Leitlinien-Detailansicht

Dentales Trauma bleibender Zähne, Therapie

Registernummer 083 - 004
Klassifikation S2k

Stand: 31.05.2015 , gültig bis 30.05.2019

13.05.2016: überarbeitete Dokumente ausgetauscht

Gründe für die Themenwahl:

Eine von allen Fachgesellschaften anerkannte Leitlinie zur Behandlung des dentalen Traumas in Deutschland gibt es derzeit nicht. Internationale Empfehlungen liegen von Seiten der IADT (International Association of Dental Traumatology, www.iadt-dentaltrauma.org) in aktualisierter Form vor (Andersson 2012; Diangelis 2012; Malmgren 2012), deren methodische Qualität jedoch unklar ist.

Zu Avulsionen permanenter Zähne bei Kindern existiert eine britische Leitlinie (Day 2012), die jedoch von nur zwei Autoren erstellt worden ist. Es ist weltweit bisher keine Leitlinie zum dentalen Trauma vorhanden, die auf Basis aktueller sowie akzeptierter Vorgaben und Kriterien (AWMF, SIGN) erstellt worden ist.

Zielorientierung der Leitlinie:

Mit der vorliegenden Leitlinie soll dem Zahnarzt eine Hilfestellung bei der Erst- und Weiterversorgung dentaler Traumata nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand gegeben werden. Behandlungsziele sind die Gewährleistung einer bestmöglichen und zeitnahen Versorgung dentaler Traumata zur Minimierung des Auftretens von Folgeschäden und Komplikationen. Dieses Vorgehen soll einen langfristigen Zahnerhalt ermöglichen.

Spezifische Ziele dieser LL sind die Erhöhung der Rate an Patienten, bei denen ein  Erhalt des traumatisierten Zahns erreicht werden kann, sowie eine Entscheidungshilfe zu einer angemessenen Indikationsstellung für  die kieferorthopädische, prothetische, endodontische oder implantologische Versorgung oder zur Zahntransplantation zu geben.

Diese Leitlinie umfasst nicht Verletzungen an Milchzähnen und die Behandlung komplexer Verletzungen des Gesichtsschädels.

  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Dentales Trauma bleibender Zähne, Therapie"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Anwenderzielgruppe sind Zahnärzte, Fachzahnärzte für Oralchirurgie und Kieferorthopäden und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen.

    Darüber hinaus soll die LL auch folgenden Gruppen zur Information dienen: Andere medizinische Berufsgruppen, die in die Trauma-Erstversorgung eingebunden sind (Ärzte in der Notaufnahme, insbesondere Kinder-und Jugendärzte, Allgemeinärzte, Notfallmediziner, Anästhesisten, Rettungsfachkräfte etc.) sowie Laienhelfer und Betreuungspersonen (z.B. Eltern, Erzieher, Lehrer, Übungsleiter in Sportvereinen).

    Patientenzielgruppe

     Diese Leitlinie betrifft alle Patienten mit unfallbedingten Verletzungen an bleibenden Zähnen im Wechsel- und/oder bleibenden Gebiss. 

    Versorgungsbereich

     Ersthilfe-Situationen, ambulante Versorgung, stationäre Versorgung 
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich (DGI)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien e.V. (DGPro)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutsche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGEndo)
    Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGFDT)
    Arbeitsgemeinschaft für Kieferchirurgie (AgKi)
    Arbeitsgemeinschaft für Röntgenologie (ARö) der DGZMK
    Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa, BDIZ EDI
    Bundesverband der Kinderzahnärzte (BUKiZ)
    Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, KZBV
    Zentrum Zahnärztliche Qualität, ZZQ
    Arbeitsgemeinschaft für Zahntrauma der ÖGZMK
    Berufsverband Deutscher Oralchirurgen, BDO
    Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V.
    Verband Deutscher Zertifizierter Endodontologen (VDZE)
    Bundeszahnärztekammer, BZÄK

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. Silke Auras, MPH Leitlinienbeauftragte der
    Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
    Liesegangstr. 17a
    40211 Düsseldorf e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Dr. Dirk Nolte Praxisklinik für MKG-Chirurgie
    Plastische Operationen
    Sauerbruchstraße 48
    81377 München - Großhadern Tel.: 089 / 7480 9999 Fax.: 089 / 7400 9135

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Dr. Hans Pistner FEBOMFS Leitlinienbeauftragter der DGMKG
    99094 Erfurt e-Mail senden
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Eine von allen Fachgesellschaften anerkannte Leitlinie zur Behandlung des dentalen Traumas in Deutschland gibt es derzeit nicht. Internationale Empfehlungen liegen von Seiten der IADT (International Association of Dental Traumatology, www.iadt-dentaltrauma.org) in aktualisierter Form vor (Andersson 2012; Diangelis 2012; Malmgren 2012), deren methodische Qualität jedoch unklar ist.

    Zu Avulsionen permanenter Zähne bei Kindern existiert eine britische Leitlinie (Day 2012), die jedoch von nur zwei Autoren erstellt worden ist. Es ist weltweit bisher keine Leitlinie zum dentalen Trauma vorhanden, die auf Basis aktueller sowie akzeptierter Vorgaben und Kriterien (AWMF, SIGN) erstellt worden ist.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Mit der vorliegenden Leitlinie soll dem Zahnarzt eine Hilfestellung bei der Erst- und Weiterversorgung dentaler Traumata nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand gegeben werden. Behandlungsziele sind die Gewährleistung einer bestmöglichen und zeitnahen Versorgung dentaler Traumata zur Minimierung des Auftretens von Folgeschäden und Komplikationen. Dieses Vorgehen soll einen langfristigen Zahnerhalt ermöglichen.

    Spezifische Ziele dieser LL sind die Erhöhung der Rate an Patienten, bei denen ein  Erhalt des traumatisierten Zahns erreicht werden kann, sowie eine Entscheidungshilfe zu einer angemessenen Indikationsstellung für  die kieferorthopädische, prothetische, endodontische oder implantologische Versorgung oder zur Zahntransplantation zu geben.

    Diese Leitlinie umfasst nicht Verletzungen an Milchzähnen und die Behandlung komplexer Verletzungen des Gesichtsschädels.