AWMF Veranstaltungshinweis

  • 24. August 2022
  • Veranstaltungshinweis: Wer soll intensivmedizinisch behandelt werden, wenn die Ressourcen nicht ausreichen? Beiträge aus wissenschaftlicher und Patient*innen-Perspektive - Öffentliche Diskussionsveranstaltung der AWMF – Online am 06.9.2022, 18.00-19.30

Daten: 06.09.2022, 18:00 bis 19:30 Uhr

 


Hintergrund:

 

Der veröffentlichte Gesetzentwurf zur sogenannten „Triage“ intensivmedizinischer Versorgung im Fall pandemiebedingter Ressourcenknappheit sorgt für kontroverse Diskussionen.  Besonders strittige Punkte sind neben der Anwendung des Kriteriums der Überlebenswahrscheinlichkeit auch die sogenannte „ex-post-Triage“. Dabei geht es um die Frage, ob die Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen bei sehr schlechter aktueller Überlebenswahrscheinlichkeit zugunsten der Behandlung von Menschen mit einer besseren Überlebenschance ethisch und rechtlich vertretbar ist.

 

Die Taskforce „COVID-19 Leitlinien“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat bereits am 22. Juli dieses Jahres mit breiter Unterstützung zahlreicher Fachgesellschaften Stellung zum Referentenentwurf genommen. Die Inhalte werden unterstützt durch eine weitere Stellungnahme von 16 ausgewiesenen Jurist*innen. 

 

Gegenstand der öffentlichen Veranstaltung ist ein Austausch mit Vertreter*innen von Patientenverbänden, Medizinethik, Rechtswissenschaften und Intensivmedizin insbesondere zu den derzeit kontrovers bewerteten Punkten der geplanten gesetzlichen Regelung. Die Veranstaltung richtet sich an die interessierte allgemeine Öffentlichkeit sowie Fach- und Medienvertreter*innen und soll zum Austausch der Argumente angesichts schwieriger Entscheidungen im Falle knapper Ressourcen im Verlauf der Pandemie und vergleichbaren Krisensituationen beitragen. 

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