Leitlinien-Detailansicht

Fetale Alkoholspektrumstörungen, FASD - Diagnostik

Registernummer 022 - 025
Klassifikation S3

Stand: 01.02.2016 , gültig bis 31.01.2021

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie " Fetale Alkoholspektrumstörungen, FASD - Diagnostik "
Langfassung der Leitlinie " Fetale Alkoholspektrumstörungen, FASD - Diagnostik "
Leitlinienreport

Verbindung zu themenverwandten Leitlinien

Federführende Fachgesellschaft

Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie " Fetale Alkoholspektrumstörungen, FASD - Diagnostik "
    Langfassung der Leitlinie " Fetale Alkoholspektrumstörungen, FASD - Diagnostik "
    Leitlinienreport

    Verbindung zu themenverwandten Leitlinien

    Federführende Fachgesellschaft

    Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    • Niedergelassene sowie ambulant oder in der Klinik tätige Ärztinnen und Ärzte derfolgenden Gebiete und Schwerpunkte: Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie, Neuropädiatrie, Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Suchtmedizin und des öffentlichen Gesundheitsdienstes einschließlich des SchulärztlichenDienstes.
    • Niedergelassene und in der Klinik tätige Kinder- und Jugendlichen
    • PsychotherapeutInnen sowie Diplom- und Master-PsychologInnen
    • Hebammen und Entbindungspfleger
    • SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, SozialhelferInnen
    • Sozialpädiatrische Zentren
    • FAS-Spezialambulanzen und -Spezialisten

    Zur Information für:

    • Physio-, Ergo- und SprachtherapeutInnen
    • Niedergelassene sowie ambulant oder in der Klinik tätige Ärztinnen und Ärzte der Allgemeinmedizin

    Patientenzielgruppe

    Kinder und Jugendliche mit Verdacht auf FASD.

    Versorgungsbereich

    Ambulant und stationär, Prävention, Früherkennung, Diagnostik
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
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    Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
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    Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin e.V. (GNPI)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-Sucht)
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    Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e.V.
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie e.V. (dg sps)
    Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin e.V. (DGS)
    Deutscher Hebammenverband (DHV)
    Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)
    Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ)
    Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V. (BVÖGD)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. med. Dipl.-Psych. Mirjam Landgraf Kinder- und Jugendärztin / Diplom- Psychologin
    Integriertes Sozialpädiatrischen Zentrum München (iSPZ München) des Klinikums der Universität
    Campus Innenstadt
    Dr. von Haunersches Kinderspital
    Lindwurmstraße 4
    80337 München Tel.: 089 / 552734-0 Fax.: 089 / 552734-222 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Dr. med. Dipl.-Psych Mirjam Landgraf

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Florian Heinen Direktor des Integrierten Sozialpädiatrischen Zentrum München (iSPZ München)
    des Klinikums der Universität
    Campus Innenstadt
    Dr. von Haunersches Kinderspital
    Lindwurmstraße 4
    80337 München Tel.: 089 / 5160-7851 Fax.: 089 / 5160-7745 e-Mail senden
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Die Fetale Alkoholspektrumstörung ist eine sehr häufige und vollständig vermeidbare Erkrankung durch intrauterine Alkoholexposition, die schwerwiegende und langfristige Schädigungen beim Kind sowie gesundheits- und gesellschaftspolitische Konsequenzen nachsich zieht.

    Bisher existiert international keine Leitlinie für die Diagnose der FASD, die die methodischen Voraussetzungen einer in Deutschland von der AWMF definierten S3-Leitlinie vollständig erfüllt. Eine canadische und drei amerikanische Leitlinien (siehe 2.1.2.) wurden identifiziert, die sich in einzelnen diagnostischen Kriterien unterscheiden. Alle bisherigen Leitlinien haben die vier diagnostischen Säulen: (1) Wachstumsauffälligkeiten, (2) faciale Auffälligkeiten, (3) ZNS-Auffälligkeiten und (4) Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft. Das am besten standardisierte Diagnostikinstrument, der 4-Digit Diagnostic Code, gewichtet die vier Diagnostik-Säulen jeweils auf einer 4-Punkt-Likert-Skala und beinhaltet einen Lip-Philtrum Guide, anhand dessen man zwei der drei für FAS und pFAS typischen facialen Merkmale gewichten kann. Der 4-Digit Diagnostic Code weist jedoch keine eindeutige Evidenzbasierung auf und ist aufgrund seiner Komplexität in der deutschen Praxis nicht einheitlich und nicht ausreichend etabliert.

    In Deutschland besteht die Notwendigkeit, standardisierte und transdisziplinäre diagnostischeKriterien für die Fetalen Alkoholspektrumstörungen zu definieren, die in der Praxis effektiv und unmissverständlich genutzt werden können.

    Das Bundesministerium für Gesundheit hat daher als ersten Schritt ein Projekt (STOP-FAS) zur Erstellung einer diagnostischen Leitlinie des Fetalen Alkoholsyndroms für Deutschland initiiert, das von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin angenommen und dessen Federführung der Gesellschaft für Neuropädiatrie übertragen wurde.

    Als zweiter Schritt wurde ein Folgeprojekt für die Ergänzung der S3-Leitlinie um einenExpertenkonsens für die Diagnostik des pFAS, der ARND und ARBD vom BMG unterstützt.Diese Projekte werden von Dr. med. Dipl.-Psych. Mirjam Landgraf und Prof. Dr. med.Florian Heinen im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-UniversitätMünchen (Abteilung für Pädiatrische Neurologie, Entwicklungsneurologie undSozialpädiatrie (integriertes Sozialpädiatrisches Zentrum, iSPZ Hauner) geleitet

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Das Ziel der vorliegenden Leitlinie ist die Entwicklung von Empfehlungen für relevante und praktisch anwendbare diagnostische Kriterien zur Bestimmung der Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) bei Kindern und Jugendlichen. Durch die festgelegten diagnostischen Kriterien soll das Störungsbild früh erfasst und eine entsprechende Therapie und Förderung des Kindes initiiert werden. Dadurch kann das Auftreten von Folgeerkrankungen oder Komorbiditäten von Kindern mit FASD vermindert werden. Die Gesundheitsdienste und die Bevölkerung in Deutschland sollen über die schwerwiegenden Folgen des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft aufgeklärt werden. Langfristigsoll die Prävalenz  von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und die Inzidenz von FASD in Deutschland reduziert werden.