AWMF-Regelwerk Leitlinien: Externe Begutachtung

Ein Begutachtungsverfahren vor der Veröffentlichung einer Leitlinie ermöglicht es, Unklarheiten oder fehlende Bereiche zu identifizieren. Externe Begutachtende sind Personen, die nicht in die Leitlinienerstellung involviert waren. Dies sollten Expert*innen des medizinischen Bereichs, Patientenvertreter*innen und ggf. auch Methodiker*innen sein.

AWMF-Regel für das Leitlinienregister:

Keine

Bezug zum DELBI-Instrument:

Domäne 3: Methodologische Exaktheit der Leitlinien-Entwicklung

Kriterium 13: Kontrolle durch externe Experten

Hilfen und Tipps:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der externen Begutachtung, z.B.

  • eine öffentliche Konsultationsphase: Die Leitlinie wird für eine bestimmte Zeit, z.B. 6 Wochen für die (Fach-)Öffentlichkeit zur Kommentierung bereitgestellt inkl. eines strukturierten Kommentierungsbogens. Dies kann parallel auf der Seite der federführenden Fachgesellschaft und im AWMF-Leitlinienregister erfolgen (ggf. mit Verlinkung). Die Aussendung erfolgt an alle beteiligten Organisationen mit der Bitte um Weitergabe an deren Mitglieder.  Zu prüfen ist ggf. eine Ausweitung des Verteilers z.B. an einschlägige Medien oder übergeordnete Institutionen.
  • eine Konsultationsphase durch Peers (z.B. im Rahmen der Verabschiedung der Fachgesellschaftsvorstände oder durch externe Experten)
  • eine Publikation in einem Peer Review Journal

Nicht vergessen: Die Kommentare und den Umgang damit Rahmen der Konsultationsphase mit der Leitliniengruppe abstimmen und im  Leitlinienreport dokumentieren!

Weiter zu: Gesamtverabschiedung

Zurück