Leitlinien-Detailansicht

Arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchungen für Arbeitnehmern auf Offshore-Windenergieanlagen und anderen Offshore-Plattformen

Registernummer 002 - 043
Klassifikation S1

Stand: 27.02.2015 , gültig bis 26.02.2020

Gründe für die Themenwahl:

In Deutschland sind bisher keine entsprechenden Regularien oder Leitlinien vorhanden. Offshore-Arbeitsplätze, insbesondere Windenergieanlagen (WEA), erfordern eine besonders gute gesundheitliche Verfassung der Arbeitnehmer aufgrund der stark eingeschränkten medizinischen Erste-Hilfe und Versorgung in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Dies dient nicht nur der verminderten Eigengefährdung sondern auch der Vermeidung von Gefährdung von Kollegen, die Rettungsaktionen unter ungünstigen und selbstgefährdenden Bedingungen durchführen müssten. Die etablierten arbeitsmedizinischen Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen (z.B. G 25,G 41) sind für Offshore-Arbeitsplätze nur eingeschränkt anwendbar und erfahren keine internationale Anerkennung.

Zielorientierung der Leitlinie:

Für die internationale Anerkennung des Eignungszertifikates in den europäischen Nachbarländern ist eine im Konsens erstellte Leitlinie notwendig. Konsens muss insbesondere zwischen den Arbeitsmedizinern von Errichtern und Betreibern der  WEA bestehen, ergänzt durch arbeitsmedizinische Wissenschaftler und Vertreter der Unfallversicherungen. Die LL könnte dann die Anerkennung des  medizinischen zertifikates in den Nachbarländern, insbesondere NL, UK, NO ermöglichen, welches die gegenseitige Anerkennung von med. Eignungsuntersuchungen für Offshore-Mitarbeiter zwischen England, Niederlanden und Norwegen erlaubt.

  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchungen für Arbeitnehmern auf Offshore-Windenergieanlagen und anderen Offshore-Plattformen"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Arbeitsmediziner, die entsprechende Personengruppen betreuen

    Patientenzielgruppe

    Jede/r Mitarbeiter/in, der/die auf Offshore-Anlagen in der deutschen AWZ tätig werden

    Versorgungsbereich

    ambulant, Prävention,spezialisierte Versorgung
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM)
    Visitenkarte

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. Monika A. Rieger Ärztliche Direktorin
    Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung
    Universitätsklinikum Tübingen
    Wilhelmstraße 27
    72074 Tübingen Tel.: 07071 / 29-86809 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Dr. Alexandra M. Preisser Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und maritime Medizin
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Seewartstraße 10, Haus 1
    20459 Hamburg e-Mail senden
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    In Deutschland sind bisher keine entsprechenden Regularien oder Leitlinien vorhanden. Offshore-Arbeitsplätze, insbesondere Windenergieanlagen (WEA), erfordern eine besonders gute gesundheitliche Verfassung der Arbeitnehmer aufgrund der stark eingeschränkten medizinischen Erste-Hilfe und Versorgung in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Dies dient nicht nur der verminderten Eigengefährdung sondern auch der Vermeidung von Gefährdung von Kollegen, die Rettungsaktionen unter ungünstigen und selbstgefährdenden Bedingungen durchführen müssten. Die etablierten arbeitsmedizinischen Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen (z.B. G 25,G 41) sind für Offshore-Arbeitsplätze nur eingeschränkt anwendbar und erfahren keine internationale Anerkennung.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Für die internationale Anerkennung des Eignungszertifikates in den europäischen Nachbarländern ist eine im Konsens erstellte Leitlinie notwendig. Konsens muss insbesondere zwischen den Arbeitsmedizinern von Errichtern und Betreibern der  WEA bestehen, ergänzt durch arbeitsmedizinische Wissenschaftler und Vertreter der Unfallversicherungen. Die LL könnte dann die Anerkennung des  medizinischen zertifikates in den Nachbarländern, insbesondere NL, UK, NO ermöglichen, welches die gegenseitige Anerkennung von med. Eignungsuntersuchungen für Offshore-Mitarbeiter zwischen England, Niederlanden und Norwegen erlaubt.