Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 001 - 050
Klassifikation S3

LEDAMI – Leitlinie für Evidenz- und Datenbasiertes Alarmmanagement in der Intensivmedizin

Anmeldedatum:

13.09.2022

Geplante Fertigstellung:

31.03.2026

Gründe für die Themenwahl:

Auf Intensivstationen ist das Personal auf Alarme angewiesen, die über einen potenziell kritischen Zustand von Patient:innen oder technische Ausfälle von medizinischen Geräten informieren. Die Zahl der Alarme auf den Intensivstationen ist heute jedoch so hoch, dass das Personal nicht mehr auf jeden Alarm reagieren kann. Zudem ist kaum ein Alarm auf eine Situation zurückzuführen, in der tatsächlich ein Handlungsbedarf besteht, da auch Artefakte und Fehlmessungen Alarme auslösen. Die Alarmüberlastung führt dazu, dass das Personal der Intensivstation gegenüber Alarmen desensibilisiert wird und unzureichend oder gar nicht mehr auf Alarme reagiert. Diese Alarm Fatigue und Alarmüberlastung auf Intensivstationen ist eine Patient:innengefährdung und gehört zu den zehn größten medizintechnischen Risiken. Alarmmanagement kann Abhilfe schaffen, in dem es die Anzahl falsch-positiver Alarme und Alarme ohne Handlungsimplikation reduziert. Da die Alarmüberlastung jedoch auf viele interagierende Variablen zurückzuführen ist, ist die Umsetzung von nachhaltigem und effektivem Alarmmanagement komplex. Mit dieser S3-Leitlinie soll auf die nachweisliche Forderung von Ärzt:innen und Pfleger:innen eingegangen werden dabei zu unterstützen, ein für ihre Intensivstation bzw. ihre Patient:innen maßgeschneidertes Alarmmanagement entwickeln zu können. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Die Leitlinie soll Ärzt:innen und Pfleger:innen eine Entscheidungsgrundlage geben, evidenz- und datenbasiertes Alarmmanagement zu realisieren, um die Alarmbelastung auf Intensivstationen zu reduzieren.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Felix Balzer

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)Visitenkarte

Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI)Visitenkarte

Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin e.V. (GNPI)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft (DGPTW)

Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e. V. (DGF)

Ad Personam: Ursula Gaedigk, Patientenbeauftragte für Berlin

Ad Personam: Anette Hils, Patient:innenvertretung

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Felix Balzer

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Tel.: +49 30 450 651166

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Felix Balzer

Adressaten:

Ärzt:innen, Pflegekräfte und Patient:innen der Intensivstation

Versorgungssektor:

stationär   

Prävention  

primärärztliche Versorgung  

Patientenzielgruppe:

Patient:innen auf Intensiv- und Überwachungsstation

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Systematische Literaturrecherche und Evidenzbewertung pro Endpunkt nach GRADE. Empfehlungsgraduierung mittels strukturiertem Konsensverfahren (nominalem Gruppenprozess) unter neutraler Moderation durch eine AWMF-zertifizierte Leitlinienberatung.

Ergänzende Informationen:

Finanzierung durch den G-BA beantragt.