Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 015 - 087
Klassifikation S2e

Überwachung und Betreuung von Zwillingsschwangerschaften

Anmeldedatum:

05.04.2018

Geplante Fertigstellung:

30.04.2019

Gründe für die Themenwahl:

Die Häufigkeit von Zwillingsschwangerschaften hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Im Vergleich zu Einlingsschwangerschaften kommt es bei Zwillingen viel häufiger zu komplizierten Verläufen, wobei das fetale Risiko vor allem von der Chorionizität abhängt. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass jene Zwillingsschwangerschaften, welche einem erhöhten Risiko für Komplikationen unterliegen, frühzeitig identifiziert werden, um eine optimale Betreuung zu ermöglichen, wodurch die Morbidität und Mortalität betroffener Kinder deutlich gesenkt werden kann. Bislang gibt es keine einheitlichen deutschsprachigen Empfehlungen zur sonographischen Überwachung und Betreuung von Zwillingsschwangerschaften.

Zielorientierung der Leitlinie:

  • Ätiologie und Häufigkeit von Zwillingsschwangerschaften
  • Bestimmung der Chorionizität und des Gestationsalters und Bezeichnung von Zwillingsschwangerschaften
  • Identifizierung von besonderen Risikokonstellationen
  • Darstellung spezifischer Komplikationen, deren diagnostische Kriterien bzw. Screeningstrategien
  • Überwachungs- und Behandlungsoptionen
  • Betreuungsintervalle je nach Risikokonstellation

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. M.W. Beckmann

DGGG-Leitlinienbeauftragter

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Arbeitsgemeinschaft Bildgebende Verfahren (AGB) der OEGGG

Österreichische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (ÖGUM)

Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG)

Schweizerische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (SGUM)

Leitliniensekretariat:

DGGG-Leitliniensekretariat

Frauenklinik Universitätsklinikum Erlangen
Universitätsstr. 21-23
91054 Erlangen

Tel.: 09131 85 33507 oder 44060

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Koordination:

Prof. Dr. Kurt Hecher

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Prof. Dr. Philipp Klaritsch

Mitglied der AG Geburtshilfe der DGGG und DEGUM Stufe III
und Mitglied der OEGGG und ÖGUM.

Adressaten:

Zur Information für alle Ärztinnen und Ärzte in Kliniken und Praxen, die Frauen mit Zwillingsschwangerschaften betreuen.

Versorgungssektor:

Pränatal- und Geburtsmedizin

Patientenzielgruppe:

Frauen mit Zwillingsschwangerschaften

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Erstellung eines Manuskripts basierend auf der aktuell vorhandenen Evidenz durch die beiden Leitlinienkoordinatoren. Als Grundlage dient die Leitlinie der ISUOG (International Society of Ultrasound in Obstetrics and Gynecology) ‘ISUOG Practice Guidelines: role of ultrasound in twin pregnancy‘ (Ultrasound Obstet Gynecol 2016;47:247-263). Diese soll adaptiert und, unter Einbeziehung neuer Publikationen seit Erscheinen der ISUOG guideline und gemäß PICO Fragestellungen, mit versorgungsrelevanten Evidenztabellen ergänzt werden. Zusätzlich erfolgt eine Suche nach weiteren eventuell verfügbaren internationalen Leitlinien und systematischen Übersichtsarbeiten inkl. dem geburtshilflichen Management von Zwillingsschwangerschaften. Aussendung an Co-Autoren der betreffenden Fachgesellschaften und Abhaltung von persönlichen Treffen zur Konsensusfindung bei Punkten, die anhand der verfügbaren Literatur nicht eindeutig zu beantworten sind. Abschließend Fertigstellung des Manuskripts inkl. ‘grades of recommendations and levels of evidence‘ nach Zustimmung aller Autoren bzw. Mehrheitsbeschluss.

Ergänzende Informationen:

 Prof. Hecher ist Co - Autor der ISUOG guideline.