Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 001 - 043
Klassifikation S2k

Katastrophenmedizinische präklinische Behandlungsleitlinien

Anmeldedatum:

12.07.2019

Geplante Fertigstellung:

30.10.2021

Gründe für die Themenwahl:

Die medizinische Behandlung von Verletzten und Erkrankten (Patienten) in Großschadenslagen und Katastrophen ist sowohl für (Not-) Ärztinnen und Ärzte als auch für Rettungsfachpersonal und ehrenamtliche Katastrophenschutzkräfte eine große Herausforderung. Deutsche Leitlinien zur Versorgung von exponierten Personen in Katastrophenlagen existieren bislang nicht, bestehende Leitlinien beziehen sich auf die individualmedizinisch beste Behandlung definierter Krankheitsbilder. Die adäquate Patientenversorgung bei Großschadensereignissen, Katastrophen- oder Zivilschutzlagen mit teilweise nicht nutzbarer Infrastruktur stellt deshalb eine große Herausforderung für alle beteiligten Einsatzkräfte dar. Denn einerseits verfügen die einzelnen Helfergruppen (Ärzte, Rettungsdienstpersonal, Bevölkerungsschutzhelfer) zumeist nur über geringe praktische Erfahrung, sind aber andererseits höchsten emotionalen Belastungen ausgesetzt, da ein Mangel an personellen und materiellen Ressourcen herrscht. Vor diesem Hintergrund besteht der Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Rahmen eines Forschungsprojektes katastrophenmedizinische Behandlungsleitlinien und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, die auch für den Einsatz der Medizinischen Task Force (MTF) anwendbar sind. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel der Leitlinie ist die Erstellung von präklinischen Behandlungsleitlinien und Handlungsempfehlungen für katastrophenmedizinische Schadenslagen (inklusive der Versorgungsstufen 3 und 4) zur Sicherung der adäquaten medizinischen Versorgung von Verletzten, Erkrankten und Betroffenen als interdisziplinäre und bundesweit einheitliche Basis. Weiteres Ziel ist die Anwendbarkeit in den MTF-Einheiten des Bundes (Rahmenkonzept MTF, BBK 2018); als Handlungsempfehlung für die in der präklinischen Versorgung tätigen Ärztinnen, Ärzte, Rettungsdienstmitarbeiter, Bevölkerungsschutzhelferinnen und –helfer.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Annika Rohde

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Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI)Visitenkarte

Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie e.V. (DeGPT)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e.V. (DGPRÄC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin e.V. (DGV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Gesellschaft für KatastrophenMedizin e.V. (DGKM)

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Deutsches Rotes Kreuz - DRK e.V.

Malteser Hilfsdienst e.V.

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)

Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands e.V. (BAND)

Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr (Kdo SanDstBw)

Ökumenische Notfallseelsorge

Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)

Bundespolizei

Leitliniensekretariat:

Ursula Homberg

Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
Roritzerstraße 27
90419 Nürnberg

Tel.: (0911) 93378-28

Fax.: (0911) 3938195

e-Mail senden

Koordination:

Fr. Annika Rohde

Tel.: 06131/17 2636

e-Mail senden

Adressaten:

Präklinisch tätige Ärztinnen und Ärzte (in Rettungsdienst und Katastrophen- und Zivilschutz, Notärzte),

Rettungsdienstmitarbeiter, Bevölkerungsschutzhelferinnen und –helfer sowie Führungskräfte im Bevölkerungsschutz

(v.a. in der Medizinischen Task Force),

zur Information für Patienten und Angehörige

Versorgungssektor:

Präklinischer Versorgungsbereich

Präklinische Therapie

Ärztliche und nicht-ärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Bevölkerung Deutschland, die von einer katastrophenmedizinischen Lage betroffen ist

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Systematische Literaturrecherche, DELPHI-Prozess in den Arbeitsgruppen für die Unterthemen

Evaluation der vorläufigen Leitlinien/Anwendbarkeit mittels realitätsnaher Simulation (basierend auf MTF-Konzept)

Strukturierte Konsensus-Konferenz nach der Evaluation zur Konsentierung der Leitlinie

Gemäß AWMF Regelwerk, DELBI-Instrument

Ergänzende Informationen:

Verbindungen zu abgelaufenen/in Überarbeitung befindlichen Leitlinien wurden nicht erwähnt.

Steuerungsgruppe: DGAI, DIVI, DGKM und DGU

Folgende Fachgesellschaften und Organisationen wurden zur Beteiligung angefragt:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ), Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin e.V. (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V., Deutsche Gesellschaft für Medizinrecht e.V. (DGMR)

Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V., Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Fachausschuss Zivil- und Katastrophenschutz der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF Bund), Technisches Hilfswerk, Weißer Ring e.V., Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V., Bundespolizei

www.unimedizin-mainz.de/mtf