Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 179 - 006
Klassifikation S2k

Schmerzen bei Querschnittlähmung

Anmeldedatum:

11.11.2016

Geplante Fertigstellung:

31.12.2017

Gründe für die Themenwahl:

Schmerzen stellen eine zentrale Komplikation im Gefolge von Querschnittlähmungen dar und werden in Abhängigkeit von der Schmerzart (neuropathisch vs. zumeist nozizeptiv) mit einer Prävalenz von 48 – 94 % angegeben. Sie haben in relevantem Ausmaß negativen Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen. Häufig bestehen sog. gemischt neuropathisch-nozizeptive Schmerzsyndrome, deren diagnostische Differenzierung und Einordnung häufig herausfordernd sind. In der Folge  können diese Schmerzsyndrome auch therapeutisch schwer zu adressieren sein.

Zielorientierung der Leitlinie:

Eine strukturierte Leitlinie mit entsprechenden Handlungsempfehlungen zu Diagnostik, Klassifikation und Therapie von Schmerzen bei Querschnittlähmung, welche vor dem Hintergrund bestehender Evidenz im Konsensus erarbeitet wird, kann die oft schwierige Behandlung querschnittassoziierter Schmerzsyndrome verbessern und so insgesamt zur Verbesserung der Lebensqualität zahlreicher  Betroffener Individuen mit erlittener Querschnittlähmung beitragen.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. med. Steffen Franz

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegie e.V.Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)Visitenkarte

Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. (DGOOC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (DGPMR)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland

Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische und unfallchirurgische Schmerztherapie (IGOST)

Schweizerische Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (SGSS)

Leitliniensekretariat:

Frau Ursula Wey

Klinik für Paraplegiologie
Schlierbacher Landstraße 200a
69118 Heidelberg

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Koordination:

Dr. med. Steffen Franz

Klinik für Paraplegiologie
Universitätsklinikum Heidelberg
Schlierbacher Landstraße 200a
69118 Heidelberg

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Adressaten:

Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten aller Fachdisziplinen (wie insbesondere Neurologen, Schmerztherapeuten, Orthopäden, orthopädische Chirurgen, Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin), die in die Behandlung von querschnittgelähmten Menschen eingebunden sind.

Versorgungssektor:

Diagnostik und Therapie von Schmerzen bei ambulanten und stationären, akut und chronisch querschnittgelähmten Individuen.

Patientenzielgruppe:

Erwachsene Individuen mit akut oder chronisch, komplett oder inkomplett erlittener Querschnittlähmung mit zusätzlich vorhandenem akutem oder chronischem Schmerzsyndrom (neuropathisch und nicht-neuropathisch)

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Formale Konsensfindung: Über den Weg einer Expertengruppe, bzw. eines Steuergremiums mit anschließender Konsensuskonferenz oder mittels DELPHI-Prozess. 

Ergänzende Informationen:

Mehta S, Teasell RW, Loh E, Short C, Wolfe DL, Hsieh JTC (2014). Pain Following Spinal Cord Injury. In Eng JJ, Teasell RW, Miller WC, Wolfe DL, Townson AF, Hsieh JTC, Connolly SJ, Noonan VK, Loh E, McIntyre A, editors. Spinal Cord Injury Rehabilitation Evidence. Version 5.0: p 1-79.
https://www.scireproject.com/rehabilitation-evidence/pain-management