Leitlinien-Detailansicht

Suizidalität im Kindes- und Jugendalter

Registernummer 028 - 031
Klassifikation S2k

Stand: 31.05.2016 , gültig bis 30.05.2021

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Suizidalität im Kindes- und Jugendalter"
Leitlinienreport
Interessenkonflikt-Erklärungen

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Suizidalität im Kindes- und Jugendalter"
    Leitlinienreport
    Interessenkonflikt-Erklärungen

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
    Ärzte für Kinder- und Jugendmedizin
    Ärzte für Kinderchirurgie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
    Ärzte für Allgemeinmedizin und Hausärzte
    Psychologen in Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Beratungsstellen

    Patientenzielgruppe

    Kinder und Jugendliche (0-18 Jahre) beiden Geschlechts, die suizidales Verhalten zeigen

    Versorgungsbereich

    Ambulante, teilstationäre und stationäre Versorgung; Versorgung in der niedergelassenen Praxis sowie im Krankenhaus
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
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    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
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    Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DÄVT)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Angehörige um Suizid e.V.
    Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ)
    Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland e. V. (BKJPP) (mit federführend)
    Bundesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Klinikärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e. V. (BAG)
    Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
    Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V., DGPs
    Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention
    Freunde fürs Leben e.V.
    Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. Katja Becker Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
    Universitätsklinikum Marburg & Philipps-Universität Marburg
    Hans-Sachs-Str. 6
    35039 Marburg e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Katja Becker

    Leitlinienkoordination:

    PD Dr. Paul L. Plener
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Suizidales Verhalten ist ein weit verbreitetes Phänomen unter Jugendlichen. In westlichen Industrienationen ist Suizid im Jugendalter (nach Unfällen) die zweithäufigste Todesursache bei den 15- bis 20jährigen und damit von hoher Relevanz. In Deutschland verstarben im Jahr 2014 insgesamt 28 Kinder und Jugendliche (davon 20 männlich) im Alter von 10 bis 15 Jahren durch Suizid, in der Altersgruppe der 15- bis 20jährigen waren es im selben Jahr 194 Todesfälle aufgrund von Suizid (davon 137 männliche Jugendliche und junge Männer) (Statistisches Bundesamt, 2016). Suizidgedanken kommen im Jugendalter (je nach Studie und Untersuchungsgruppe) bei jedem dritten Jugendlichen vor, Suizidversuche werden in einer europäischen Schülerstudie von 10% der 15- bis 16jährigen Schülern angegeben, in deutschen Schülerstudien liegen sie mit Angaben von 6,5 bis 8% nur knapp geringer.
    Auch wenn „Suizidalität“ ein Symptom und keine ICD-10-Diagnose darstellt ist das Thema von großer Bedeutung. In der DSM-5 wurde (APA 2013, dt. Ausgabe herausgegeben von Falkai & Wittchen, 2015) die „Suizidale Verhaltensstörung“ als Klinisches Erscheinungsbild mit weiterem Forschungsbedarf erstmalig in einem Klassifikationssystem definiert, so das hier künftige Studien mit dann einheitlicher Definition und damit weniger Überschneidung vom (nicht-suizidalem) selbstverletzenden Verhaltensweisen, selbstschädigendem Verhalten und suizidalen Verhalten bei der nächsten Überarbeitung der vorliegenden Leitlinie (LL) hilfreich sein dürften. Die aufgrund der vorliegenden Daten- und Studienlage nicht auf S3-Niveau abzubildende, sondern konsensusbasiert auf S2-Niveau erstellte Leitlinie wurde von derselben Leitliniengruppe erstellt wie die Leitlinie „Nicht-suizidale selbstverletzende Verhaltensweisen“. 

    Zielorientierung der Leitlinie:

    In dieser Leitlinie soll neben einer einheitlichen Klassifikation eine Darstellung der diagnostischen Optionen, sowie die aktuellen Erkenntnisse der Therapieforschung Eingang finden.
    Ziel dieser Leitlinie ist es, basierend auf der wissenschaftlichen Evidenz und einem interdisziplinären Konsens zur klinischen Behandlung in Punkten zu denen noch keinen Evidenz besteht, erstmalig Standards für Klassifikation, Diagnostik und Therapie zu schaffen.