Leitlinien-Detailansicht

Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen

Registernummer 088 - 001
Klassifikation S3

Stand: 01.02.2018 , gültig bis 31.12.2022

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen"
Leitlinienreport

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Adressaten der Leitlinie sind Chirurgen, die adipositaschirurgische oder metabolischeEingriffe vornehmen, Ärzte mit Spezialisierung in der Behandlung der Adipositas undmetabolischer Störungen (vor allem entsprechend spezialisierte Internisten) sowieassoziierte Berufsgruppen wie Ernährungsfachkräfte und Mental Health Professionals.Zudem soll die Leitlinie als Information für Diabetologen, Endokrinologen, Hausärzte oderPsychiater etc. dienen, aber auch interessierten Patienten oder Entscheidungsträgern beiKrankenkassen zur Verfügung stehen.

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie bezieht sich auf Patienten nahezu jeglichen Alters mit Adipositas Grad II (BMI >35 kg/m², ICD-10 E66.01) und adipositasassoziierten Begleiterkrankungen sowie mitAdipositas Grad III (BMI > 40 kg/m², ICD-10 E66.02), für die eine adipositaschirurgische Therapie in Frage kommt. Bezüglich der metabolischen Chirurgie sind die Zielgruppe alle Patienten mit einem Diabetes mellitus Typ 2 und Adipositas Grad I oder größer (BMI > 30kg/m²).

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie bezieht sich sowohl auf den abulanten Bereich (Kapitel 4 Patientenauswahl und Indikation, Kapitel 7 Nachsorge) als auch auf den stationären Bereich (Kapitel 6perioperatives Management)
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG)
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    Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
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    Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V.
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    Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGE-BV)
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    Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie e.V. (DGPM)
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    Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
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    Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Adipositastherapie und metabolische Chirurgie (CA-ADIP) der DGAV
    Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD)
    Berufsverband Oecotrophologie e.V.
    Adipositaschirurgie-Selbsthilfe Deutschland e.V. (AcSDeV)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)
    Schiffbauerdamm 40
    10117 Berlin Tel.: 030 2345-8656-20 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Arne Dietrich Vorsitzender der Leitlinien-Komission
    Universitätsklinikum Leipzig AöR
    Klinik und Poliklinik für Visceral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie
    Liebigstr. 18
    04103 Leipzig
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Die Leitlinie versteht sich als Überarbeitung und Weiterentwicklung der bis 2015 gültigen deutschen Evidenz-basierten Leitlinie "Chirurgie der Adipositas" der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) von 2010 (AWMF Registernr. 088 - 001) und als Ergänzung und Konkretisierung der chirurgischen Aspekte der S3 Leitlinie "Therapie und Prävention der Adipositas" aus dem Jahre 2014 (AWMF Registernr. 050/001) und der S3 Leitlinie "Therapie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter" von 2009 (AWMF egisternr. 050/002) der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG).

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die Zahl adipositaschirurgischer und metabolischer Eingriffe hat in den letzten Jahren auch in Deutschland rasant zugenommen. Beigetragen haben dazu die Entwicklung neuer Techniken, die Minimierung der operativen Zugangswege, eine enorme Zunahme wissenschaftlicher Studien und die Erkenntnis, dass eine dauerhafte Gewichtsreduktion bei Adipositas Grad III meist nur mittels adipositas chirurgischer bzw. metabolischer Eingriffe erzielt werden kann.Das Ziel der Leitlinie ist die systematische Auswertung der Evidenz in der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur zur Effektivität adipositaschirurgischer Operationen, um Chirurgen, nachbetreuenden Berufsgruppen und Patienten Entscheidungshilfen bei der Therapie der Adipositas zu geben. Die Leitlinie versteht sich als Instrument zur Optimierung der Behandlung von Adipositas und metabolischen Erkrankungen (hier insbesondereDiabetes mellitus Typ 2). Prioritäres Ziel ist die Bewertung der medizinischen Effektivität adipositaschirurgischer Eingriffe im Sinne einer Vermeidung von adipositasbezogener Mortalität und Morbidität, aber auch einer Verbesserung der Lebensqualität. Aspekte der Effizienz und Ökonomie wurden mitberücksichtigt, waren aber nie primärentscheidungs bestimmend. Auch organisatorische und juristische Aspekte werden mitbetrachtet. Kein Gegenstand dieser Leitlinie sind ökonomische Aspekte, wie z.B. die Kosteneffektivitätder empfohlenen Operationsverfahren und mögliche finanzielle Auswirkungen durch die Umsetzung der in dieser Leitlinie gegebenen Empfehlungen.