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AWMF spricht sich für Erhalt essenzieller Angebote von ZB MED aus

Berlin, 1. Dezember 2025 · Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) äußert sich in einem Positionspapier zur Relevanz essenzieller Angebote der Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED), insbesondere für den niedrigschwelligen Zugang von Forschungsergebnissen, aber auch weiteren Leistungen, die als erhaltenswert angesehen werden.

ZB MED hat sich nach eigener Darstellung von der klassischen Zentralen Fachbibliothek für den lebenswissenschaftlichen Bereich in Deutschland zu einer digitalen Wissensinfrastruktur transformiert, die valide, qualitätsgeprüfte und sichere Daten sowie Fachinformationen für Forschung, Praxis und KI bereitstellt. ZB MED ist in finanziellen Schwierigkeiten, da die Bundesregierung aus der Finanzierung ausgestiegen ist und Nordrhein-Westfalen eine Kürzung der Mittel angekündigt hat. ZB MED muss daher einen Teil ihrer Leistungen einstellen. Folgende Leistungen von ZB MED werden seitens der AWMF weiterhin für sehr wichtig erachtet:

  • Open-Access-Plattform German Medical Science (GMS):
    Flaggschiff ist das sehr erfolgreiche GMS Journal for Medical Education (JME).
    Das unkommerzielle Angebot führt dazu, dass preisgünstig, qualitätsgesichert und gut sichtbar Open Access publiziert werden kann. Dies sollte gestärkt werden.
  • Zugang von nicht-Universitätsangehörigen zu digital erfasster Literatur 
  • Zugang zu vorhandenen Beständen vor Ort
  • Elektronische Sicherung von Zeitschriften als fortlaufender Prozess mit weiterhin zugänglicher Langzeit-Archivierung, auch bei sich ändernden Datenformaten
  • Möglichkeit von Forschungskooperationen: ZB MED muss drittmittelfähig bleiben.

In gemeinsamer Trägerschaft durch Bund und Länder muss dafür gesorgt werden, dass die beschriebenen essenziellen Angebote in unserem Land erhalten und langfristig gesichert werden. Die beschriebenen Leistungen sind nationale Aufgaben. Ein Rückzug des Bundes aus der Finanzierung widerspricht der Logik zentraler wissenschaftlicher Infrastrukturen und überlastet das Land NRW unverhältnismäßig.

Weitere Informationen

Positionspapier der AWMF zu ZB MED

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