Leitlinien-Detailansicht

Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen - interdisziplinäre Querschnittsleitlinie

Registernummer 032 - 054OL
Klassifikation S3

Stand: 11.11.2016 , gültig bis 10.11.2021

3.5.2017: redaktionell überarbeitete Langfassung eingestellt

Versorgungsbereich:

ambulante, teilstationäre, stationäre, rehabilitative Versorgung

Gründe für die Themenwahl:

Erst adäquate Supportive Therapie ermöglicht eine erfolgreiche, spezifische Krebstherapie. Sie behandelt und verhindert Komplikationen der Krebstherapie und der Erkrankung. Das Ziel der interdisziplinären Leitlinie sind deutschlandweit fach- und sektorübergreifend konsentierte Empfehlungen zu wichtigen Themen der Supportivtherapie in der Onkologie. Die Interdisziplinarität ermöglicht, dass in den anderen Organleitlinien nur die spezielle, kohortenspezifische Supportivtherapie beschrieben werden muss. Zudem werden unterschiedlich ausgelegte Standards der Supportivtherapie in den einzelnen LL vermieden. Ebenso sind zeitgleiche Aktualisierungen besser möglich, die dann allen Arbeitsgruppen verfügbar sind. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Mit der interdisziplinären Leitlinie Supportive Therapie wird die Grundlage für inhaltlich gezielte ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen geschaffen und damit eine Verbesserung bzw. Optimierung der Versorgung angestrebt. Durch formal konsentierte, klar verständliche und nachvollziehbare Empfehlungen können sowohl Ärzte und andere in die Therapie einbezogene Berufsgruppen, als auch die betroffenen Patienten bei medizinischen Entscheidungen unterstützt werden. Ziel ist eine flächendeckende Umsetzung einer multidisziplinären, qualitätsgesicherten und sektorenübergreifenden Versorgung des onkologischen Patienten in den Bereichen der Supportiven Therapie, deren systematische Berücksichtigung der Empfehlungen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung und in Qualitätsmanagementsystemen, sowie die systematische Berücksichtigung der Empfehlungen und daraus abgeleiteter Qualitätsindikatoren z.B. für Zertifizierungsverfahren von onkologischen Zentren.

  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen - interdisziplinäre Querschnittsleitlinie"
    Leitlinienreport
    Evidenzbericht

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    In die Behandlung von Krebspatienten involvierte Ärzte (z.B. Allgemeinmediziner, Chirurgen, Dermatologen, Gastroenterologen, Gynäkologen, Hämatologen, HNO-Ärzte, internistische Onkologen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Neurologen, Palliativmediziner, Pneumologen, Orthopäden, Radioonkologen, Urologen, Zahnärzte) sowie weitere Personen im Gesundheitswesen, die mit der Versorgung von onkologischen Patienten betraut sind. Damit umfassen die Anwendungsbereiche der Leitlinie den ambulanten und stationären Versorgungssektor. Weitere Adressaten sind:
    · Medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften und Berufsverbände
    · Qualitätssicherungseinrichtungen
    · Projekte auf Bundes-und Länderebene
    · Gesundheitspolitische Einrichtungen
    · Entscheidungsträger auf Bundes-und Länderebene
    · Kostenträger
    · Pharmazeutische Industrie
    · Öffentlichkeit zur Information über gute medizinische Vorgehensweise

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie richtet sich an die eigentlich Betroffenen, Patienten und deren Angehörige im Sinne der Partizipation und Förderung der Alltagsautonomie durch Information und Beratung. Supportive Therapie sollte begleitend zu jeglicher Therapie onkologischer Erkrankungen, also von Diagnosestellung und Erstgabe bis in die palliative Behandlung für Patienten aller Altersgruppen selbstverständlicher Baustein der Versorgung sein. Sie steht damit in einer Reihe mit den anderen Querschnittsleitlinien des Leitlinienprogramms Onkologie (S3-Leitlinie zur Psychoonkologie [http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Psychoonkologie.59.0.html] und S3-Leitlinie Palliativmedizin [http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Palliativmedizin.80.0.html]). Damit sind alle Patienten mit onkologischer Erkrankung sowie Selbsthilfeorganisationen wichtige Zielgruppen.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
    Visitenkarte
    Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. (DGOOC)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Osteologie e. V. (DGO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
    Visitenkarte
    Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)
    Visitenkarte
    Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.
    Visitenkarte
    Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS (mit-federführend)
    Deutsche Gesellschaft für Onkologische Pharmazie e.V. (DGOP)
    Deutsche Osteoonkologische Gesellschaft (DOG)
    Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (OeGHO)
    Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO)
    Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) der DDG und DKG (mit-federführend)
    Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO
    Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG
    Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO
    Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pharmazie (OPH) der DKG
    Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM
    Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG
    Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO
    Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. (AUO) der DKG
    Berufsverband Niedergelassener Hämatologen und Onkologen (BNHO)
    Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten e.V. (BVDST)
    Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Onkologie-Viszeralchirurgie der DKG, CAO-V
    Haus der Krebs-Selbsthilfe
    Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK
    Neuro-Onkologische Arbeitsgemeinschaft der DKG, NOA
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. med. Franziska Jahn Universitätsklinikum Halle/Saale
    Klinik für Innere Medizin IV
    Ernst Grube Str. 40
    06120 Halle e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Karin Jordan Universitätsklinikum Heidelberg
    Im Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
  • Inhalte
    Versorgungsbereich:

    ambulante, teilstationäre, stationäre, rehabilitative Versorgung

    Gründe für die Themenwahl:

    Erst adäquate Supportive Therapie ermöglicht eine erfolgreiche, spezifische Krebstherapie. Sie behandelt und verhindert Komplikationen der Krebstherapie und der Erkrankung. Das Ziel der interdisziplinären Leitlinie sind deutschlandweit fach- und sektorübergreifend konsentierte Empfehlungen zu wichtigen Themen der Supportivtherapie in der Onkologie. Die Interdisziplinarität ermöglicht, dass in den anderen Organleitlinien nur die spezielle, kohortenspezifische Supportivtherapie beschrieben werden muss. Zudem werden unterschiedlich ausgelegte Standards der Supportivtherapie in den einzelnen LL vermieden. Ebenso sind zeitgleiche Aktualisierungen besser möglich, die dann allen Arbeitsgruppen verfügbar sind. 

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Mit der interdisziplinären Leitlinie Supportive Therapie wird die Grundlage für inhaltlich gezielte ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen geschaffen und damit eine Verbesserung bzw. Optimierung der Versorgung angestrebt. Durch formal konsentierte, klar verständliche und nachvollziehbare Empfehlungen können sowohl Ärzte und andere in die Therapie einbezogene Berufsgruppen, als auch die betroffenen Patienten bei medizinischen Entscheidungen unterstützt werden. Ziel ist eine flächendeckende Umsetzung einer multidisziplinären, qualitätsgesicherten und sektorenübergreifenden Versorgung des onkologischen Patienten in den Bereichen der Supportiven Therapie, deren systematische Berücksichtigung der Empfehlungen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung und in Qualitätsmanagementsystemen, sowie die systematische Berücksichtigung der Empfehlungen und daraus abgeleiteter Qualitätsindikatoren z.B. für Zertifizierungsverfahren von onkologischen Zentren.