Leitlinien-Detailansicht

Zervixkarzinom; Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit ...

Registernummer 032 - 033OL
Klassifikation S3

Stand: 15.10.2014 , gültig bis 31.10.2019

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "Zervixkarzinom; Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit ..."
Langfassung der Leitlinie "Zervixkarzinom; Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit ..."
Patientenleitlinie "Gebärmutterhalskrebs"
Leitlinienreport
Evidenzbericht
Evidenzbericht CEB Teil 1
Evidenzbericht CEB Teil 2
Dia-Version

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Zervixkarzinom; Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit ..."
    Langfassung der Leitlinie "Zervixkarzinom; Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit ..."
    Patientenleitlinie "Gebärmutterhalskrebs"
    Leitlinienreport
    Evidenzbericht
    Evidenzbericht CEB Teil 1
    Evidenzbericht CEB Teil 2
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    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
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    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Empfehlungen der Leitlinie richten sich an alle Ärzte und Angehörige von Berufs­gruppen, die mit der ambulanten und/oder stationären Versorgung sowie Rehabilitati­on von Patientinnen mit Zervixkarzinom befasst sind, vor allem an Gynäkologen, Gynä­kologische Onkologen, Radiologen, Pathologen, Radioonkologen, Hämatoonkologen, Psychoonkologen und Pflegekräfte. Weitere Adressaten sind

    - Medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften und Berufsverbände,

    - Interessenvertretungen der Frauen (Frauengesundheitsorganisationen, Pati­enten- und Selbsthilfeorganisationen),

    - Qualitätssicherungseinrichtungen und Projekte auf Bundes- und Länder­ebene (z.B. AQUA, KoQK, ADT, GEKID, „“gesundheitsziele.de“),

    - Gesundheitspolitische Einrichtungen und Entscheidungsträger auf Bundes-und Länderebene, Kostenträger,

    - sowie die (Fach-) Öffentlichkeit zur Information über gute medizinische Vorgehensweise.

    Patientenzielgruppe

    Diese S3-Leitlinie richtet sich an alle Patientinnen, die an einem Zervixkarzinom (Ge-bärmutterhalskrebs) [inklusive mikroinvasive Läsionen/hochgradige Vorstufen, exklu­sive frühe Vorstufen/präinvasive Läsionen] erkrankt sind und an deren Angehörige. 

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie umfasst das gesamte Spektrum der Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom, inklusive der Patientin mit mikroinvasiven Läsio-nen/hochgradigen Vorstufen (exklusive der Patientin mit frühen Vorstufen/ präinvasiven Läsionen).

    Die primäre bzw. sekundäre Prävention ((Impf-) Prävention bzw. Früherkennung) des Zervixkarzinoms ist nicht mehr Bestandteil dieser Leitlinie, sondern wird in diesbezüg­lichen Leitlinien abgehandelt (S3-Leitlinie „Prävention des Zervixkarzinoms“ (AWMF-Registernummer 015/027OL), S3-Leitlinie „Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien“ (AWMF-Registrierungsnummer 082/002)).

    Der Anwendungsbereich der Leitlinie ist von sektorübergreifender Bedeutung. Sie um­fasst sowohl den ambulanten als auch den stationären Versorgungssektor und Rehabi­litation.

  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
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    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)
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    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
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    Deutsche Gesellschaft für Zytologie (DGZ)
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    Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie, AGO (mit-federführend)
    Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V. (ADT)
    Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM
    Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO
    Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie der DKG, AGO
    Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO
    Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG
    Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO
    Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS
    Arbeitsgemeinschaft Zervixpathologie und Kolposkopie der DGGG
    Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF)
    Berufsverband Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen in Deutschland e.V., BNGO
    Arbeitsgemeinschaft zytologisch tätiger Ärzte in Deutschland e.V. (AZÄD)
    Bundesarbeitsgemeinschaft leitender Ärztinnen und Ärzte in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe eV.
    Bundesverband Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
    Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Onkologie-Viszeralchirurgie der DKG, CAO-V
    Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)
    Konferenz Onkologische Kranken- und Kinderkrankenpflege (KOK)
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Office Leitlinienprogramm Onkologie c/o Deutsche Krebsgesellschaft e. V. Kuno-Fischer-Straße 8
    14057 Berlin
    www.leitlinienprogramm-onkologie.de e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. M. W. Beckmann (Erlangen)
    DGGG/AGO/DKG e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. P. Mallmann (Köln), AGO
  • Inhalte
    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die Ziele der S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Zervixkarzinoms“ wurden bei­behalten und ergänzt bzw. konkretisiert. Generell soll den onkologisch tätigen Ärzten in der Praxis und Klinik eine akzeptierte, möglichst evidenzbasierte Entscheidungshilfe für die Auswahl sowie Durchführung von geeigneten Maßnahmen zur Diagnostik und Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom zur Verfügung gestellt werden. Neben dem allgemeinen Ziel, die Versorgung von Patientinnen mit Zervixkarzinom durch die Optimierung der Diagnosekette und der stadiengerechten Therapie bei Erst­erkrankung, Rezidiv und/oder Metastasierung zu verbessern, sollen mit der neu er­stellten S3-Leitlinie die nachfolgenden konkreten Ziele erreicht werden:

