Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 030 - 139
Klassifikation S2k

Enzephalitiden und Myelitiden: autoantikörperassoziierte und paraneoplastische, immunvermittelte

Anmeldedatum:

29.04.2015

Geplante Fertigstellung:

30.09.2017

Gründe für die Themenwahl:

Die bisherige Trennung in „paraneoplastische neurologische Syndrome“ und „Immunvermittelte Erkrankungen der grauen ZNS-Substanz sowie Neurosarkoidose“ erscheint aufgrund der Erkenntnisse der letzten Jahre nicht mehr zeitgemäß und nicht der Versorgungsrealität entsprechend. Sinnvoller erscheint den federführenden Autoren der bisherigen Leitlinien hier eine Zusammenfassung der antikörperassoziierten, neurologischen Enzephalitiden und Myelitiden unabhängig davon, ob die Ätiologie paraneoplastisch, idiopathisch oder postinfektiös ist. Diese Zusammenfassung wird auch der zunehmenden methodischen und interpretatorischen Komplexität der Antikörpertestung gerecht. Eine S2k-Leitlinie mit einer großen und interdisziplinär besetzten Leitlinienredaktion würde daher eine Versorgungslücke in der Neurologie schließen. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Diagnostik und Therapie antikörperassoziierter und paraneoplastischer Enzephalitiden und Myelitiden im Kindes-, jugend- und Erwachsenenalter im ambulanten, stationären und rehabilitativen Umfeld.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Frank Leypoldt

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Österreichische Gesellschaft für Neurologie (ÖGN)

Schweizerische Neurologische Gesellschaft (SNG)

Deutsche Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie e.V.(DGLN)

Deutsche Gesellschaft für Neurorehabilitation

Deutsches Netzwerk zur Erforschung der autoimmunen Enzephalitis

Anti NMDA Rezeptor Enzephalitis Selbsthilfegruppe

Leitliniensekretariat:

Dr. Frank Leypoldt

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Koordination:

Dr. Frank Leypoldt

Adressaten:

Neurologen, Neuropädiater, Rehabilitationsmediziner

Versorgungssektor:

ambulant und stationär. 

Patientenzielgruppe:

Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Strukturiertes Delphi-Verfahren mit einem Online-Tool der DGN (www.guideline-services.de):

Schritte:

1.         Zusammenstellung der Leitlinienredaktion (Vorschlag der genauen Zusammensetzung im Word-Dokument anbei).

2.         Anmeldung bei der AWMF (April 2015)

3.         Zusammenführung der bestehenden Leitlinien und Strukturierung in einzelne Empfehlungen/Aussagen durch die bisherigen federführenden Autoren (Leypoldt & Bien)

4.         Versand an die Redaktionsmitglieder

5.         Anonymisierte Abstimmung und Kommentierung jeder Empfehlung/Aussage durch die Redaktionsmitglieder mithilfe eines elektronischen Fragebogens.

6.         Zusammenfassung der Abstimmungsergebnisse und Kommentare durch den federführenden Autor

7.         Erneute Zirkulation und Schritte 2-5.

8.         Fortführung der Befragungsrunden bis zum Erreichen einer Gruppenantwort (Konsens oder begründeter Dissens)

9.         Schriftliche Zusammenführung der Aussagen und Leitlinienmethodik und Zirkulation.

10.       Zirkulation der Leitlinie an Mitglieder des Deutschen Netzwerkes zur Erforschung von Autoimmunen Enzephalitiden (GENERATE) im Sinne einer Pilotphase.

11.       Sammeln der Rückmeldungen und finale Abstimmung etwaiger Kommentare aus Schritt 8 mit den Mitgliedern der Redaktion.

12.       Begutachtung der Leitlinie durch Gutachter bestimmt durch die Leitlinien-Kommission der DGN.

13.       Publikation der Leitlinie

Ergänzende Informationen:

Die neuen Leitlinie soll die beiden bisherigen Leitlinien zusammenfassen und ersetzen: Paraneoplastische neurologische Syndrome 030-064 und Immunvermittelten Erkrankungen der grauen ZNS-Substanz sowie Neurosarkoidose 030-120.

Die Beteiligung folgender  AWMF-Fachgesellschaften wurde angefragt:

Deutsche Krebsgesellschaft,

Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin