Leitlinien-Detailansicht

Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen bei Erwachsenen - Update 2018

Registernummer 082 - 006
Klassifikation S2k

Stand: 01.12.2017 , gültig bis 31.12.2021

Gründe für die Themenwahl:

Die parenterale Therapie bakterieller Erkrankungen ist aufgrund der hohen Morbidität und Mortalität durch bakterielle Infektionen, der Zunahme komplex kranker Patienten, der wachsenden Bedrohung durch resistente Erreger und der damit verbundene Notwendigkeit eines rationalen Einsatzes antibakterieller Chemotherapeutika ein außerordentlich wichtiges und fachübergreifendes Thema im Gesundheitswesen mit hohem Verbesserungspotential. Als interdis-ziplinäre Fachgesellschaft mit fachübergreifender, hochrangiger personeller Expertise sieht sich die Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie in der Pflicht, dieses wichtige Thema gemeinsam mit anderen hieran interessierten Fachgesellschaften zu bearbeiten und eine Querschnittsleitlinie in der Tradition vorangegangener Empfehlungen unter der Organisation der AWMF zu erstellen. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel der Leitlinie ist es, den aktuellen Kenntnisstand zu den wichtigsten Antibiotika für die kalkulierte parenterale Initialtherapie, zur Epidemiologie von Erregern und Resistenz, einschließlich medizinischer Maßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Resistenzentwicklung, zur Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von Antibiotika, einschließlich des therapeutischen Drug-Monitorings, zur Sicherheit und Verträglichkeit von Antibiotika und zur kalkulierten Antibiotika-Therapie bei allen wichtigen Infektionsentitäten, von den respiratorischen Infektionen über die Hals-Nasen-Ohreninfektionen, die intrabdominellen Infektionen, die gastrointestinalen Infektionen, die Infektionen der Niere und des Urogenitaltrakts, Haut-und Weichgewebeinfektionen, Knochen- und Gelenkinfektionen bis zur Sepsis, zur bakteriellen Endokarditis und der bakteriellen Meningitis sowie zu speziellen Situationen wie der Antibiotikatherapie des alten Menschen und der Therapie von Infektionen durch multiresistente Gramnegative Erreger auf Basis der wissenschaftlichen Evidenz zusammenzufassen, im Experten-Konsens zu bewerten und daraus Therapieempfehlungen für die Praxis zu geben. Die Leitlinie soll eine Handlungsanleitung für häufige Therapieentscheidungen darstellen und der Verbesserung der medizinischen Versorgung von Patienten mit bakteriellen Infektionen dienen, durch einen rationalen Antibiotika-Einsatz einen unnötigen Verbrauch vermeiden und damit die Selektion von Resistenzen minimieren sowie die evidenz-basierte Fort- und Weiterbildung zur Antibiotika-Therapie fördern und erleichtern

  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen bei Erwachsenen - Update 2018"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie wendet sich an Ärzte aller Fachrichtungen, die bakteriell bedingte Infektionen mit parenteralen Antibiotika behandeln oder Ärzte hierzu beraten. Sie soll zudem als Orientierung für Personen, Organisationen und Kostenträger sowie medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften und Berufsverbände dienen, die direkt oder indirekt mit diesem Thema in Verbindung stehen. Vertreter der Patienten waren in die Leitlinienerstellung nicht eingebunden, da keine für diese akuten Erkrankungen zuständigen Patientenorganisationen identifiziert werden konnten.

    Patientenzielgruppe

    Erwachsene Patienten mit Indikation für eine parenterale Therapie bakterieller Erkrankungen.

    Versorgungsbereich

    Ambulante, stationäre und teilstationäre Therapie in der primärärztlichen und spezialisierten Versorgung
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. (DGKH)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Berufsverband Deutscher Anästhesisten
    Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU)
    Österreichische Gesellschaft für antimikrobielle Chemotherapie (ÖGACH)
    Österreichische Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP)
    Österreichische Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (ÖGIT)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. med. Klaus-Friedrich Bodmann Klinik für Internistische Intensivmedizin und Interdisziplinäre Notfallaufnahme
    Klinikum Barnim GmbH
    Werner Forßmann Krankenhaus
    Rudolf-Breitscheid-Straße 100
    16225 Eberswalde Tel.: +49 (0) 3334 / 691 802 Fax.: +49 (0) 3334 / 691 912 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Dr. med. Klaus-Friedrich Bodmann

    Leitlinienkoordination:

    Dr. med. Béatrice Grabein

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Michael Kresken
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Die parenterale Therapie bakterieller Erkrankungen ist aufgrund der hohen Morbidität und Mortalität durch bakterielle Infektionen, der Zunahme komplex kranker Patienten, der wachsenden Bedrohung durch resistente Erreger und der damit verbundene Notwendigkeit eines rationalen Einsatzes antibakterieller Chemotherapeutika ein außerordentlich wichtiges und fachübergreifendes Thema im Gesundheitswesen mit hohem Verbesserungspotential. Als interdis-ziplinäre Fachgesellschaft mit fachübergreifender, hochrangiger personeller Expertise sieht sich die Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie in der Pflicht, dieses wichtige Thema gemeinsam mit anderen hieran interessierten Fachgesellschaften zu bearbeiten und eine Querschnittsleitlinie in der Tradition vorangegangener Empfehlungen unter der Organisation der AWMF zu erstellen. 

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Ziel der Leitlinie ist es, den aktuellen Kenntnisstand zu den wichtigsten Antibiotika für die kalkulierte parenterale Initialtherapie, zur Epidemiologie von Erregern und Resistenz, einschließlich medizinischer Maßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Resistenzentwicklung, zur Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von Antibiotika, einschließlich des therapeutischen Drug-Monitorings, zur Sicherheit und Verträglichkeit von Antibiotika und zur kalkulierten Antibiotika-Therapie bei allen wichtigen Infektionsentitäten, von den respiratorischen Infektionen über die Hals-Nasen-Ohreninfektionen, die intrabdominellen Infektionen, die gastrointestinalen Infektionen, die Infektionen der Niere und des Urogenitaltrakts, Haut-und Weichgewebeinfektionen, Knochen- und Gelenkinfektionen bis zur Sepsis, zur bakteriellen Endokarditis und der bakteriellen Meningitis sowie zu speziellen Situationen wie der Antibiotikatherapie des alten Menschen und der Therapie von Infektionen durch multiresistente Gramnegative Erreger auf Basis der wissenschaftlichen Evidenz zusammenzufassen, im Experten-Konsens zu bewerten und daraus Therapieempfehlungen für die Praxis zu geben. Die Leitlinie soll eine Handlungsanleitung für häufige Therapieentscheidungen darstellen und der Verbesserung der medizinischen Versorgung von Patienten mit bakteriellen Infektionen dienen, durch einen rationalen Antibiotika-Einsatz einen unnötigen Verbrauch vermeiden und damit die Selektion von Resistenzen minimieren sowie die evidenz-basierte Fort- und Weiterbildung zur Antibiotika-Therapie fördern und erleichtern