärquellen aufbereiteter Evidenz (S3-Leitlinien, systematische Übersichtsarbeiten, Meta-Analysen, HTA-Berichte) und aus Primärpublikationen in Form von randomisierten klinischen Studien. Demgegenüber werden Daten aus nicht-randomisierten Studien (z.B. Beobachtungsstudien, Kohortenstudien) nur bei Bedarf berücksichtigt. Die exakten Einschlusskriterien werden bei der Formulierung der jeweiligen Schlüsselfragen konkretisiert. Anschließend werden in einer strukturierten Konsensuskonferenz mit unabhängiger Moderation die Empfehlungen diskutiert und konsentiert.

Ergänzende Informationen:

Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH

(www.leitlinienprogramm-onkologie.de)