Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 186 - 001
Klassifikation S2k

Transition von der Pädiatrie in die Erwachsenenmedizin

Anmeldedatum:

10.10.2017

Geplante Fertigstellung:

31.10.2018

Gründe für die Themenwahl:

Die Notwendigkeit für eine Transitionsleitlinie wird begründet dadurch, dass in Deutschland bei 13,7% der Jugendlichen ein besonderer Bedarf an Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung besteht. (Scheidt-Nave C, Ellert U et al. 2008) Etwa 40% der Patienten während des Übergangs von der Kinder- und Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin den Anschluss an eine entsprechende Spezialversorgung verlieren, (Walleg-hem N van, MacDonald CA et al. 2008) und im Rahmen von evaluierten Transitionsprogrammen mit einem Fokus auf Fallmanagement diese Quote um ca. 75% auf 11% der Patienten mit besonderem Versorgungsbedarf gesenkt werden konnte (Walleghem N van, MacDonald CA et al. 2008).

Zielorientierung der Leitlinie:

Diese Leitlinie soll Empfehlungen für die Transition von chronisch kranken Jugendlichen mit oder ohne speziellem Versorgungsbedarf. Geben. Sie wird allgemeiner Natur und nicht diagnosespezifisch sein. Es muss zwischen autonomen und nicht-autonomen Betroffenen differenziert werden.

Die Empfehlungen beziehen sich auf:

- organisatorische Abläufe

- administrative Prozesse

- medizinische  Versorgung

- medizinische Dokumentation

- unterstützende Prozesse und Programm

Ziel ist es, durch einen lückenlosen Übergang die kontinuierliche Versorgung sicher zu stellen und Therapieabbrüche zu verhindern. Damit sollen die Morbidität und Mortalität im Erwachsenenalter reduziert und die Lebensqualität sowie die gesellschaftliche Teilhabe verbessert werden. In dieser Leitlinie werden Standards definiert, welche die Qualität des Transitionsprozesses verbessern und sichern sollen.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. Lars Pape / Dr. rer. biol. hum. Martina Oldhafer, MA

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für TransitionsmedizinVisitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Nationales Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (NAMSE)

Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V.

Internationale Fördergemeinschaft rehaKIND e.V.

Leitliniensekretariat:

Kirsten Gerber

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Koordination:

Prof. Dr. med. Lars Pape / Dr. rer. biol. hum. Martina Oldhafer, MA

Adressaten:

 Kinder- und Jugendärzte, Internisten, Kinderchirurgen, Chirurgen 

Versorgungssektor:

Die Leitlinie wird für ambulante, teilstationäre und stationäre Versorgungsbereiche gelten (primärärztliche und fachärztliche Versorgung) und auch für Rehabilitation gelten.

Patientenzielgruppe:

Kinder- und Jugendliche sowie Adoleszente vor und nach Transition in die Erwachsenenmedizin

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Evidenz für eine gute Transition gibt es nicht. Auf Basis einer Literaturanalyse vorhandener fachspezifischer Transitionsrichtlinien und allgemeiner Transitionsrichtlinien aus dem Ausland sowie aufbauend auf Erfahrungen aus existierenden Deutschen Transitionsprogrammen (z.B. BTP, EMAH, Christiane-Herzog-Zentren, Endlich-Erwachsen, Kompas) soll eine Leitlinie entworfen werden. Diese wird dann in der Leitliniengruppe (Konsensuskonferenz) bestehend aus Experten verschiedener betroffener Fachgesellschaften diskutiert, adaptiert und dann konsertiert werden.

Ergänzende Informationen:

Es besteht theoretisch eine Verbindung zu allen AWMF-Leitlinien, die chronische Erkrankungen, die im Kindesalter beginnen, betreffen.  Dies gilt insbesondere für Leitlinien, die Bereits die Notwendigkeit von Transition erwähnen.

Oben sind die Fachgesellschaften genannt, die bereits eine Teilnahme zugesagt haben. Darüber hinaus wurden verschiedene pädiatrische und internistische Subfachgesellschaften angefragt, die auch schon teilweise zugesagt haben (z.B. DGfN, GPN, DGR,...). Da theoretisch fast alle Fachgesellschaften von Transition betroffen sind, steht die Teilnahme an der Leitlinienerstellung aus unserer Sicht allen AWMF-Mitgliedsgesellschaften frei.