Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 001 - 005
Klassifikation S1

Rückenmarknahe Regionalanästhesien und Thromboembolieprophylaxe / antithrombotische Medikation

Anmeldedatum:

08.02.2019

Geplante Fertigstellung:

31.01.2021

Gründe für die Themenwahl:

Risikoreduktion spinaler epiduraler Hämatome
Obschon die Inzidenz spinaler epiduraler Hämatome gering ist, ist die Prognose spinaler epiduraler Hämatome mit einer Mortalitätsrate von 3,7% und einer Rate schwerwiegender persistierender neurologischer Defizite von 36% weiterhin ungünstig. In aktuellen Publikationen konnte als wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung spinaler epiduraler Hämatome die Einnahme gerinnungshemmender Medikamente insbesondere bei Missachtung der prozeduralen Pausierungsintervalle und/ oder bei Vorliegen einer Niereninsuffizienz identifiziert werden. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Mit Hilfe dieser Empfehlung sollen die Entscheidungen für oder wider ein neuroaxiales Verfahren im klinischen Alltag erleichtert werden. Die Risikominimierung für die Entstehung spinaler epiduraler Hämatome hat hierbei oberste Priorität.

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:
Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Karin Waurick

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Leitliniensekretariat:

Ursula Homberg

Berufsverband Deutscher Anästhesisten e. V. (BDA)
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI)
Roritzerstraße 27
90419 Nürnberg

Tel.: 0911/ 933 78 28

Fax.: 0911/ 3938195

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Koordination:

Dr. Karin Waurick

Adressaten:

Anästhesisten

Versorgungssektor:

Anästhesiologie
ambulant/ stationär
Prävention spinaler epiduraler Hämatome, Diagnostik 

Patientenzielgruppe:

Patienten mit neuroaxialen Blockaden

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

 Auswertung von Fallberichten, retrospektiven Datenanalysen, Expertenmeinungen unter Berücksichtigung pharmakokinetischer und pharmakodynamischer Eigenschaften der Einzelsubstanzen
Aufgrund der geringen Inzidenz von spinalen epiduralen Hämatomen gibt und wird es auch zukünftig keine prospektiv randomisierten Studien zu neuroaxialen Verfahren unter Antikoagulanzien geben.