Leitlinien-Detailansicht
Angemeldetes Leitlinienvorhaben
Prostatakarzinom: Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien
04.08.2011
31.05.2012
Das Prostatakarzinom ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung in Deutschland. Durch den demographischen Wandel und die zunehmende Lebenserwartung stellt es zudem eine wichtige gesundheitspolitische Herausforderung der Zukunft dar. Da die Prävalenz früher Stadien sehr hoch ist und die Erkrankung in ihrem frühen Stadium meistens nur sehr langsam fortschreitet, ist eine sachgerechte, an der wissenschaftlichen Evidenz orientierte Diagnostik und Therapie von großer Bedeutung für die Betroffenen und das Gesundheitssystem insgesamt. Da alle Therapieformen des Prostatakarzinoms mit Auswirkungen auf die Lebensqualität verbunden sind, kann eine Überdiagnose und Übertherapie sehr nachteilige Folgen und hohe Kosten verursachen. Umgekehrt ist eine zu spät erkannte Erkrankung für die Betroffenen oft mit jahrelangem Leiden und für das Gesundheitswesen mit hohen Therapiekosten verbunden. Die Weiterentwicklung der im Jahre 2009 veröffentlichten S-3 Leitlinie als „living guideline“ dient der ständigen Aktualisierung und Validierung der wissenschaftlichen Information auf dem Gebiet von Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Prostatakarzinoms.
Die interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms ist ein evidenz- und konsensbasiertes Instrument, um Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms zu verbessern. Männer und Ärzte sollen durch die Leitlinie bei der Entscheidung über Früherkennungsmaßnahmen unterstützt werden. Die Leitlinie soll dazu beitragen, eine angemessene Gesundheitsversorgung bei der Früherkennung sicherzustellen. Es ist weiterhin die Aufgabe der Leitlinie, dem Patienten (mit Verdacht auf Prostatakarzinom oder nachgewiesenem Prostatakarzinom) angemessene, wissenschaftlich begründete und aktuelle Verfahren in der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation anzubieten. Dies gilt sowohl für die lokal begrenzte oder lokal fortgeschrittene Erkrankung als auch bei Vorliegen eines Rezidivs oder von Fernmetastasen. Die Leitlinie soll neben dem Beitrag für eine angemessene Gesundheitsversorgung auch die Basis für eine individuell zugeschnittene, qualitativ hochwertige Therapie bieten. Mittel- und langfristig sollen so die Morbidität und Mortalität von Patienten mit Prostatakarzinom gesenkt und die Lebensqualität erhöht werden.
Dr. Markus Follmann MPH, MSc
Dr. Markus Follmann MPH, MSc
Office des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH, Berlin
Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte
Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)Visitenkarte
Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)Visitenkarte
Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU)
Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten (BVDST)
Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS)
Prof. Dr. med. Dr. h.c. M. Wirth
Alle mit der Betreuung von Patienten mit Prostatakarzinom befaßten Berufsgruppen (in erster Linie Ärzte, aber auch Pflegepersonal und Physiotherapeuten u. ä.), alle potentiell Betroffenen (Männer über 18 Jahre), deren Angehörige, Vertreter der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Politik
- ambulant/stationär/teilstationär - Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation - primärärztliche/spezialisierte Versorgung
Alle Männer über 18 Jahre
Konsensuskonferenzen / Nominaler Gruppenprozess Evaluation der Publikationen nach Evidenz-Kriterien des Oxford Centre for Evidence-based Medicine (http://www.cebm.net)
Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH (www.leitlinienprogramm-onkologie.de) Weitere Informationen über das Leitliniensekretariat