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Programm für Nationale Versorgungsleitlinien auf neuem Fundament

Berlin, 3. Februar 2025 · Kooperation der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften und des Instituts für Medizinisches Wissensmanagement (IMWi) der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) mit dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung geplant // AWMF, Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung sind ab 2025 Schirmherrinnen 

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) wird künftig die operative Koordination und Redaktion der Nationalen Versorgungsleitlinien (NVL) übernehmen. Dabei kooperiert das Zi mit dem Institut für Medizinisches Wissensmanagement (IMWi) der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und den wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften in der AWMF. Die Herausgeberschaft wird künftig gemeinsam wahrgenommen.

Die Koordination und Redaktion des NVL-Programms oblag bislang dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Nach der Auflösung des ÄZQ zum Ende letzten Jahres war intensiv nach einer Möglichkeit gesucht worden, das NVL-Programm neu aufzustellen. Seitens der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der AWMF wurde betont, dass das Programm in den Händen der in der AWMF vernetzten Fachgesellschaften und der ärztlichen Selbstverwaltung verbleiben müsse. Dies ist mit der operativen Umsetzung am Zi gewährleistet. Zi und AWMF wenden im Rahmen der Kooperation eigene Mittel auf. Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung fördern das NVL-Programm finanziell und werden gemeinsam mit der AWMF die Schirmherrschaft übernehmen. Die Unabhängigkeit der Arbeit der Leitliniengruppen bleibt dabei gewahrt. Die künftig in jährlichen Zyklen aktualisierten NVL werden, wie bisher, nach Abschluss der Konsensuskonferenz und vor der Veröffentlichung durch die beteiligten Fachgesellschaften beschlossen.

Die Arbeit soll aufgenommen werden, sobald alle rechtlichen Fragen abschließend geklärt sind. Dies betrifft auch die Internetseite des NVL-Programms www.leitlinien.de. Bis dahin sind die Leitlinien des NVL-Programms ausschließlich über das AWMF-Leitlinienregister register.awmf.org abrufbar.

Das NVL-Programm basiert auf einer im Jahr 2003 gegründeten Initiative für die Erstellung qualitativ hochwertiger medizinischer Leitlinien zu häufigen Erkrankungen. Der Fokus liegt auf der interdisziplinären und sektorenverbindenden Versorgung in Deutschland. Ehrenamtlich tätige Benannte einer Vielzahl medizinischer Fachgesellschaften und Patientenorganisationen erarbeiten dazu Empfehlungen für die Diagnostik und Behandlung von Volkskrankheiten wie etwa Diabetes, Bluthochdruck, Depression oder Kreuzschmerz.

Die zukünftigen Schirmherrinnen und Durchführenden des NVL-Programms danken den Mitarbeiterinnen des ÄZQ sowie dem Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats des ÄZQ, Prof. Dr. Martin Härter, für ihr bis zuletzt großes Engagement.

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