Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 043 - 042OL
Klassifikation S3

Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Peniskarzinoms

Anmeldedatum:

09.11.2017

Geplante Fertigstellung:

31.12.2019

Gründe für die Themenwahl:

Der Bedarf nach einer Erstellung einer S3 Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Peniskarzinoms“ begründet sich wie folgt:

  • Es ist erforderlich durch eine Erstellung einer hochwertigen, evidenzbasierten Leitlinie eine Vereinheitlichung der Patientenversorgung sowohl auf der Ebene der nationalen Zentren aber auch auf der Ebene der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Urologen, internistischen Onkologen, Strahlentherapeuten und Pathologen zu erreichen 
  • Gleichzeitig wird mit der Erschaffung des Leitliniendokuments eine Verbesserung der Versorgungsqualität angestrebt 
  • Als seltene Tumorentität mit schweren psychosozialen Folgen existiert wenig Expertise in allen Bereichen der Behandlung des Peniskarzinoms, daher ist der gesamte Ablauf von Diagnostik, Therapie und Nachsorge in die Leitlinie zu integrieren 
  • Die spärliche Datenlage zum Peniskarzinom macht ebenfalls eine evidenzbasierte Aufarbeitung der Studienergebnisse notwendig, um daraus Empfehlungen, die sowohl auf Evidenz wie auch auf Expertenkonsens basieren, für die klinische Praxis zu erarbeiten.

Zielorientierung der Leitlinie:

Durch die Erstellung der S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Peniskarzinoms“ soll die aktuelle Evidenz für den gesamten Behandlungsverlauf der Erkrankung zusammengefasst und bewertet werden.
Die auf dieser Grundlage erstellten Handlungsempfehlungen sollen eine qualitative Verbesserung der ärztlichen Behandlung aber auch der Versorgung der betroffenen Patienten herbeiführen.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann MPH, MSc

Office des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH
Berlin

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Österreichische Gesellschaft für Urologie

Schweizerische Gesellschaft für Urologie

Berufsverband Deutscher Pathologen

Berufsverband Deutscher Urologen e.V.

Deutsche Gesellschaft für Radiologie

Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. (AUO) der DKG

Arbeitskreis Schmerztherapie der DGU

Arbeitskreis Psychosomatische Urologie und Sexualmedizin der DGU

Arbeitskreis Schmerztherapie/Supportivtherapie/Lebensqualität/Palliativmedizin der DGU

Arbeitskreis Onkologie der DGU (AKO)

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS

Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO

Arbeitskreis Rehabilitation urologischer und nephrologischer Erkrankungen (AKR)

Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pathologie der DKG, AOP

Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Arbeitsgemeinschaft Tumorklassifikation in der Onkologie (ATO)

Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO

Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V.

Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS)

Leitliniensekretariat:

Dr. Stefanie Schmidt

UroEvidence
Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.
Nestorstr. 8-9 (1. Hof)
10709 Berlin

Tel.: 030-8870833-12

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Koordination:

Prof. Dr. med. Oliver Hakenberg

Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie
Universitätsklinikum Rostock
Schillingallee 35
18057 Rostock

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Adressaten:

Die Empfehlungen der S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Peniskarzinoms“ richten sich an alle Ärzte und Angehörige von Berufsgruppen, die mit der Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Peniskarzinoms befasst sind. Darunter fallen die beteiligten Ärztegruppen aus der Urologie, internistische Onkologie, Strahlentherapie und Pathologie.
Die Leitlinie soll außerdem den folgenden Institutionen zur Information über gute medizinische Vorgehensweise dienen: Medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften, Berufsverbände, Patientenvertretungen und Selbsthilfegruppen sowie Qualitätssicherungseinrichtungen und Institutionen auf Bundes- und Länderebene, wie zum Beispiel das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), die Bundesärztekammer (BÄK), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI), der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA), das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG), das Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), das Robert-Koch-Institut (RKI) sowie die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID), Zertifizierungseinrichtungen (z.B. OnkoZert), Kostenträger.

Versorgungssektor:

Die Empfehlungen der S3-Leitlinie betreffen alle Ärzte und Versorger, die an der Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Peniskarzinoms beteiligt sind.

Patientenzielgruppe:

Die S3-Leitlinie „Diagnose, Therapie und Nachsorge des Peniskarzinoms“ richtet sich an die betroffenen Patienten und Ihre Angehörigen in der Bundesrepublik Deutschland. 

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Die Strategie zur Recherche beinhaltet drei Vorgehensweisen. Zunächst die Recherche nach internationalen evidenzbasierten Leitlinien. Weiter die Systematische Recherche nach Metaanalysen und systematischen Reviews nach festgelegter Suchstrategie in Medline und der Cochrane Library. 
Die in den Recherchen gefundene Literatur wird nach zuvor von der Leitliniengruppe festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien ausgewählt. Die Qualitätsbewertung von Leitlinien erfolgt mittels des AGREE II-Instruments. Systematische Reviews und Metaanalysen werden mit dem AMSTAR-Instrument bewertet. Für Therapiestudien wird entweder das Cochrane Risk of Bias Tool (randomisierte kontrollierte Studien) oder die SIGN Checkliste (für Kohortenstudien, Fall-Kontroll-Studien) verwendet. Diagnostikstudien werden mit dem QUADAS-2 Instrument bewertet. Prognosestudien mit dem QUIPS oder dem PROBAST Instrument.
Die Bestimmung der Evidenzlevel erfolgt nach der Oxford Klassifikation von 2011 (OCEBM 2011) für die Studien, die nicht mit GRADE bewertet werden. Für die Qualitätsbewertung der Evidenz der Therapiestudien wird die GRADE Methodik (Guyatt 2008, Balshem 2011) verwendet. Diese bemisst sich an: Risk of Bias, Inkonsistenz, Indirektheit, fehlender Präzision und Publikationsbias. Die Empfehlungen und Statements werden auf Basis der Hintergrundtexte von den Arbeitsgruppen ausgearbeitet und dann in einer Online-Umfrage der gesamten Leitliniengruppe vorgelegt. Das Ergebnis der Online-Umfrage wird der Gruppe zur Vorbereitung der Konsensuskonferenz bereitgestellt. In der Konsensuskonferenz werden nur Empfehlungen und Statements mit Zustimmung <95% aus der Online-Befragung und mit Diskussionsbedarf (relevante inhaltliche Anmerkungen) erörtert und dann konsentiert. Die Konsensstärke wird gemäß dem AWMF Regelwerk definiert.

Ergänzende Informationen:

Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH
(www.leitlinienprogramm-onkologie.de)