Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 017 - 082OL
Klassifikation S3

Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Oro- und Hypopharynxkarzinoms

Anmeldedatum:

29.11.2021

Geplante Fertigstellung:

28.02.2023

Gründe für die Themenwahl:

Die Leitlinie wird als gemeinsame Leitlinie für das Oro- und Hypopharynxkarzinom erstellt und schließt damit die Lücke zwischen den bereits existierenden S3-Leitlinien zum Plattenepithelkarzinom des Larynx und der Mundhöhle 

Zielorientierung der Leitlinie:

Die Leitlinie soll nach systematischer Aufarbeitung der aktuellen Literatur und Würdigung der insbesondere prospektiven kontrollierten Studienergebnisse eine strukturierte Therapieempfehlung geben.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann MPH, Msc

Berlin
i.A. des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO-KHC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e.V. (DGPP)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft, Gesellschaft für Medizinische Radiologie e.V. (DRG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Psychologie e.V. (DGMP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (DGRW)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)

Interdisziplinäre AG Kopf-Hals-Tumoren (IAG-KHT)

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Arbeitsgemeinschaft Bildgebung in der Onkologie (ABO) der DKG

Arbeitsgemeinschaft Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgische Onkologie der DKG, AHMO

Abteilung Experimentelle Krebsforschung der DKG (AEK)

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS

Neuro-Onkologische Arbeitsgemeinschaft der DKG, NOA

Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM

Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG, PSO

Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG

Arbeitsgemeinschaft Tumorklassifikation in der Onkologie (ATO)

Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK

Berufsverband Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie

Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V., BVHNO

Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten e.V. (BVDST)

Bundesverband Deutscher Pathologen e.V.

Bundesverband der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten e.V.

Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)

Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e.V.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Abteilung „Infektionen und Krebs-Epidemiologie (F020)“

Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)

Leitliniensekretariat:

Frau Romy Wyrwas

Universitäts-HNO-Klinik Leipzig
Liebigstrasse 10
04103 Leipzig

Tel.: (03 41) 97 - 2 17 00

Fax.: (03 41) 97 - 2 17 09

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. Andreas Dietz

 

Prof. Dr. Wilfried Budach

Adressaten:

Ärzte, insbesondere HNO-Ärzte, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Phoniater, Radioonkologen, Onkologen, Pathologen, Radiologen, Nuklearmediziner und Pathologen, Pflege, Logopäden, Psychologen, Sozialarbeit; und dient zur Information für Zahnärzte.

Versorgungssektor:

 Als Versorgungsbereiche werden deutschlandweit die ärztliche stationäre und ambulante Diagnostik, Behandlung und Betreuung (Klinikärzte und niedergelassene Ärzte, insbesondere HNO-, MKG, Zahnärzte, Phoniatrie, Radiologie, Nuklearmedizin, Radioonkologie, Pathologie, Psychoonkologie), als auch die nicht-ärztlichen Bereiche (Pflege, Logopädie, Physiotherapie, Psychologie, Sozialarbeit) und Selbsthilfe adressiert. Weiterhin werden die Bereiche Prävention und Früherkennung formuliert.. 

Patientenzielgruppe:

Erwachsene, Männer und Frauen, bei denen aufgrund von funktionellen Störungen der Atmung oder des Schluckens der Verdacht auf das Vorliegen eines malignen Tumors des Oro.-, bzw. Hypopharynx besteht, sowie bei Patienten mit gesichertem Oro.-, Hypopharynxkarzinom in Deutschland.

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Zunächst wird nach bereits existierenden systematischen Übersichtarbeiten (mit und ohne Meta-Analyse) und Health Technology Assessments (HTA) zu Oro- und Hypopharynxkarzinomen in folgenden Datenbanken gesucht: Cochrane (CDSR), MEDLINE (via PubMed), Web of Science (Core Collection), Datenbank der Deutschen Agentur für HTA (DAHTA). Zusätzlich wird im „Prospective register of systematic reviews“ (PROSPERO) geprüft, ob es Protokolle von thematisch relevanten systematischen Übersichtsarbeiten gibt, die als „abgeschlossen“ und/oder „publiziert“ klassifiziert wurden. Die Ein- und Ausschlusskriterien für die aggregierte Evidenz (SR, HTA) richten sich nach Themenbezug, Aktualität und nach der Übertragbarkeit auf den deutschen Versorgungskontext. Die methodische Qualität der systematischen Reviews wird anhand der AMSTAR-2 Checkliste bewertet. Bei entsprechender Eignung und methodischer Güte werden die Ergebnisse als Grundlage für Darstellung der Evidenz oder als Basis für eine weiterführende Evidenzsuche, -sichtung und -zusammenfassung herangezogen (Primärstudien). 

