Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 004 - 034
Klassifikation S2k

Typ B Aortendissektion

Anmeldedatum:

08.12.2020

Geplante Fertigstellung:

31.12.2022

Gründe für die Themenwahl:

Die Inzidenz der Aortendissektion beträgt ca. 15/100.000 pro Jahr, wobei ca. 60% sich auf Typ A Aortendissektionen nach Stanford und der Rest auf Typ B Dissektionen verteilen. Die A Dissektion eine herzchirurgische Domäne ist, da bei der offenen Operation eine Herz-Lungen-Maschine notwendig ist und endovaskuläre nur ein geringster Teil behandelt werden kann. Die Typ B Dissektion ist aber die Domäne der Gefäßchirurgie. Der aktuelle Goldstandard der unkomplizierten Typ A Dissektion ist die konservative Therapie, wobei hier die endovaskuläre Therapie zunehmend einen großen Stellenwert einnimmt. Die akuten Kosten eine akuten komplizierten Typ B Dissektion belaufen sich aktuell in Deutschland auf ca. 50.000 Euro pro Patient. Die Kosten der konservativen Therapie, bzw. der Folgekosten nach solchen Eingriffen, mit oder ohne Komplikationen, sind nicht genau bezifferbar. In einer kanadischen Erhebung (Typ A und Typ B Dissektionen) wurden die jährlichen Krankenhaus- und Post-Krankenhauskosten pro Jahr auf ca. 15.000.000 Euro pro Jahr berechnet. Komplikationen mit immensen Folgekosten (Paraplegie, Dialyse,…) wurden nicht berechnet. Seit der Veröffentlichung dieser Leitlinie 2018 gibt es aktualisierte Studien, v.a. zur Therapie, Einteilung und Genese. Da es leider keine oder kaum randomisierte Studien zur Behandlung und Diagnostik gibt, soll es weiterhin eine S2k Leitlinie bleiben. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Ursache, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge der Aortendissektion Typ B

Anmelder bei der AWMF (Person):

Univ. Prof. Dr. med. Alexander Oberhuber

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin - Gesellschaft für operative, endovaskuläre und präventive Gefäßmedizin e.V. (DGG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V. (DGTHG)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Marfan Hilfe (Deutschland) e.V.

Leitliniensekretariat:

Fr. Dr. Livia Cotta, MBA

Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin, Gesellschaft für operative, endovaskuläre und präventive Gefäßmedizin e.V.
Robert-Koch-Platz 9
10115 Berlin

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Koordination:

Univ. Prof. Dr. med. Alexander Oberhuber

Adressaten:

Die Empfehlungen der Leitlinie richten sich an alle Berufsgruppen, die Patienten mit Typ B Aortendissektionen behandeln und dient zur Information für weitere Berufsgruppen:Ärzte in der Niederlassung (Internisten, Chirurgen, Allgemeinmediziner), Ärzte in Krankenhäusern (Intensivmediziner, Radiologie), aus allen Internistischen (insbesondere Angiologie, Kardiologie, Nephrologie) und chirurgischen Fächern (wie Gefäßchirurgie, Herz- und Thoraxchirurgie).

Versorgungssektor:

stationär   

Diagnostik, Therapie, Rehabilitation  

primärärztliche Versorgung, spezialärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene, Kinder/Jugendliche

Alle Patienten die eine Aortendissektion Typ erleiden oder erlitten haben, sowie Patienten mit erhöhtem Risiko (z.B: Marfan Patienten).

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Es ist eine S2K Leitlinie geplant. Die Literaturrecherche soll über gängige Portale (Pubmed, Cochrane Library, Scopus, Embase,…) erfolgen. Diese wird anhand von evidence-based-medicine Kriterien bewertet und nach Evidenz Klassen gewichtet.
Die Konsensusfindung erfolgt in einer interdisziplinären Konsensuskonferenz unter neutraler Moderation