Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 128 - 001OL
Klassifikation S3

Palliativmedizin

Anmeldedatum:

03.12.2010

Geplante Fertigstellung:

31.03.2014

Gründe für die Themenwahl:

Eine Leitlinie zum Thema Palliativmedizin ist klinisch sehr relevant, da sie 50% aller Tumorpatienten betrifft und ein Thema aufarbeitet, das die heutigen onkologisch Tätigen im Studium oder der Facharztausbildung nur unzureichend kennengelernt haben. Außerdem ist die wissenschaftliche Dynamik des Gebietes inzwischen so hoch, dass es schwer ist, auf dem aktuellen Kenntnisstand zu bleiben. Die Verbesserung der Versorgungsqualität sollte sich für die Betroffenen vor allem dadurch ausdrücken, dass (1) sie rechtzeitig die adäquate bedürfnisorientierte und vernetzte Versorgung angeboten bekommen, (2) sie in den häufigsten Symptomen nach dem Stand der Wissenschaft behandelt werden, (3) das Arzt-Patienten Gespräch angemessen verläuft und dadurch sich ändernde Therapieziele gemeinsam festgelegt werden können und dass (4) auch in der Sterbephase die Betreuung optimal ist. Jeder onkologisch Tätige muss in der Lage sein, den Patienten auch dann optimal weiterzubehandeln, wenn die tumorspezifische Therapie den Fortschritt der Erkrankung nicht aufhalten kann. In dieser Phase der Erkrankung ist der ganzheitliche und multiprofessionelle Ansatz der palliativmedizinischen Versorgung gefragt. Die vorliegende Leitlinie soll unabhängig von der Tumorentität den Stand der Wissenschaft des sich immer stärker differenzierenden Feldes der spezialisierten Palliativmedizin für jeden onkologisch Tätigen aufarbeiten und breit konsentieren.

Zielorientierung der Leitlinie:

Diese Leitlinie soll übergeordnete Grundprinzipien der palliativmedizinischen Versorgung darstellen, die in organspezifischen Leitlinien repetiv wären und /oder nicht ausführlich genug behandelt werden können. Die geplante palliativmedizinische Leitlinie wird sich nicht zu tumorspezifischen palliativen Interventionen wie Chemotherapie und Strahlentherapie äußern, sonder ggf. auf entsprechende organspezifische Leitlinien verweisen. Insgesamt soll mit dieser Leitlinie die Verbesserung der Symptomkontrolle und weiteren palliativmedizinischen Versorgung von Patienten mit weit fortgeschrittener Tumorerkrankung und damit ein hoher erwarteter gesundheitlicher Nutzen für Betroffene erreicht werden.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann, MPH, MSc

Office des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH,
Berlin

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS)Visitenkarte

Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS), [assoziiert]Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO

Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM

Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG

Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO

Deutsche Arbeitsgemeinschaft für psychosoziale Onkologie e.V., dapo

Deutsche Bischofskonferenz

Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC)

Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e. V., DGF

Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP)

Deutsche Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen, DVSG

Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V

Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV)

Deutscher Verband der Ergotherapeuten (DVE) e.V.

Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

Konferenz Onkologische Kranken- und Kinderkrankenpflege (KOK)

Women's Health Coalition (WHC)

Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten (ZVK) e.V.

Leitliniensekretariat:

Dr. Steffen Simon, MSc

Verena Geffe
Dr. A. Pralong
Uniklinik Köln
Kerpenerstr. 62
50937 Köln

Tel.: 0221 / 478 96537/8

Fax.: 0221 / 478 98581

e-Mail senden

Koordination:

Dr. Claudia Bausewein, PhD, MSc

 

Prof. Dr. Raymond Voltz

Adressaten:

Ärzte und nicht-ärztliche Versorger, die an der Versorgung von Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen beteiligt sind

Versorgungssektor:

Alle Versorgungsbereiche (stationär und ambulant)

Patientenzielgruppe:

Erwachsene Patienten mit fortgeschrittener Tumorerkrankung und begrenzter Lebenserwartung, bei denen das primäre Therapieziel die Verbesserung der Lebensqualität ist (palliativmedizinische Krankheitsphase, d.h. Fortschreiten der Erkrankung trotz krankheitmodifizierender Therapiemaßnahmen). Grundsätzlich können Patienten auch von einer palliativmedizinischen Betreuung und damit dieser geplanten Leitlinie profitieren, wenn sie noch krankheitsmodifizierende Therapien erhalten, aber gleichzeitig unter belastenden Symptomen leiden.

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Konsensuskonferenzen / Nominaler Gruppenprozess Evaluation der Publikationen nach Evidenz-Kriterien des Oxford Centre for Evidence-based Medicine (http://www.cebm.net)

Ergänzende Informationen:

Es handelt sich um eine übergreifende Leitlinie, die zusätzliche Informationen zu den einzelnen Organkrebsleiden liefern soll. Überschneidungen zu diesen werden vermieden, indem auch die Koordinatoren von Organkrebsleitlinien zur gemeinsamen Konsensuskonferenz mit eingeladen werden. Die Leitlinie wird explizit die Verbindungspunkte zu anderen onkologischen Leitlinien benennen und ausformulieren. Patientenvertreter sollen ebenfalls an der Erstellung der Leitlinie beteiligt werden. Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH (www.leitlinienprogramm-onkologie.de) Weitere Informationen über das Leitliniensekretariat