Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 086 - 005
Klassifikation S2k

Synovitis bei Hämophilie

Anmeldedatum:

03.04.2014

Geplante Fertigstellung:

30.06.2018

Gründe für die Themenwahl:

Im Rahmen der Hämophilie und den daraus resultierenden rezidivierenden Einblutungen in das Gelenk entwickelt sich eine chronische Entzündung der Synovia, die wiederum zu einer fortwährenden Zerstörung des Gelenkes bis hin zu einer schweren sekundären Arthrose führt. Es ist mittlerweile konsens, dass eine Einblutung und die Folge, eine chronische Synovitis, konsequent behandelt werden muss. Allerdings sind die Therapieansätze von Behandler zu Behandler unterschiedlich und teils konträr. Die Angabe in der Literatur zur Behandlung der Synovitis hierzu sind spärlich. Bislang gibt es noch keine systematische Auswertung der in der Literatur vorhandenen Daten.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es schätzungsweise 5000 Betroffene, das heißt an Hämophilie erkrankte mit zum Teil mehrfachen Gelenkblutungen im Jahr. 

Eine übergreifende Leitlinie ermöglicht es den behandelnden Ärzten und Physiotherapeuten, aber auch den Patienten, eine Gelenkblutung und Synovitis im Rahmen der Hämophilie frühzeitig, konsequent nach aktuellem Stand der wissenschaftlichen Evidenz zu erkennen und stadiengerecht zu behandeln. Hierdurch können die Entstehung von Spät- und Folgeschäden mit massiver Einschränkung der Lebensqualität reduziert werden.

Zielorientierung der Leitlinie:

Das Ziel der Leitlinie ist, den behandelnden Ärzten und Physiotherapeuten sowie den Patienten auf der Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Stands eine Leitlinie zur Definition, Epidemiologie, Pathogenese, Klinik, Diagnostik und Therapie zur Verfügung zu stellen. An Hand der Leitlinie sollte idealerweise die Versorgung der Hämophilie-Patienten verbessert und die Spätfolgen der Erkrankung minimiert werden. Unter Berücksichtigung sozio-ökonomischer Aspekte kann dies zu einer Kostenreduktion im Rahmen der Initialbehandlung aber auch im Rahmen der Vermeidung von Spätfolgen führen.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Priv. Doz. Dr. med. Björn Habermann

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. (DGOOC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Leitliniensekretariat:

Priv. Doz. Dr. med. Björn Habermann

Ltd. Oberarzt der Orthopädischen Klinik und Poliklinik
Universitätsmedizin Mainz
Langenbeckstrasse 1
55131 Mainz

Tel.: 06131 17 7302

Fax.: 06131 17 6612

e-Mail senden

Koordination:

Priv. Doz. Dr. med. Björn Habermann

 

Fr. Prof. Dr. med. Inge Scharrer (Stellv.)

Adressaten:

1. Ärzte der folgenden Fachrichtungen:

  • Hämostaseologie
  • Ärzte der folgenden Fachrichtungen:
  • Innere Medizin
  • Kinderheilkunde
  • Nuklearmedizin
  • Orthopädie
  • Pathologie
  • Radiologie
  • Rehabilitationswesen
  • Sportmedizin
  • Unfallchirurgie

2. Physiotherapeuten

3. Patienten

4. Kostenträger

5. Selbsthilfegruppen

Versorgungssektor:

  • Ambulant/stationär/teilstationär
  • Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation
  • Primärärztliche/spezialärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Patienten mit Hämophilie aller Altersgruppen

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

1. systematische Literaturanalyse, Anlage einer Literaturdatenbank, Evidenz-Graduierung der relevanten Literatur nach dem Schema des Centre for Evidence-based Medicine in Oxford

2. Konsensusfindung in der Gruppe

Ergänzende Informationen:

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien:

Unter den Suchbegriffen „Synovitis, Hämophilie, Hämarthros, Gelenkblutung, rheumatoide Arthritis“ fand sich keine Leitlinie, welche sich mit den einzelnen Themenbereichen beschäftigt oder schon teilweise entsprechende Empfehlungen ausgesprochen hat.