Für Schlüsselfragen, die mit der existierenden aggregierten Evidenz nicht beantwortet werden können, wird eine systematische de-novo Literaturrecherche durchgeführt (Datenbanken: Cochrane CENTRAL, PubMed/MEDLINE, Web of Science und zusätzliche Suche nach grauer Literatur). Die Schlüsselfragen werden anhand des PICO-Schemas dargestellt und vorab durch die Steuergruppe und dann in der gesamten Leitliniengruppe konsentiert. 

Die Suchstrategien werden von den Methodikern gemeinsam mit Informationsspezialisten entwickelt, und mit den klinischen Experten abgestimmt, danach pilotiert (peer-review mittels PRESS-Checkliste) und vor der endgültigen Suche mit den klinischen Experten erneut diskutiert und ggf. präzisiert. Die Titel und Abstracts werden anhand vorab festgelegter Ein- und Ausschlusskriterien (u.a. thematische Relevanz, Sprache, Studiendesign) gescreent. Für die inhaltlich relevanten Titel & Abstracts werden anschließend Volltexte besorgt und gelesen. Der endgültige Einschluss erfolgt anhand weiterer spezifischer à priori festgelegter Ein- und Ausschlusskriterien. Die eingeschlossenen Primärstudien werden unter Anwendung etablierter Instrumente (vgl. AWMF und Cochrane Manuale zu Leitlinien, systematischen Reviews) von zwei unabhängig arbeitenden Mitarbeitern kritisch bewertet (mittels validierter Bias-Bewertungs-Tools, z.B. RoB,  ROBINS-S) und die zentralen Angaben pro Studie (Design, Fallzahl, Methoden, Ergebnisse, Bias-Bewertung usw.) mit Hilfe einer Software-basierten Oberfläche extrahiert. Die Ergebnisse der Qualitätsbewertungen sowie die extrahierten Daten werden für die de-novo recherchierten Fragstellungen entweder in Form von Evidenztabellen (Bewertung des Level of Evidence nach Oxford, 2011) oder mit der GRADE Methodik Outcome-bezogen in Form von „Summary of Findings“-Tabellen dargestellt. 

Konsensbasierte Fragen:
Empfehlungen, die sich aus den vorher festgelegten konsensbasierten Fragen ergeben, werden ebenso wie die evidenzbasierten Empfehlungen in einem strukturierten, formellen Verfahren im Rahmen der Konsensuskonferenz konsentiert (siehe auch 3.3). Die Aufarbeitung der Evidenz zu konsensbasierten Fragestellungen erfolgt durch Subgruppen der Expertenkommission. Die Subgruppen sind jeweils für die narrative Darstellung der aktuellen Studienlage zuständig. 

Konsensusfindung:
Die Leitlinienentwicklung wird gemäß dem AWMF-Regelwerk erfolgen. Im Anschluss an die systematische Recherche wird das verfügbare Wissen bewertet und mittels strukturiertem interdisziplinären Konsens werden Handlungsempfehlungen abgeleitet. Nach Ausarbeitung der Leitlinie durch die Leitlinien-Steuergruppe erfolgt im Rahmen von zwei Konsensuskonferenzen die formale Konsentierung der Schlüsselempfehlungen mit Empfehlungsgraden im nominalen Gruppenprozess über einen Tag. Der Prozess der Konsensusfindung wird unter Mitwirkung von zwei neutralen, in den Konsensustechniken geschulten und erfahrenen AWMF-zertifizierten Moderator*innen geführt.Jede teilnehmende Fachgesellschaft/Organisation wird im Konsensusverfahren eine Stimme erhalten, das Mandat schriftlich von den Organisatoren erklärt. Ausschließlich die benannten Mandatsträger sind in den Abstimmungsprozessen stimmberechtigt. Die übrigen Mitglieder der Steuergruppe und eventuell hinzugeladene Experten sind tätig und nicht stimmberechtigt.Eine Empfehlung gilt ab einer Zustimmung von mindestens 75% als angenommen. Zustimmung größer 95% wird als starker Konsens bezeichnet. Am Konsensusverfahren nehmen die Mitglieder der Leitliniensteuerungsgruppe und benannte Vertreter aller an der Erstellung beteiligten Organisationen teil. Jeder Organisation steht im Abstimmungsverfahren eine Stimme zur Verfügung. Das Mandat wird schriftlich von der Organisation erklärt. 

Ergänzende Informationen:

Förderung durch die Deutsche Krebshilfe im Rahmen des gemeinsamen Leitlinienprogramm Onkologie (AWMF, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe)