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Diagnostik und Therapie der unilateralen spastischen Zerebralparese (LL-uCP)

1. Die Etablierung diagnostischer Algorithmen zur Abklärung der Ätiologie: Die fruehe Diagnosestellung stellt die Voraussetzung fuer Fruehinterventionen dar. Surveillance Programme sollen etabliert werden, um Spätfolgen (z.B. Skoliose, Hueftluxation) zuvermeiden bzw. fruehzeitig zu erkennen und ggf. zu intervenieren. Standards fuer Routine Checkups sollen definiert werden (apparative Untersuchungen, z.B. Röntgen, EEG u.a. sowie physiotherapeutische und neuropsychologische Testverfahren). Eingesetzt werden sollen standardisierte und validierte Klassifikationssysteme, um die Beeinträchtigung der Patient*innen besser zu beschreiben und die präzisere Indikationsstellung fuer konservative und operative Therapieverfahren zu ermöglichen. Darueber hinaus wird somit eine wichtige Grundlage fuer zukuenftige Studien zu Verbesserung der Evidenzlage geschaffen. 
2. Die Etablierung evidenzbasierter konservativer Therapieverfahren fuer die USCP und die Erarbeitung von Empfehlungen mit konkreter Indikationsstellung in den verschiedenen Lebensaltern: Beruecksichtigt werden sollen evidenzbasierte Ergotherapie- und Physiotherapieverfahren ebenso wie orthetische, logopädische, neuropsychologische und andere Verfahren.
3. Die Erarbeitung von Empfehlungen fuer die verschiedenen neuroorthopädischen Verfahren mit konkreten altersbezogenen Indikationsstellungen: Diese sollen sich an den Surveillance-Maßnahmen orientieren und in der Kombination eine Über- ebenso wie eine Unterversorgung vermeiden. Auch sollen durch den richtigen Zeitpunkt der Intervention Folgeschäden und größere Eingriffe vermieden werden.
Weitere Ziele:
- praxisrelevante Fragen höchster Priorität stellen
- Wissen ueber das evidenzbasierte Vorgehen vermitteln
- Forschungsluecken aufzeigen
- individuelle Diagnose- und Behandlungsstrategien auf Basis klinischer Entscheidungsregeln und evidenzbasierten Wissens definieren
- Empfehlungen fuer eine Vielzahl unterschiedlicher Fachrichtungen aussprechen und ihren Stellenwert innerhalb der klinischen Praxis definieren
- eine wirksame Umsetzungsstrategie dieser Empfehlungen unter Einbeziehung aller fuer die Beurteilung und Behandlung relevanten medizinischen und paramedizinischen Organisationen erarbeiten
- die Anwendung effektiver Behandlungen erhöhen und ineffektive Behandlungen reduzieren
- die individuelle Belastung durch die Behinderung verringern und die Lebensqualitäterhöhen
- die Ausuebung alltäglicher Aktivitäten und der Teilhabe zu Hause, in der Schule, bei derAusbildung, im Beruf und in der Freizeit verbessern
- den Zugang zu Leistungen, insbesondere bei der Gesundheitsversorgung, erleichtern
- das Bewusstsein der Gesellschaft fuer USCP schärfen

  • gültig bis: 13.10.2030

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