Leitlinien-Detailansicht
Angemeldetes Leitlinienvorhaben
Diagnostik und Therapie des hepatozellulären Karzinoms
01.05.2009
31.12.2012
Nach Angaben des statistischen Bundesamtes gehört das Leberzellkarzinom zur sechst-häufigsten Krebstodesursache, bei Männern im Jahr 2006 mit 4.329 Fällen (3,8 %). Betrachtet man Männer und Frauen, so ergibt sich für 2006 das folgende Bild: Leberkarzinome stellen die neunt-häufigste Krebstodesursache dar mit 6.680 Fällen (3,1 %). Betrachtet man nun den Zeitverlauf von 1990 bis 2006, so zeigt sich hier eine Zunahme der Sterbefälle für das Leberzellkarzinom von 2.431 im Jahr 1990 auf 4.329 im Jahr 2006 für Männer, sowie von 1.791 für Frauen im Jahr 1990 auf 2.351 Fälle im Jahr 2006. Bisher gibt es für die Diagnostik und die Therapie des HCC keine S3-Leitlinie. Die Diagnostik und die Therapie des HCC erfordert jedoch ein äußerst diffiziles Vorgehen, da an der Diagnostik und der Therapie verschiedene Fachgruppen beteiligt sind. Die Diagnostik unterscheidet sich grundlegend von der aller anderer Tumorerkrankungen, so ist beispielsweise eine Histologie nicht zwingend erforderlich und die Diagnose allein durch bildgebende Verfahren möglich. Darüber hinaus ist die TNM Klassifikation für das HCC ungeeignet. Nur Berücksichtigung aller Fachgruppen kann ein optimales Therapiekonzept für einen Patienten etabliert werden. Damit stellt das HCC sicherlich eine besondere Tumorentität dar.
Folgende Themenkomplexe sollen in der Leitlinie abgedeckt werden: I. Prävention II. Diagnostik III. Klassifikation IV. Kurative Therapieverfahren V. Transarterielle Therapieverfahren VI. Systemische Therapien
Dr. Markus Follmann, MPH, MSc
für das OL-Programm von DKG, DKH und AWMF,
Office des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH
Berlin
Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)Visitenkarte
Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte
Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)Visitenkarte
Arbeitsgemeinschaft chirurgische Onkologie der DKG, CAOV
Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO
Arbeitsgemeinschaft supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS
Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie, DeGIR
Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK
Prof. Dr. Tim Greten
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie & Endokrinologie
Medizinische Hochschule Hannover,
Carl Neuberg Str. 1,
30625 Hannover
Prof. Dr. Tim Greten
Alle beteiligten Ärzte (insbesondere Fachärzte), die Patienten mit chronischen Lebererkrankungen, Verdacht auf hepatozellulären Karzinomen sowie diagnostiziertem HCC ambulant und/oder stationär behandeln, inkl. Fachärzte für Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie, Onkologie, Radiologie, Chirurgie, Palliativmedizin, Pathologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie sowie onkologisch tätige Pflegekräfte.
Die Leitlinie ist als S3-Leitlinie sektor- und fachübergreifend angelegt.
Methodik entsprechend des AWMF-Regelwerkes. Konsensuskonferenzen, systematische Suche nach und Aufarbeitung der "Evidenz".
Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH (http://www.krebsgesellschaft.de/wub_dkg_leitlinienprogramm_onkologie,101477.html, externer Link)