    • Etablierung eines „Qualitäts-Standards“ als Basis für eine individuell zuge­schnittene, qualitativ hochwertige Therapie;
    • Verbesserung von Lebensqualität und mittel- und langfristige Senkung von Mortalität dieser Patientinnen durch Umsetzung der Empfehlungen dieser Leit­linie;
    • Flächendeckende Umsetzung einer multidisziplinären, qualitätsgesicherten und sektorübergreifenden Versorgung des Zervixkarzinoms, dabei auch kon­kretes Hinwirken auf Verbesserungen hinsichtlich einer bedarfsgerechten und qualitätsgesicherten psychosozialen Betreuung und Rehabilitation;
    • Unterstützung von Ärzten und Patientinnen in der Entscheidungsfindung bei medizinischen Entscheidungen durch formal konsentierte Empfehlungen;
    • Unterstützung der Einbindung der Patientinnen in Therapieentscheidungen un­ter Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse;
    • Schaffung einer Grundlage für inhaltlich gezielte ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen mit systematischer Berücksichtigung der Leitli- nienempfehlungen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung und in Qualitätsmana-gementsystemen;
    • Erhebung des Status quo der medizinischen Versorgung, insbesondere bezug-nehmend auf den Qualitätsindikator 6 (siehe Langversion) zur adjuvanten Ra-dio(chemo)therapie, da keine Daten existieren, wie viele Patientinnen stadiengerecht adjuvant mit einer kombinierten cisplatinhaltigen Ra-dio(chemo)therapie behandelt werden. Langfristig werden eine Reduktion der adjuvanten Therapien zugunsten einer primären Radiochemotherapie im Risi­kokollektiv bzw. eine unimodale Therapie angestrebt.
    • Berücksichtigung der Erkenntnisse aus Leitliniendisseminierung und der flä­chendeckenden Erfassung der leitlinienbasierten Qualitätsindikatoren in der Aktualisierung und Umsetzung der Leitlinie Unterstützung der Dokumentation von Epidemiologie und Verläufen von Ge-bärmutterhalskrebserkrankungen durch klinische Krebsregister
    • Systematische Berücksichtigung der Empfehlungen und daraus abgeleiteten Qualitätsindikatoren, Zertifizierungsverfahren von Genitalkrebszentren, Krebs­registern, der externen, vergleichenden Qualitätssicherung und Vereinheitli­chung der Dokumentationsanforderungen.

    Die Zielorientierung der Leitlinie beinhaltet die Information und Beratung von Frauen über die Diagnostik (klinisch wie auch apparatetechnisch oder operativ), die verschie­denen Therapieoptionen (Operation, Radiatio, medikamentöse Therapie) und insbe­sondere auch deren zeitlichen und modularen Kombinationen in den verschiedenen Stadien, das heißt frühen Stadien, fortgeschrittene Stadien beziehungsweise Palliativ-und metastasierte Situation. Auch die Behandlung seltener histologischer Subtypen soll thematisiert werden. Fokussiert wird auf Möglichkeiten zum Erhalt der Reproduktions­fähigkeit, die Rehabilitationsmaßnahmen, die Nachsorge, die Palliativtherapie und auch die Psychoonkologische Begleitung, die bei diesem Karzinom, welches das Sexualleben der Frauen dramatisch verändert, notwendig ist.

    Die Empfehlungen richten sich an behandelnde ärztliche Kolleginnen und Kollegen, Pflegeberufe und medizinische Partner, die in der Behandlung der Patientinnen mit Zervixkarzinom involviert sind. Betroffene und Ratsuchende und deren Familien sollen eine Orientierung haben.

    Darüber hinaus sollen die Informationen Grundlage der Interdisziplinären Tumorkonfe­renzen in den Gynäkologischen Krebszentren sein. Ferner sollen die Empfehlungen der Leitlinie systematisch Berücksichtigung finden bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung und in Qualitätsmanagementsystemen. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sind deshalb zu berücksichtigen und in die Leitlinie primär zu involvieren, wie aber auch kontinuierlich zu überarbeiten.

    Die Leitlinie soll dazu beitragen, eine angemessene Gesundheitsversorgung für Patien­tinnen mit Zervixkarzinom sicher zu stellen. Die Leitlinie soll neben dem Beitrag für ei­ne angemessene Gesundheitsversorgung auch die Basis für eine individuell zugeschnit­tene, qualitativ hochwertige Therapie bieten. Mittel- und langfristig sollen so die Mor­bidität und Mortalität der Patientinnen mit Zervixkarzinom gesenkt und die Lebensqua­lität erhöht werden.