Leitlinien-Detailansicht

Diagnostik und Therapie der Lymphödeme

Registernummer 058 - 001
Klassifikation S2k

Stand: 23.05.2017 , gültig bis 22.05.2022

Adressaten

Die Leitlinie richtet sich an Vertreter aller Berufsgruppen und Fachdisziplinen, die an der Diagnostik, Therapie und Primärprävention des Lymphödems beteiligt sind (in alphabetischer Reihenfolge): Angiologie, Chirurgie, Dermatologie, Gynäkologie, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Lymphologie, Nuklearmedizin, Palliativmedizin, Phlebologie, Physikalische Medizin, Physiotherapie, Plastische Chirurgie, Radiologie, Rehabilitationsmedizin, Senologie.
Ebenso richtet sich die Leitlinie zur Information an Vertreter der Allgemeinmedizin und HNO-Heilkunde sowie Betroffene und Leistungserbringer (Krankenkassen).

Patientenzielgruppe

Die Zielgruppe umfasst Patienten beiderlei Geschlechts und aller Altersgruppen mit diagnostisch festgestelltem Lymphödem bzw. dem Verdacht auf Lymphödem.

Versorgungsbereich

Die Leitlinie beschreibt die ambulante und stationäre Versorgung.
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Diagnostik und Therapie der Lymphödeme"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen (GDL)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie richtet sich an Vertreter aller Berufsgruppen und Fachdisziplinen, die an der Diagnostik, Therapie und Primärprävention des Lymphödems beteiligt sind (in alphabetischer Reihenfolge): Angiologie, Chirurgie, Dermatologie, Gynäkologie, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Lymphologie, Nuklearmedizin, Palliativmedizin, Phlebologie, Physikalische Medizin, Physiotherapie, Plastische Chirurgie, Radiologie, Rehabilitationsmedizin, Senologie.
    Ebenso richtet sich die Leitlinie zur Information an Vertreter der Allgemeinmedizin und HNO-Heilkunde sowie Betroffene und Leistungserbringer (Krankenkassen).

    Patientenzielgruppe

    Die Zielgruppe umfasst Patienten beiderlei Geschlechts und aller Altersgruppen mit diagnostisch festgestelltem Lymphödem bzw. dem Verdacht auf Lymphödem.

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie beschreibt die ambulante und stationäre Versorgung.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen (GDL)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Anatomische Gesellschaft (AG)
    Visitenkarte
    Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. (DGA)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (DGPMR)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Phlebologie (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V.
    Visitenkarte
    Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutsche Gesellschaft für Lymphologie (DGL) (mit-federführend)
    Berufsverband der Lymphologen e.V. (BVL)
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)
    Deutschsprach. Arbeitsgemeinschaft f. Mikrochirurgie der Peripheren Nerven u. Gefäße
    Lymphselbsthilfe e.V.
    Österreichische Gesellschaft für Chirurgie
    Österreichische Gesellschaft für Lymphologie (OeGL)
    Österreichische Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation
    Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (OEGGG)
    Österreichische Gesellschaft für internistische Angiologie (ÖGIA)
    Österreichische Gesellschaft für Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung
    Österreichischer Verband für Gefäßmedizin
    Schweizerische Gesellschaft für Wundbehandlung
    Schweizerische Gesellschaft für Angiologie
    Schweizerische Gesellschaft für Phlebologie
    Verband Physikalische Therapie, Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe (VPT) e.V.

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. Michael Koller Zentrum für Klinische Studien
    Universitätsklinikum Regensburg
    D-93042 Regensburg Tel.: +49 941 944 5630 Fax.: +49 941 944 5632 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Dr. Michael Oberlin Földiklinik
    Rösslehofweg 2-6
    79856 Hinterzarten Tel.: +49 7652 124 121 Fax.: +49 7652 124 116 e-Mail senden
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Das Lymphödem ist eine chronische Erkrankung, die die Lebensqualität der Patienten und deren Teilhabe am privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Leben mitunter stark einschränkt (vgl. Texte und Literaturangaben der AGs 1, 4 und 7). Prävention, Diagnose und Therapie der Erkrankung erfordern eine multidisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit.
    Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Lymphödemen. Die Inzidenz des primären Lymphödems bei Geburt beträgt 1:6.000, die Prävalenz liegt bei unter 20-Jährigen bei 1:87.000. In den Industriestaaten wird die Inzidenz des sekundären Lymphödems zwischen 0,13 – 2 % angegeben, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer. Die Zahl der Betroffenen steigt mit dem Alter. Dabei ist die häufigste Ursache für sekundäre Lymphödeme in den Industriestaaten das Malignom und seine Behandlung. Darüber hinaus hat die Adipositas einen induzierenden und aggravierenden Einfluss auf das Lymphödem (vgl. Text und Literaturangaben der AG 1).
    Bislang gibt es eine S1-Leitlinie zum Lymphödem (AWMF Reg.-Nr. 058-001), die einer Verlängerung bedurfte. Die Leitliniengruppe hat sich für eine Aufwertung Richtung S2k entschieden. Dem methodischen Element der Konsensusfindung wurde besonderer Wert beigemessen, weil eine Vielzahl medizinischer Disziplinen in die Behandlung von Patienten mit Lymphödem eingebunden ist.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Durch die Darstellung von Diagnostik, konservative Therapie, chirurgische Therapie und Primärprävention soll der aktuelle Stand der Behandlung von Lymphödemen dargestellt werden. Gemäß der allgemein akzeptierten internationalen Definition versteht sich die vorliegende Leitlinie als „Handlungs- und Entscheidungskorridor“, von dem in begründeten Fällen abgewichen werden kann. Die Leitlinie soll helfen die Therapieziele umzusetzen, die vor allem darin bestehen, das Lymphödem zu reduzieren oder einen ödemfreien Zustand zu erreichen und so Lebensqualität sowie Teilhabe am sozialen Leben zu steigern.