Leitlinien-Detailansicht

Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen

Registernummer 001 - 020
Klassifikation S3

Stand: 31.07.2014 , gültig bis 31.07.2017

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen"
Langfassung der Leitlinie "Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen"
Leitlinienreport
Kitteltaschen-Version
Evidenztabellen
Intravascular volume therapy in adults

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen"
    Langfassung der Leitlinie "Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen"
    Leitlinienreport
    Kitteltaschen-Version
    Evidenztabellen
    Intravascular volume therapy in adults

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie wendet sich in erster Linie an Fachkräfte, die mit einem oder mehreren Aspektender Durchführung einer intravasalen Volumentherapie (Diagnostik, Wahl der Lösung, Therapiesteuerung)bei stationären Patienten im Sinne der o.g. Zieldefinition betraut sind. Dies trifftbesonders auf ärztliches und pflegerisches Personal zu.

    In zweiter Linie wendet sich die Leitlinie an Angehörige anderer medizinischer Berufsgruppensowie Patienten und deren Angehörige, die sich über die evidenzbasierte intravasaleVolumentherapie bei stationär behandelten Erwachsenen informieren möchten.

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie gilt für alle peri-interventionell oder intensivmedizinisch stationär behandelten Erwachsenen (>18 Jahre) mit einem Volumenmangel, deren Behandlung eine intravasale Infusionstherapieerfordert. Angesichts der Vielfalt der hier relevanten Patientenpopulationenund Krankheitszustände sowie der im klinischen Alltag nicht immer eindeutig diagnostizierbarenDefinition eines Volumenmangels kann die Leitlinie allgemeine Empfehlungen geben zurDiagnostik des Volumenmangels, zu Differenzialindikationen verschiedener Infusionslösungenund zu Verfahren der Therapiesteuerung. Spezifische Krankheitszustände und selektiertePatientenpopulationen – insbesondere Polytraumatisierte Patienten, Patienten mit infarktbedingtemoder septischem Schock werden in dieser Leitlinie nicht explizit adressiert, dahierzu spezifische Leitlinien vorliegen.

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie bezieht sich auf die stationäre peri-interventionelle oder intensivmedizinische Versorgung erwachsener Patienten.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)
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    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
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    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
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    Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)
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    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)
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    Deutsche Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI)
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    Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)
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    Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)
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    Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
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    Deutsche Sepsis-Gesellschaft e.V.
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU)
    Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. med. Gernot Marx Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care
    Uniklinik RWTH Aachen
    Pauwelstraße 30
    52074 Aachen e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Gernot Marx Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care
    Uniklinik RWTH Aachen
    Pauwelstraße 30
    52074 Aachen
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Die intravasale Volumen- und Flüssigkeitstherapie ist ein Grundpfeiler der stationären Behandlungerwachsener Patienten. Sie betrifft alle Bereiche und Situationen, in denen die oralebzw. enterale Flüssigkeitszufuhr den Flüssigkeitsbedarf nicht decken kann. Die erheblichequantitative Bedeutung der intravasalen Volumentherapie liegt in der Tatsache begründet,dass die überwiegende Mehrheit der ca. 20 Mio. jährlich in Deutschland [4] stationär behandeltenPatienten zumindest in Phasen ihres Krankenhausaufenthaltes eine intravasale Volumentherapieerhalten. Dies betrifft in besonderem Maße aber nicht ausschließlich perioperativebzw. peri-interventionelle Episoden, in denen Nüchternheit medizinisch indiziert ist,ferner Situationen in denen die enterale Flüssigkeitsresorptionsrate die notwendige Substitutionsrateunterschreitet, z. B. im Schock, bei großen Flüssigkeitsumsätzen im Rahmen großer Operationen oder bei reduzierter enteraler Resorption als Folge von anhaltendem Erbrechenoder schweren Durchfällen.

    Darüber hinaus ist durch einige multizentrische Studien der letzten Jahre eine intensive Diskussionum Nutzen und Schaden der bisherigen, pathophysiologisch fundierten Therapiekonzepteentstanden.

    Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat die großeBedeutung des Themas und die Verunsicherung der von ihr vertretenen Ärztinnen und Ärztezum Anlass genommen, mit dieser Leitlinie zu einer evidenzbasierten Volumentherapie beizutragen.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Das während der ersten Konsensuskonferenz einstimmig konsentierte Ziel der Leitlinie ist die Verbesserung der Versorgungsqualität bei der Volumentherapie von stationär behandeltenerwachsenen Patienten.

    Eine optimale Volumentherapie umfasst die richtige Indikationsstellung (Diagnose des Volumenmangels),die Applikation der richtigen Dosis (Steuerung der Volumentherapie) und dieWahl der am besten geeigneten Infusionslösung für den jeweiligen Patienten. Für jeden dieserdrei Bereiche gibt es konkurrierende Konzepte. Ziel der Leitlinie ist es, eine wirksame,richtig dosierte und Nutzen-Risiko-optimierte (d. h. effiziente) Volumentherapie auf der Basisder aktuellen Evidenz zu befördern, und dadurch Volumenmangelzustände bei erwachsenenPatienten in Kliniken aller Versorgungsstufen optimal zu behandeln.

    Die Leitlinie bezieht sich nicht auf die Verwendung von Infusionen bei Patienten ohne Volumenmangel (z. B. im Rahmen der parenteralen Ernährung, der Korrektur von Störungen des Elektrolyt-oder Säure-Basen-Haushaltes, der Nutzung von Infusionen als Trägerlösungen für die Medikamentenapplikation). Ebenfalls bezieht sich die Leitlinie nicht auf die Therapie mitBlutprodukten, hier verweist die Leitliniengruppe auf die entsprechende Querschnittsleitlinieder Bundesärztekammer.