Leitlinien-Detailansicht
Nosokomiale Pneumonie - Epidemiologie, Diagnostik und Therapie erwachsener Patienten
Stand: 01.10.2012 (in Überarbeitung), gültig bis 30.09.2017
23.08.2016: Gültigkeit der Leitlinie nach inhaltlicher Überprüfung durch das Leitliniensekretariat verlängert bis 30.09.2017
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Anmeldung UpdateFederführende Fachgesellschaft
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)Visitenkarte -
Anwender- & Patientenzielgruppe
Adressaten
Die Leitlinie wendet sich an alle im Krankenhaus tätigen Ärzte, die mit der Diagnostik und Therapie nosokomialer Pneumonien konfrontiert sind. Hierzu gehören Fachärzte für Anästhesiologie, Chirurgie, Innere Medizin, Intensivmedizin, Klinische Infektiologie, Klinische Mikrobiologie, Hygiene und Pneumologie, aber auch Ärzten anderer Fachgebiete, die Patienten mit nosokomialen Infektionen betreuen. Zugleich soll sie als Orientierung für Personen, Organisationen, Kostenträger sowie medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften und Berufsverbände dienen, die direkt oder indirekt mit diesem Thema in Verbindung stehen. Vertreter der Patienten waren in dem Erstellungsprozess nicht eingebunden, da Patientenorganisationen für diese akute Erkrankung nicht identifiziert werden konnten.Versorgungsbereich
Komplette Versorgung von Patienten mit nosokomiale Pneumonie -
Herausgeber & Autoren
Federführende Fachgesellschaft
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)VisitenkarteBeteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)VisitenkarteDeutsche Gesellschaft für Hygiene und MikrobiologieVisitenkarteDeutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI)VisitenkartePaul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)VisitenkarteDeutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)VisitenkarteDeutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)VisitenkarteDeutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)VisitenkarteDeutsche Sepsis-Gesellschaft e.V.VisitenkarteBeteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen
Robert Koch-Institut (RKI)Ansprechpartner (LL-Sekretariat):
Dr. Nina Hämäläinen Institut für Lungenforschung GmbH
Stralauer Platz 34
10243 Berlin
Tel.: 030 / 293-638 280 Fax.: 030 / 293-368 281 e-Mail sendenLeitlinienkoordination:
Prof. Dr. Klaus Dalhoff Medizinische Klinik III
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Lübeck
Ratzeburger Allee 160
23538 Lübeck e-Mail senden -
Inhalte
Gründe für die Themenwahl:
Die nosokomiale Pneumonie ist in Deutschland die häufigste hospitalerworbene Infektion, die mit einer hohen Morbidität und Mortalität einhergeht. Diagnostik und Therapie stellen hohe Ansprüche an die behandelnden Ärzte, die häufig interdisziplinär gelöst werden müssen. Das therapeutische Vorgehen hat erheblichen Einfluss auf die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen bei den ursächlichen Erregern. Die letzte nationale Empfehlung zu diesem Thema wurde von Experten der antragstellenden Fachgesellschaften 2003 publiziert. Die neue Leitlinie ist erforderlich um eine Standardisierung und Qualitätssicherung der Diagnostik und Therapie bei erwachsenen Patienten mit nosokomialen Pneumonien optimal und flächendeckend auf den aktuellen Forschungsergebnissen basiert zu gewährleisten.
Zielorientierung der Leitlinie:Diese Leitlinie verfolgt das Ziel, nationale Standards in der Diagnostik und Therapie der nosokomialen Pneumonie zu etablieren und die Versorgungsqualität der von dieser Erkrankung betroffenen Patienten zu optimieren. Insbesondere soll ein hohes Niveau adäquater Therapie sichergestellt werden. Gleichzeitig soll durch einen rationalen Antibiotikaeinsatz ein unnötiger Verbrauch von Antiinfektiva vermieden und damit die Selektion resistenter Erreger vermindert werden. Hierzu ist eine zielgerichtete Diagnostik erforderlich, die auch die Generierung von Daten über das lokale Erregerspektrum einschließt.
Die Prävention nosokomialer Pneumonien, der Umgang mit kontagiösen, vorwiegend ambulant erworbenen respiratorischen Virusinfektionen wie der Influenza sowie die Intensivtherapie schwerer Infektionen einschließlich des auf dem Boden einer Pneumonie entstandenen ARDS, werden nicht im Rahmen dieser Leitlinie behandelt. Hierzu wird auf die entsprechenden Leitlinien bzw. Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Sepsisgesellschaft verwiesen.
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