Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 012 - 002
Klassifikation S3

Pertrochantäre Oberschenkelfraktur

Anmeldedatum:

04.08.2021

Geplante Fertigstellung:

31.01.2024

Gründe für die Themenwahl:

Aufgrund der demographischen Entwicklung unserer alternden Gesellschaft wird eine Zunahme hochbetagter Hüftfrakturpatienten prognostiziert. Pertrochantäre Femurfrakturen machen etwa die Hälfte der Hüftfrakturpatienten aus und gehen mit einem erheblichen Streblichkeitsrisiko innerhalb des ersten Jahres und einem Verlust der Autonomie dieser Patienten einher. Bestehende Komorbiditäten und altersphysiologische Veränderungen begünstigen das schlechte Outcome dieser Patienten weshalb sich in den letzten Jahren zunehmend eine interdisziplinäre (alterstraumatologische) Behandlung zur Versorgung von Patienten mit pertrochantären Femurfrakturen durchgesetzt hat. Diese neuartigen Behandlungsansätze die neben der Wahl einer bestmöglichen Versorgung, dem Zeitpunkt der OP, der weiterführenden perioperativen Versorgung bis hin zur postoperativen Rehabilitation mannigfache Aspekte der Behandlung umfassen, wurden in der zuletzt zum 1.07.2015 verabschiedeten Leitlinie noch nicht ausreichend berücksichtigt. Nachdem seit dem 01.01.2021 durch die GBA-Richtlinie zur Versorgung von Patienten mit hüftgelenknaher Femurfraktur nun auch eine gesetzliche Grundlage für die standardisierte interdisziplinäre Versorgung von Patienten mit einer pertrochantären Femurfraktur geschaffen wurde, bedarf es hier einer dringlichen Aktualisierung der Leitlinie. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Beratung, Information und Unterstützung von ÄrztInnen, Studierenden der Medizin und Medizinischen Hilfsberufen bei der Diagnostik, Therapie und Weiterbehandlung von HüftfrakturpatientInnen, besonders im fortgeschrittenen Lebensalter. 

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:
Anmelder bei der AWMF (Person):

PD Dr. med. Carl Neuerburg

Schriftführer Sektion Alterstraumatologie

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC)Visitenkarte

Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

AO Trauma

Deutsche Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft (DGPTW)

Deutsche Hüftgesellschaft (DHG)

Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS)

Leitliniensekretariat:

Lena Marie Marter

Leitlinien-Sekretariat
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (DGOU)
Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin

Tel.: 030 – 340 60 36 15

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Koordination:

PD Dr. Carl Neuerburg

Leitender Oberarzt & Stellv. Direktor der Klinik
Leiter Schwerpunkt Unfallchirurgie
Campus Großhadern
Marchioninistr.15
81377 München

Tel.: 089 4400 76500 (Sekretariat)

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Prof. Dr. Klaus Dresing

Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie
Georg-August-Universität
Robert-Koch-Straße 40,
37075 Göttingen

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Adressaten:

OrthopädInnen, ChirurgInnen, UnfallchirurgInnen, PhysiotherapeutInnen, PatientInnen-Vertretungen und dient zur Information für RadiologInnen, AnästhesistInnen, GeriaterInnen, Pflegekräfte 

Versorgungssektor:

ambulant, stationär und teilstationär; Prävention und Früherkennung; Diagnostik, Therapie und Rehabilitation; primärärztliche und spezialärztliche Versorgung 

Patientenzielgruppe:

Erwachsene

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Zunächst wird eine systematische Literaturrecherche zum Thema durchgeführt. Dabei wird das methodische Vorgehen zur Konsensfindung und Evidenzbewertung angewendet. Für die Konsensfindung werden formalisierte Verfahren in Form einer Delphi-Befragung und eine Konsensuskonferenz unter neutraler Moderation eingesetzt. Die Evidenz wird durch eine systematische Auswahl und Bewertung eingebunden. Die Beschreibung des methodischen Vorgehens wird im Leitlinienreport dargelegt.

Ergänzende Informationen:

 Bezugnahme zur vorliegenden Vorfassung „Pertrochantäre Oberschenkelfraktur“ von 2015.