Leitlinien-Detailansicht

Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin

Registernummer 001 - 012
Klassifikation S3

Stand: 31.08.2015 , gültig bis 30.08.2020

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin"
Langfassung der Leitlinie "Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin"
Patientenleitlinie "Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin"
Leitlinienreport
Evidenzbericht
Anhang Klinische Messinstrumente
Algorithmen
Interessenkonflikt-Erklärungen
Short Version: Management of delirium, analgesia and sedation in intensiv care medicine und deutsche Kurzfassung

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
Visitenkarte
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
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  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin"
    Langfassung der Leitlinie "Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin"
    Patientenleitlinie "Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin"
    Leitlinienreport
    Evidenzbericht
    Anhang Klinische Messinstrumente
    Algorithmen
    Interessenkonflikt-Erklärungen
    Short Version: Management of delirium, analgesia and sedation in intensiv care medicine und deutsche Kurzfassung

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
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    Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Behandelnde Ärzte, Pflegekräfte und Physiotherapeuten in einem intensivstationären Setting 

    Patientenzielgruppe

    Intensivstationäre Patienten

    Versorgungsbereich

    Anästhesiologische, internistische inkl. geriatrische, chirurgische incl. kardiochirurgische, neurologische und neurochirurgische, neonatologische und pädiatrische Intensivstationen, ICU, IMCU, CCU, PACU
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
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    Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
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    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
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    Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e.V.
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    Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)
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    Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)
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    Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
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    Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)
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    Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) [German Sleep Society] (DGSM)
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    Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)
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    Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.
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    Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin e.V. (GNPI)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e. V., DGF
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. Claudia Spies Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin
    Campus Virchow-Klinikum / Campus Charité Mitte
    Charité - Universitätsmedizin Berlin
    Augustenburger Platz 1
    13353 Berlin Tel.: 030 / 450 53 10 12 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Claudia Spies
    Prof. Dr. Christian Waydhas
    Dr. Anika Müller
    Dr. Björn Weiß
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Aktualisierung/Fortschreibung der bestehenden S3-Leitlinie Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin.)

    Das Management von Schmerz, Delir, Stress und Angst und Sedierung sind integrale Bestandteile einer intensivmedizinischen Behandlung und beeinflussen das Behandlungsergebnis maßgeblich. Die Weiterentwicklung von Konzepten und die neu verfügbare Evidenz macht eine Überarbeitung der bestehenden S3-Leitlinie in vielen Bereichen notwendig.

    Generell haben sich das Monitoring von Delir, Schmerz- und Sedierungsniveau mit validen Messinstrumenten und ein protokollbasiertes Vorgehen als entscheidende Maßnahmen herausgestellt, um die Behandlungsqualität und letztendlich das Behandlungsergebnis zu verbessern.

    2005 wurde für Deutschland die S2k-Leitlinie zur Analgesie und Sedierung in der Intensivmedizin eingeführt. Im gleichen Zeitraum stieg die Benutzung von Instrumenten zur Erfassung von Sedierungstiefe und Schmerzniveau im Jahr 2006 von 8%  auf  51% und die Benutzung von protokollbasierten Verfahren von 21 % auf 46%. Die Weiterentwicklung der Leitlinie erfolgte in Zusammenarbeit der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) mit der DGAI (Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin) und zehn weiteren beteiligten Fachgesellschaften. Ergebnis ist die 2010 veröffentlichte S3-Leitlinie „Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin“ in der über 670 Artikel berücksichtigt und bewertet wurden. Die Leitlinie bildet seitdem die evidente Handlungsgrundlage und den interdisziplinären Konsens von 12 Fachgesellschaften zur Analgesie, der Sedierung und dem Delirmanagement in der Intensivtherapie. Im Jahr 2013 wurde die US-Amerikanische Leitlinie „Clinical Practice Guidelines for the Management of Pain, Agitation and Delirium in Adult Patients in the Intensive Care Unit“ veröffentlicht und stellt damit eine der aktuellsten Leitlinien zur Thematik dar. Eine Adaptation der Leitlinienempfehlungen ist allerdings auf Grund von Strukturunterschieden und Unterschieden in der Praxis (z.T. wegen Verfügbarkeit von Medikamenten), nur eingeschränkt und für einen Teil der Empfehlungen möglich.

    Die Behandlung von Schmerzen, Angst, Stress, Agitation und Delir  ist wesentlicher Bestandteil einer intensivmedizinischen Therapie und verlangt höchste Aktualität. Ohne adäquate, patientenadaptierte Konzepte können zahlreiche zur Behandlung erforderliche invasive, diagnostische und therapeutische sowie pflegerische Maßnahmen nicht durchgeführt werden. Diese Konzepte haben sich seit der letzten Version der Leitlinie erheblich verändert. Zusätzlich ist eine Neuerarbeitung der Kapitel über spezielle Patientengruppen und Themen geplant. Eingeschlossen werden insbesondere Situationen/Patientengruppen, die sich in der klinischen Anwenderpraxis als relevant herausgestellt haben:

    - Monitoring von Stress, Angst und Schlaf

    - Sedierung bei Intra- und Interhospitaltransporten

    - Kardiochirurgische Patienten

    - Patienten mit extrakorporalen Herz- und Lungenersatzverfahren

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die Ziele der Leitlinien sind, eine möglichst hohe Qualität und Sicherheit in der Behandlung kritisch kranker Patienten zu gewährleisten:

    - Monitoring von Schmerzen und adäquate analgetische Behandlung der durch das Grundleiden und damit verbundener diagnostischer, therapeutischer und pflegerischer Maßnahmen hervorgerufene Schmerzen

    - Monitoring von Sedierung und kontrollierter Einsatz von Sedativa, sowie Anxiolyse und vegetative Abschirmung bei notwendigen Maßnahmen

    - Schlaffördernde Umgebungsbedingungen

    - Monitoring und Behandlung von Delir

    - Wache kooperative Patienten, die die intensivmedizinisch erforderlichen Maßnahmen tolerieren und im Rahmen ihrer Möglichkeit aktiv unterstützen (Ausnahmen: kritische klinische Situationen, wie z.B. Hypoxie, Schock, gesteigerter intrakranieller Druck)

    - Berücksichtigung der Qualitätssicherung und organisatorischer und juristischer Aspekte

     -Berücksichtigung spezieller Patientengruppen