Leitlinien-Detailansicht

Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung

Registernummer 128 - 001OL
Klassifikation S3

Stand: 01.05.2015 (in Überarbeitung), gültig bis 30.04.2020

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung"
Langfassung der Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung"
Patientenleitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung"
Leitlinienreport
Evidenzbericht
Anmeldung Update
Short english version "palliative care for patients with incurable cancer"

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
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  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung"
    Langfassung der Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung"
    Patientenleitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung"
    Leitlinienreport
    Evidenzbericht
    Anmeldung Update
    Short english version "palliative care for patients with incurable cancer"

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Diese Leitlinie richtet sich an alle Ärzte und nichtärztlichen Versorger im Gesundheitssystem, die Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung behandeln. Die Leitlinie richtet sich außerdem an betroffene Patienten sowie deren Angehörige. Des Weiteren soll sie Kostenträgern und politischen Entscheidungsträgern zur Orientierung dienen.

    Patientenzielgruppe

    Die Patientenzielgruppe dieser Leitlinie sind Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung, bei denen das primäre Therapieziel die Verbesserung der Lebensqualität ist. Die in dieser Leitlinie formulierten Empfehlungen zu palliativmedizinischen Maßnahmen sind unabhängig von der Durchführung von tumorspezifischen Maßnahmen (z.B.Strahlentherapie, operative Verfahren, medikamentöse Tumortherapien), d.h. sie könnenalleine oder parallel zu tumorspezifischen Maßnahmen eingesetzt werden. 

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung soll für alle Versorgungsbereiche Gültigkeit haben. Das schließt den stationären und ambulanten Versorgungsbereich ein, sowie die allgemeine und spezialisierte Palliativversorgung.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)
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    Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)
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    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
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    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
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    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
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    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e. V.(DGGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP)
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    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.
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    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
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    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
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    Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)
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    Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)
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    Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
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    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)
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    Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF)
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    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
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    Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS)
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    Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)
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    Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
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    Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS), [assoziiert]
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    Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.
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    Akademie für Ethik in der Medizin e. V. (AEM)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitsgemeinschaft Aus-, Fort- und Weiterbildung der DGP (AG AFW)
    Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) der DDG und DKG (mit-federführend)
    Arbeitsgemeinschaft Ethik in der DGP (AG Ethik)
    Arbeitsgemeinschaft Forschung in der DGP (AG Forschung)
    Arbeitsgemeinschaft Hospiz- und Palliativerhebung in der DGP (AG HOPE)
    Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO
    Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM
    Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG
    Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO
    Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. (AUO) der DKG
    Deutsche Arbeitsgemeinschaft für psychosoziale Onkologie e.V., dapo
    Deutsche Bischofskonferenz
    Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC)
    Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e. V., DGF
    Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP)
    Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)
    Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V
    Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV)
    Deutscher Verband der Ergotherapeuten (DVE) e.V.
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)
    Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
    Bundesverband Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
    Kommission Leitlinien in der DGP (LL DGP)
    Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK
    Sektion weitere Professionen in der DGP (Sek Prof)
    Sektion Pflege in der DGP (Sek Pflege)
    Women's Health Coalition (WHC)
    Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker ADKA e.V.

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Office Leitlinienprogramm Onkologie c/o Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
    Kuno-Fischer-Straße 8
    14057 Berlin
    www.leitlinienprogramm-onkologie.de e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    PD Dr. Steffen Simon (Projektleitung) Uniklinik Köln
    Zentrum für Palliativmedizin
    Kerpener Str. 62
    50924 Köln

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Claudia Bausewein Klinikum der Universität München
    Campus Großhadern
    Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin
    Marchionistr. 15
    81377 München

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Raymond Voltz Uniklinik Köln
    Zentrum für Palliativmedizin
    Kerpener Str. 62
    50924 Köln
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Eine Leitlinie zum Thema Palliativmedizin ist klinisch sehr relevant, da sie 50% aller Tumorpatienten betrifft und ein Thema aufarbeitet, das die heutigen onkologisch Tätigen im Studium oder der Facharztausbildung nur unzureichend kennengelernt haben. Außerdem ist die wissenschaftliche Dynamik des Gebietes inzwischen so hoch, dass es schwer ist, auf dem aktuellen Kenntnisstand zu bleiben. Die Verbesserung der Versorgungsqualität sollte sich für die Betroffenen vor allem dadurch ausdrücken, dass (1) sie rechtzeitig die adäquate bedürfnisorientierte und vernetzte Versorgung angeboten bekommen,

    (2) sie in den häufigsten Symptomen nach dem Stand der Wissenschaft behandelt werden,

    (3) das Arzt-Patienten Gespräch angemessen verläuft und dadurch sich ändernde Therapieziele gemeinsam festgelegt werden können und dass

    (4) auch in der Sterbephase die Betreuung optimal ist. Jeder onkologisch Tätige muss in der Lage sein, den Patienten auch dann optimal weiterzubehandeln, wenn die tumorspezifische Therapie den Fortschritt der Erkrankung nicht aufhalten kann. In dieser Phase der Erkrankung ist der ganzheitliche und multiprofessionelle Ansatz der palliativmedizinischen Versorgung gefragt. Die vorliegende Leitlinie soll unabhängig von der Tumorentität den Stand der Wissenschaft des sich immer stärker differenzierenden Feldes der spezialisierten Palliativmedizin für jeden onkologisch Tätigen aufarbeiten und breit konsentieren.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Das Hauptziel dieser Leitlinieist die Verbesserung der Symptomkontrolle und der palliativmedizinischen Versorgung von Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkran-kung und ihren Angehörigen. Die Verbesserung der Versorgungsqualität soll dadurch erreicht werden, dass:

    •die den Bedürfnissen der Betroffenen entsprechende palliativmedizinische Versorgungsstruktur rechtzeitig angeboten wird (Kapitel Versorgungs-strukturen),

    •die häufigen Symptome nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft und klinischen Expertise behandelt werden (Kapitel Atemnot, Schmerz, Depres-sion, Obstipation),

    •die Gespräche mit Patienten und Angehörigen angemessen geführt und die Therapieziele gemeinsam festgelegt werden können (Kapitel Kommu-nikation),

    •die Betreuung in der Sterbephase angemessen und optimal erfolgen kann (Kapitel Sterbephase).

    Die Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung stellt Grundprinzipien der palliativmedizinischen Versorgung dar, die in organspezifischen Leitlinien repetitiv wären und/oder nicht ausführlich genug behandelt werden können. Die vorliegende Leitlinie äußert sich nicht zu tumorspezifischen Maßnahmen(z.B. Strahlentherapie, operative Verfahren, medikamentöse Tumortherapien), auch wenn diese mit dem primären oder sekundären Ziel der Symptomlinderung angewendet werden, sondern verweist diesbezüglich auf die organspezifischen Leitlinien, u.a. des Leitlinienprogramms Onkologie. Bezüglich psychoonkologischer Aspekte verweisen wir auch auf die S3-Leitlinie „Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung".