Leitlinien-Detailansicht

Nervenlokalisation zur peripheren Regionalanästhesie

Registernummer 001 - 026
Klassifikation S1

Stand: 15.01.2015 , gültig bis 14.01.2020

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Nervenlokalisation zur peripheren Regionalanästhesie"
Interessenkonflikt-Erklärungen

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Nervenlokalisation zur peripheren Regionalanästhesie"
    Interessenkonflikt-Erklärungen

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

     Anästhesisten/-innen 

    Patientenzielgruppe

     Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Schwangere, Stillende, ältere Personen, Männer, Frauen, selten Einschränkung durch Ko-Morbiditäten 

    Versorgungsbereich

    • Ambulante Operationen Stationäre
    • operative Behandlung (Anästhesie)
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitskreis Ultraschall in Anästhesie und Intensivmedizin
    Arbeitskreis Regionalanästhesie und Geburtshilfliche Anästhesie

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dipl.-Sozialwirt Holger Sorgatz Geschäftsführer
    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
    Roritzerstraße 27
    90419 Nürnberg Tel.: 0911 933780 Fax.: 0911 3938195 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    PD Dr. Thorsten Steinfeldt Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie
    Baldingerstraße
    35033 Marburg
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Mit der Einführung der Sonographie als Technik zur Nervenlokalisation im Rahmen von peripheren Nervenblockaden haben sich viele Fragen und Diskussionen bei Anwendern und Experten zum fachgerechten Hergang der Nervenlokalisation und Injektion der Lokalanästhetika ergeben. Bisherige Verfahren (Nervenstimulation/Parästhesie-Technik) wurden durch Einsatz der Sonografie neu hinterfragt. Die Bedeutung, der Nutzen und der Einsatz der verschiedenen Verfahren zur Nervenlokalisation in der klinischen Praxis werden heute kontrovers diskutiert. Aus diesem Grunde erwarten klinische Anwender eine Empfehlungen/Leitlinie, die es vermag, forensisch relevante Fragen in diesem Rahmen zu beantworten.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die zu gestaltende Leitlinie ist von großer Relevanz in der täglichen klinischen Praxis für das Fachgebiet der Anästhesie. Ca. 10-30% aller Anästhesieverfahren sind periphere Nervenblockaden oder eine Kombination aus Allgemeinanästhesie und peripherer Regionalanästhesie. Somit werden in Deutschland jährlich ca. 2-4 Millionen Nervenblockaden durchgeführt.

    Die Komplikationsrate in Hinblick auf das Auftreten von transienten neurologischen Defiziten (Tage bis Monate) beläuft sich auf ca. 1-3%, während irreversible Nervenschädigungen (>1 Jahr) mit ca. 1-10/10.000 Fälle relativ selten vorliegen. Da die Patienten häufig elektiv operiert werden (Orthopädie) oder im Rahmen eines Traumas (Traumatologie) jung und mobil sind, ist neurologischen Komplikationen in diesem Zusammenhang eine große Relevanz zuzuordnen. Somit erklärt sich auch, dass Komplikationen nach Regionalanästhesieverfahren die zweithäufigste Ursache für Arzthaftungsklagen nach anästhesiologischer Behandlung darstellen. Auch wenn keine klinische Evidenz für eine Überlegenheit des einen oder anderen Verfahrens (Sonografie/Nervenstimulation) oder deren Kombination in Hinblick auf die Vermeidung von neurologischen Komplikationen vorliegt, so ermöglicht eine Empfehlung auf Basis von Expertenwissen zumindest eine Dokumentation und Nachvollziehbarkeit der ärztlichen Sorgfaltspflicht bei der Durchführung peripherer Nervenblockaden. Folgende Fragen ließen sich auf Grundlage der Leitlinie beantworten:

    • Darf die elektrische Nervenstimulation ohne parallele Verwendung der Sonographie zur Nervenlokalisation verwendet werden?
    • Wie ist eine sichere Kanülenspitzenlokalisation während der ultraschallgeführten Nadelplatzierung gewährleistet?
    • Dürfen Lokalanästhetika geplant intraneural appliziert werden?Wie sind die Nervenstimulation, die Sonographie und auftretende Parästhesien im Wachzustand gemeinsam zu nutzen?
    • Sind Nervenblockaden auch in Allgemeinanästhesie durchzuführen?

    Schlüsselwörter:

    Periphere Regionalanästhesie, Nerven-Lokalisation, Komplikationen, Ultraschall, elektrische Nervenstimulation,