Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 018 - 029OL
Klassifikation S3

Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Hodgkin Lymphoms bei erwachsenen Patienten

Anmeldedatum:

18.02.2019

Geplante Fertigstellung:

31.12.2019

Gründe für die Themenwahl:

Das Hodgkin Lymphom ist eine maligne Erkrankung der Lymphknoten und des lymphatischen Systems. Mit einer jährlichen Inzidenz von 2 bis 3 pro 100.000 Einwohner ist die Neuerkrankungsrate vergleichsweise niedrig, allerdings ist das Hodgkin Lymphom eine der häufigsten malignen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter. Die Prognose ist vom Krankheitsstadium und der Therapie abhängig. Auch fortgeschrittene Stadien haben aufgrund der optimierten Therapieverfahren hohe Heilungschancen. Dennoch kann die Erkrankung bzw. deren Therapie zu starken Einschränkungen der Lebensqualität, zu Langzeittoxizitäten wie Infertilität, kardialen und pulmonalen Schäden und zu Sekundärneoplasien führen.

Zielorientierung der Leitlinie:

Das primäre Ziel des S3-Leitlinien-Updates als „living guideline“ ist es, die Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Patienten mit einem Hodgkin Lymphom kontinuierlich weitergehend zu standardisieren und zu optimieren, um sowohl bei der Ersterkrankung als auch im Rezidiv ein individuell adaptiertes, qualitätsgesichertes Therapiekonzept zu gewährleisten. Dadurch soll das Gesamtüberleben der Patienten verlängert, die Akut- und Langzeittoxizitäten minimiert und die Lebensqualität erhöht werden.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann, MPH, MSc

Berlin
i.A. des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Andrologie e.V. (DGA)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGE-BV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. (DGKL)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin e.V. (DGRM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO

Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG

Arbeitsgemeinschaft für Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin (AGORS)

Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS

Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK

Bundesverband Deutscher Pathologen e.V.

Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation (DAGKBT)

Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO

Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. (DLH)

Leitliniensekretariat:

Tina Jakob

Evidence-Based Oncology Klinik I für Innere Medizin
Uniklinik Köln
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Tel.: 0221 478 96647

Fax.: 0221 478 96654

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Koordination:

PD Dr. med. Nicole Skoetz

(Köln)

 

Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Engert

(Köln)

Adressaten:

 Primäre Zielgruppe der Leitlinie sind Ärzte, die Patienten mit Hodgkin Lymphom behandeln oder sie im Rahmen der Nachsorge langfristig betreuen. Hier seien Onkologen, Hämatologen, Pathologen, Strahlentherapeuten, Radiologen, Nuklear-mediziner, Radioonkologen, Psychoonkologen, Internisten und Pflegekräfte genannt. Bei der Früherkennung und Nachsorge werden zusätzlich Allgemeinmediziner, Internisten und Gynäkologen involviert.
In Abhängigkeit von potentiell auftretenden therapiebedingten Spätfolgen, wie beispielsweise kardialen oder pulmonalen Störungen oder Sekundärneoplasien, auch weitere Fachdisziplinen.  

Versorgungssektor:

Ambulante, stationäre und rehabilitative Versorgung

Patientenzielgruppe:

Zielgruppe der Leitlinie sind Patienten ab dem 18. Lebensjahr mit einem Hodgkin Lymphom, die direkt durch eine optimierte Versorgung profitieren werden, insbesondere jene Patienten, die außerhalb von klinischen Studien therapiert werden. 

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

 Jährlich werden ein Update der systematischen Literaturrecherche sowie eine Abfrage der Leitliniengruppe zu neuen, leitlinienrelevanten Daten durchgeführt. Dazu werden beim jährlich stattfindenden Steuergruppenmeeting die Schlüsselfragen auf Aktualität und Relevanz geprüft. Die Ergebnisse der Literaturrecherche sowie der Abfrage der Leitliniengruppe dienen im Folgenden zur Prüfung aller Empfehlungen auf Aktualität. Bei Vorliegen neuer Evidenz wird diese ebenfalls in die bereits bestehenden Evidenztabellen extrahiert und das Vertrauen in die Evidenz anhand des GRADE Ansatz bewertet, sodass die Evidenz zur Beantwortung der entsprechenden Schlüsselfragen den Empfehlungen zugrunde gelegt werden kann.
Den Autoren der jeweiligen Kapitel werden die jährlich auf Aktualität geprüften und konsentierten Schlüsselfragen als Grundlage zur Verfügung gestellt, ebenso die Evidenztabellen und GRADE Profile. Jede Empfehlung soll geprüft werden, dabei sollen ‚kann‘-Empfehlungen besonders berücksichtigt und wenn möglich vermieden werden. Die überarbeiteten Entwürfe sollen in einer online-Vorabstimmung durch die Leitliniengruppe (Mandatsträger, Autoren, weitere Experten) vorabgestimmt und kommentiert werden.

Gleichzeitig sollen zum ersten Mal Behandlungspfade je Kapitel erstellt werden, die die Anwenderfreundlichkeit erhöhen sollen. Diese müssen, sowie alle Empfehlungen, auf der jährlich stattfindenden Konsenuskonferenz (als Präsenzveranstaltung oder online durchgeführt) durch die Mandatsträger konsentiert werden.  

Im Anschluss soll der Öffentlichkeit die Chance gegeben werden die aktualisierte Leitlinie während einer Konsultationsphase zu kommentieren, bevor das jährliche Update publiziert wird.  

Da der Anspruch besteht die Leitlinie fortwährend auf dem aktuellsten Stand zu halten ist in entsprechenden Fällen bei z.B. neu identifizierter Evidenz die kurzfristige Publikation von Amendments vorgesehen, deren Aktualisierungen, wenn nötig, ebenfalls durch die Mandatsträger der Leitliniengruppe online konsentiert werden kann. 

Ergänzende Informationen:

Geplant sind jährliche Aktualisierungen im Rahmen eines Living-Guideline-Ansatzes, die zweite aktualisierte Version ist für 12/2019 geplant.

Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe; weitere Informationen auch über das OL-Office (leitlinienprogramm[@]krebsgesellschaft.de) 

Rückmeldung der Beteiligung noch ausstehend von: Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS e.V.), Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN)

Angefragt, jedoch aufgrund mangelnder Kapazitäten abgesagt: DGf Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)  

Ohne Mandat: Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland (BNHO); Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten e.v. (BVDST)