Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 082 - 003
Klassifikation S2e

Diagnose und Therapie invasiver Aspergillus-Infektionen

Anmeldedatum:

10.08.2012

Geplante Fertigstellung:

30.04.2017

Gründe für die Themenwahl:

Invasive Aspergillus Infektionen sind eine bedeutende Ursache für Morbidität und Mortalität bei Patienten mit Abwehrschwäche. Neue diagnostische Verfahren, neue Antimykotika und in jüngerer Vergangenheit abgeschlossene Therapiestudien machen eine systematischen Evaluation der klinischen Daten und Empfehlungen für die klinische Praxis erforderlich.

Zielorientierung der Leitlinie:

Erwachsene und pädiatrische Patienten mit Abwehrschwäche, einschliesslich Patienten mit hämatologischen Neoplasien, nach Blutstammzell- und solider Organtransplantation und mit HIV Infektion. Ziel ist die Umsetzung evidenzbasierter Diagnostik und Therapie in diesen Patientenpopulationen.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. Andreas H. Groll

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)Visitenkarte

Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft (DMykG)Visitenkarte

Leitliniensekretariat:

PD Dr. Werner Heinz

Universitätsklinikum Würzburg
Medizinische Klinik II, Schwerpunkt Infektiologie
Oberdürrbacher Straße 9
97080 Würzburg

Tel.: 0931 / 201-400 44

Fax.: 0931 / 201-640044

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Cornelia Lass-Floerl
Universitätsklinikum Innsbruck;
Prof. Markus Ruhnke,
Universitätsklinikum Charite, Berlin;
Prof. Oliver A. Cornely
Universitätsklinikum Köln

Adressaten:

Spezialisierte überwiegend fachärztliche Versorgung, überwiegend im stationären Bereich

Versorgungssektor:

Die Leitlinie wird ganz überwiegend für stationäre Patienten in einer spezialisierten Versorgungsform für die Bereiche Früherkennung, Diagnostik und Therapie entwickelt.

Patientenzielgruppe:

Erwachsene und pädiatrische Patienten mit Abwehrschwäche, insbesondere Patienten mit hämatologischen Neoplasien, nach Blutstammzell- und solider Organtransplantation und mit HIV Infektion.

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Bei dem vorgelegten Leitlinienprojekt handelt es sich um eine S2e-Leitlinie mit systematischer Recherche, Auswahl und Bewertung der Evidenz zu den als relevant identifizierten klinischen Fragestellungen. Dies beinhaltet: - eine systematische Suche nach Leitlinien zum gleichen Thema mit Prüfung der Übernahme bzw. Adaptation einzelner Empfehlungen.  - eine eigene Literaturrecherche mit standardisierter Methodik: o Quellen: MEDLINE (bis 09/2012) und Abstracts relevanter Kongresse (IDSA Meeting; ICAAC Meeting; ASH Meeting; ASCO Meeting) der letzten 2 Jahre (2010 bis 2012) o Suchbegriffe: Aspergillose jeweils kombiniert mit den Schlüsselwörtern der als relevant identifizierten klinischen Fragestellungen (z.B. Behandlung von Durchbruchsinfektionen: aspergillosis – breakthrough – treatment) - Festlegung der Auswahlkriterien für die Evidenz der Empfehlungen zu den als relevant identifizierten klinischen Fragestellungen entsprechend der Hierarchie der ‚Quality of Evidence‘ in drei Ebenen (I, II,III) auf der Basis des Vorhandensein der entsprechenden klinischen Evidenz - Bewertung der recherchierten und ausgewählten Evidenz  hinsichtlich ihrer methodischen Qualität (Level of Evidence) und Feststellung der Stärke der 'Evidenz' (Grade of Recommendation) in systematischer tabellarischer Form und Verknüpfung der Bewertung mit der zugrundeliegenden Literatur Der Austausch der Leitliniengruppe erfolgt über Internet und mindestens zwei formale Arbeitstreffen  mit Review der Empfehlungen zu den als relevant identifizierten klinischen Fragestellungen. Nach Abschluss der Arbeit der Leitliniengruppe und Erstellung der Leitlinie in Textform erfolgt ein externes Begutachtungsverfahren durch nicht an der Erstellung beteiligte und namentlich zu benennende Vorstandsmitglieder der beiden Fachgesellschaften und die Publikation der Leitlinie in einer Zeitschrift mit Begutachtungsverfahren. Die Leitlinie wird eine Angabe zur Gültigkeitsdauer enthalten (noch festzulegen); verantwortlich für die Aktualisierung der Leitlinie sind die Koordinatoren der Leitlinie; das Verfahren zur Aktualisierung der Leitlinie entspricht dem oben dargelegten einschliesslich der Überprüfung der Aktualität der klinischen Fragestellungen. Die Leitlinie wird Angaben zu ihrer Finanzierung sowie zu möglichen Interessenskonflikten aller Mitglieder der Leitlinien-gruppe enthalten.  Die Beschreibung des methodischen Vorgehens wird im Methodenteil der Leitlinie hinterlegt werden.

Ergänzende Informationen:

Beide anmeldenden Fachgesellschaften sind  interdisziplinäre Gesellschaften mit Fokus auf der antimikrobiellen Chemotherapie (PEG) bzw. der klinischen Mykologie (DMykG) Weitere Informationen gerne auf Anfrage