Leitlinien-Detailansicht

Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie

Registernummer 020 - 020
Klassifikation S3

Stand: 24.04.2021 , gültig bis 23.04.2025

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie "
Leitlinienreport
Evidenzbericht
Angaben zu Interessenkonflikten

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie "
    Leitlinienreport
    Evidenzbericht
    Angaben zu Interessenkonflikten

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie richtet sich an folgende ambulant oder im Krankenhaus tätigen Ärztinnen und Ärzte, die in die Behandlung von Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie involviert sind: Fachärzte für Allgemeinmedizin, für Innere Medizin (vor allem Pneumologie, Infektiologie, Intensivmedizin und Geriatrie), Palliativmedizin, Mikrobiologie und Virologie. Zudem dient sie zur Information für Thoraxchirurgen und weiterer mit der Betreuung von Patienten befassten Ärzten bzw. Vertretern weiterer Gesundheitsberufe. 

    Patientenzielgruppe

    ausschließlich Erwachsene über 18 Jahre, ausgenommen bleiben Patienten mit Immunsuppression

    Versorgungsbereich

    ambulante und stationäre Betreuung
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)
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    Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI)
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    Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin e.V. (DGIIN)
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    Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV)
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    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V. (DGGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Kompetenznetzwerk CAPNETZ
    Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP)
    Österreichische Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (ÖGIT)
    Schweizerische Gesellschaft für Pneumologie
    Schweizerische Gesellschaft für Infektiologie (SGInf)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. Nina Hämäläinen Institut für Lungenforschung GmbH
    Universitätsstraße 2
    10117 Berlin Tel.: 030-555 79 10 10 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Santiago Ewig Thoraxzentrum Ruhrgebiet
    Kliniken für Pneumologie und Infektiologie
    EVK Herne und Augusta-Kranken-Anstalt Bochum
    Bergstraße 26
    44791 Bochum e-Mail senden
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Unter einer ambulant erworbenen Pneumonie werden solche Pneumonien verstanden, die außerhalb des Krankenhauses bei einem nicht schwergradig immunsupprimierten Patienten auftreten. Die ambulant erworbene Pneumonie ist unverändert die häufigste zur Hospitalisierung führende Infektionserkrankung und bleibt mit einer erheblichen Morbidität und Letalität verbunden. Dessen ungeachtet sind in den beiden vergangenen Dekaden erhebliche Fortschritte im Verständnis der Pathophysiologie und Pathogenese sowie der Diagnostik und Therapie erzielt worden.

    Die vorliegende Leitlinie ist ein Update und ersetzt die bisher gültige, 2016 publizierte Leitlinie zur Behandlung von Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie. Die Leitlinie betrifft entsprechend nicht Patienten mit nosokomialer Pneumonie bzw. solche mit Pneumonien unter schwerer Immunsuppression.  

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Diese Leitlinie verfolgt das Ziel, konsentierte Aussagen zur Diagnostik und therapeutischen Strategien bei Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie zu vermitteln.

    Die Leitlinienfassungen von 2009 und 2016 haben als Grundlage für das vorliegende Update weiterhin Bestand erhalten. Unverändert liegt ein besonderes Augenmerk auf zwei Problembereichen:

    Zum einen wird die ambulant erworbene Pneumonie prognostisch verglichen etwa mit akuten kardiovaskulären Erkrankungen wie z.?B. dem akuten Koronarsyndrom weiterhin deutlich unterschätzt. Es gilt die Vermutung, dass die unverändert hohe Letalität auch etwas mit der Unterschätzung dieser akuten Erkrankung zu tun hat. Auf diesem Hintergrund ist die Reduktion der Krankenhausletalität ein grundlegendes Ziel der Leitlinie. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Empfehlungen zur Implementierung der Leitlinie bzw. von sogenannten „Bündeln“ formuliert, die in jedem Krankenhaus individuell angepasst werden sollten.

    Da anderseits die ambulant erworbene Pneumonie in einem erheblichen Anteil der Patienten ein mögliches terminales Ereignis in einem hohen Lebensalter bei schwerer Komorbidität bzw. schlechter Funktionalität darstellt, stellt es eine besondere Herausforderung dar, möglichst früh das Therapieziel im Einklang mit dem Patienten zu bestimmen. Dazu will die Leitlinie Regeln und praktische Anleitungen bereitstellen.

    Entgegen der letzten Leitlinie wurden Empfehlungen zur Prävention nicht berücksichtigt, insbesondere deshalb, weil neue Impfstoffe gegen Pneumokokken in den kommenden Monaten vor der Zulassung stehen. Ein Einklang mit den dann erfolgenden Empfehlungen der STIKO wird dabei Entgegen der letzten Leitlinie wurden Empfehlungen zur Prävention nicht berücksichtigt, insbesondere deshalb, weil neue Impfstoffe gegen Pneumokokken in den kommenden Monaten vor der Zulassung stehen. Ein Einklang mit den dann erfolgenden Empfehlungen der STIKO wird dabei angestrebt. Die Empfehlungen zur Prävention sollen daher im Zusammenhang in einem gesonderten Dokument abgehandelt werden.