Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 043 - 022OL
Klassifikation S3

Prostatakarzinom: Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien

Anmeldedatum:

04.08.2011

Geplante Fertigstellung:

31.05.2012

Gründe für die Themenwahl:

Das Prostatakarzinom ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung in Deutschland. Durch den demographischen Wandel und die zunehmende Lebenserwartung stellt es zudem eine wichtige gesundheitspolitische Herausforderung der Zukunft dar. Da die Prävalenz früher Stadien sehr hoch ist und die Erkrankung in ihrem frühen Stadium meistens nur sehr langsam fortschreitet, ist eine sachgerechte, an der wissenschaftlichen Evidenz orientierte Diagnostik und Therapie von großer Bedeutung für die Betroffenen und das Gesundheitssystem insgesamt. Da alle Therapieformen des Prostatakarzinoms mit Auswirkungen auf die Lebensqualität verbunden sind, kann eine Überdiagnose und Übertherapie sehr nachteilige Folgen und hohe Kosten verursachen. Umgekehrt ist eine zu spät erkannte Erkrankung für die Betroffenen oft mit jahrelangem Leiden und für das Gesundheitswesen mit hohen Therapiekosten verbunden. Die Weiterentwicklung der im Jahre 2009 veröffentlichten S-3 Leitlinie als „living guideline“ dient der ständigen Aktualisierung und Validierung der wissenschaftlichen Information auf dem Gebiet von Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Prostatakarzinoms.

Zielorientierung der Leitlinie:

Die interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms ist ein evidenz- und konsensbasiertes Instrument, um Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms zu verbessern. Männer und Ärzte sollen durch die Leitlinie bei der Entscheidung über Früherkennungsmaßnahmen unterstützt werden. Die Leitlinie soll dazu beitragen, eine angemessene Gesundheitsversorgung bei der Früherkennung sicherzustellen. Es ist weiterhin die Aufgabe der Leitlinie, dem Patienten (mit Verdacht auf Prostatakarzinom oder nachgewiesenem Prostatakarzinom) angemessene, wissenschaftlich begründete und aktuelle Verfahren in der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation anzubieten. Dies gilt sowohl für die lokal begrenzte oder lokal fortgeschrittene Erkrankung als auch bei Vorliegen eines Rezidivs oder von Fernmetastasen. Die Leitlinie soll neben dem Beitrag für eine angemessene Gesundheitsversorgung auch die Basis für eine individuell zugeschnittene, qualitativ hochwertige Therapie bieten. Mittel- und langfristig sollen so die Morbidität und Mortalität von Patienten mit Prostatakarzinom gesenkt und die Lebensqualität erhöht werden.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann MPH, MSc

Dr. Markus Follmann MPH, MSc
Office des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH, Berlin

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU)

Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten (BVDST)

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS)

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. med. Dr. h.c. M. Wirth

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Koordination:

Dr. Monika Nothacker, MPH

ÄZQ
Strasse des 17. Juni 106-108
10623 Berlin

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Adressaten:

Alle mit der Betreuung von Patienten mit Prostatakarzinom befaßten Berufsgruppen (in erster Linie Ärzte, aber auch Pflegepersonal und Physiotherapeuten u. ä.), alle potentiell Betroffenen (Männer über 18 Jahre), deren Angehörige, Vertreter der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Politik

Versorgungssektor:

- ambulant/stationär/teilstationär - Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation - primärärztliche/spezialisierte Versorgung

Patientenzielgruppe:

Alle Männer über 18 Jahre

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Konsensuskonferenzen / Nominaler Gruppenprozess Evaluation der Publikationen nach Evidenz-Kriterien des Oxford Centre for Evidence-based Medicine (http://www.cebm.net)

Ergänzende Informationen:

Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH (www.leitlinienprogramm-onkologie.de) Weitere Informationen über das Leitliniensekretariat