Leitlinien-Detailansicht

Ohrenschmerzen

Registernummer 053 - 009
Klassifikation S2k

Stand: 01.11.2014 , gültig bis 31.05.2019

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel dieser Leitlinie ist es, eine qualitativ hochwertige hausärztliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Ohrenschmerzen durch eine sinnvolle und zweckmäßige Diagnostik sowie durch eine wirksame, evidenzbasierte, angemessene und kostengünstige Therapie sicherzustellen. Insbesondere sollen bei der akuten Otitis media Empfehlungen zur Notwendigkeit des Antibiotikaeinsatzes mit Blick auf einen möglichen Nutzen im Zusammenhang mit entstehenden Nebenwirkungen, eventuellen Resistenzentwicklungen und Kosten gegeben werden. Zielkriterien sind dabei vor allem:

•    eine Reduktion der Schwere und Dauer von Schmerzen und anderen Symptomen

•    eine Vermeidung von Komplikationen und Chronifizierungen

•    eine Vermeidung von Therapienebenwirkungen und Folgerisiken

  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Ohrenschmerzen"
    Interessenkonflikt-Erklärungen

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie richtet sich an Allgemeinärzte, Kinder- und Jugendmediziner und an Fachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Weiterhin dient sie Internisten, Phoniatern und Pädaudiologen sowie sonstigen in der Primärmedizin Tätigen zur Information.   

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie gilt für Kinder und Erwachsene, die mit Ohrenschmerzen die hausärztliche Versorgung in Anspruch nehmen. Sie legt besonderes Augenmerk auf die häufig vorkommende Mittelohrentzündung bei Kindern. Die Empfehlungen zur Behandlung derselben gelten für Patienten mit Ohrenschmerzen ohne komplizierende Begleitsymptome und -erkran­kungen. Entsprechend gelten die Empfehlungen nicht bei:

    •    Fieber bei Säuglingen

    •    Deutlich reduziertem Allgemeinzustand („septisches“ Aussehen, Bewusstseinseintrübung, Schocksymptome, Atemstörung)

    •    Persistierendem Erbrechen

    •    Meningismus, zerebralem Krampfanfall

    •    Fazialisparese oder anderen neurologischen Ausfällen

    •    Akuter Otitis media mit bereits eingetretenen Komplikationen

    •    Früherer Otitis mit ernsten Komplikationen, früherer Mastoiditis

    •    Z.n. Operation des Mittelohres, Trommelfellperforation, Paukenröhrchen

    •    Kraniofazialen und/oder komplexen Fehlbildungssyndromen, Chromosomenanomalien

    •    Bereits begonnener antibiotischer Therapie

    •    Angeborenen oder erworbenen Immundefekten

    Versorgungsbereich

    In dieser Leitlinie wird die ambulante hausärztliche Versorgung angesprochen.

  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektologie (DGPI)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.
    Visitenkarte

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. Anne Barzel DEGAM-Geschäftsstelle Leitlinien
    c/o Institut für Allgemeinmedizin
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Martinistraße 52
    20246 Hamburg
    Tel.: 040 / 7410-59769 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Dr. med. Hans-Michael Mühlenfeld (Bremen)

    Leitlinienkoordination:

    Dipl.Soz. Martin Beyer (Frankfurt am Main)

    Leitlinienkoordination:

    Dr. med. Hans-Otto Wagner (Hamburg)
  • Inhalte
    Zielorientierung der Leitlinie:

    Ziel dieser Leitlinie ist es, eine qualitativ hochwertige hausärztliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Ohrenschmerzen durch eine sinnvolle und zweckmäßige Diagnostik sowie durch eine wirksame, evidenzbasierte, angemessene und kostengünstige Therapie sicherzustellen. Insbesondere sollen bei der akuten Otitis media Empfehlungen zur Notwendigkeit des Antibiotikaeinsatzes mit Blick auf einen möglichen Nutzen im Zusammenhang mit entstehenden Nebenwirkungen, eventuellen Resistenzentwicklungen und Kosten gegeben werden. Zielkriterien sind dabei vor allem:

    •    eine Reduktion der Schwere und Dauer von Schmerzen und anderen Symptomen

    •    eine Vermeidung von Komplikationen und Chronifizierungen

    •    eine Vermeidung von Therapienebenwirkungen und Folgerisiken