Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 018 - 034
Klassifikation S2k

Antibiotische Prophylaxe und empirische Antibiotikatherapie in der Neutropenie

Anmeldedatum:

08.08.2017

Geplante Fertigstellung:

31.08.2018

Gründe für die Themenwahl:

Für Patientinnen und Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen stellt die krankheits- oder therapiebedingte Neutropenie mit der damit verbundenen Gefahr von Infektionen eine bedeutende Ursache für Morbidität und Mortalität dar. Diese Leitlinie adressiert das Defizit an konsensusbasierten Empfehlungen zum Antibiotikaeinsatz bei erwachsenen Patientinnen und Patienten in der Neutropenie. Die weltweit zunehmende Anzahl multiresistenter Erreger erfordert einen rationaleren Umgang im Einsatz von Antibiotika. Daher sollen bei der Erstellung der Leitlinie Maßnahmen zur Sicherung eines rationalen Antibiotika-Einsatzes besondere Berücksichtigung finden.

Zielorientierung der Leitlinie:

Konsentierte Empfehlungen zum Antibiotikaeinsatz von der Prophylaxe bis zur empirischen Zweitlinientherapie von opportunistischen bakteriellen oder unklaren Infektionen bei erwachsenen Patienten in der Neutropenie (inklusive solchen in der Neutropenie nach Konditionierung für eine autologe oder allogene Stammzelltransplantation), unter spezieller Berücksichtigung von Strategien zur rationalen Anwendung von Antibiotika und der Epidemiologie multiresistenter Bakterien in Deutschland. Die Leitlinie orientiert sich an den Empfehlungen „Handreichung der Kommission ART für infektiologische Leitlinien“, wobei erregerspezifische Strategien von der Leitlinie grundsätzlich ausgeschlossen sind.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Univ.-Prof. Dr. med. Jörg J. Vehreschild (AGIHO/DGHO)

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hygiene und MikrobiologieVisitenkarte

Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)Visitenkarte

Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Arbeitsgemeinschaft Infektionen in der Hämatologie und Onkologie (AGIHO) in der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (mit-federführend)

Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation (DAGKBT)

Berufsverband Niedergelassener Hämatologen und Onkologen (BNHO)

Haus der Krebs-Selbsthilfe

Leitliniensekretariat:

Annika Y. Löhnert

Uniklinik Köln
Klinik I für Innere Medizin
Herderstr. 52-54
50931 Köln

Tel.: +49 221 478-97345

e-Mail senden

Koordination:

Univ-Prof. Dr. med. Jörg J. Vehreschild

Uniklinik Köln
Klinik I für Innere Medizin
Herderstr. 52-54
50931 Köln

Tel.: +49 221 478-86973

e-Mail senden

Adressaten:

Krankenhausärztinnen und -ärzte mit Kontakt zu neutropenischen Patienten, insbesondere ÄrztInnen tätig in der Hämatologie/Onkologie oder Infektiologie.

Versorgungssektor:

  • Stationär und ambulant
  • Prophylaxe und Therapie 
  • Spezialisierte Versorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene Patientinnen und Patienten mit hämatologischer und/oder onkologischer Erkrankung und daraus resultierender Neutropenie

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Es erfolgt die Bereitstellung eines Gliederungsentwurfs mit erster Themenauswahl und die Einladung zu beteiligender Fachgesellschaften durch die AGIHO/DGHO. Nach Benennung von Mandatsträgern durch die eingeladenen Fachgesellschaften wird ein konstituierendes Treffen abgehalten und die Themenauswahl der Leitlinie unter Berücksichtigung der Handreichung der Kommission ART für infektiologische Leitlinien weiter abgestimmt. Es werden außerdem Expertengruppen zur Bearbeitung einzelner Themenbereiche gebildet, hierfür werden nach finaler Themenauswahl evtl. weitere Delegierte bei den Fachgesellschaften angefragt. Basierend auf einer orientierenden Literaturrecherche werden anschließend Kernaussagen zum Themengebiet aus bestehenden S1 Leitlinien durch das Leitlinienbüro herausgearbeitet und auf Telefonkonferenzen mit den gebildeten Expertengruppen diskutiert. Hieraus werden schrittweise die Empfehlungssätze der Leitlinie mit wissenschaftlichem Begleittext formuliert. Nach Abschluss der redaktionellen Arbeiten erfolgt online eine Probeabstimmung. Zum Abschluss der Leitlinienarbeit wird eine Konsensuskonferenz abgehalten. Die Diskussion wird von einem AWMF-qualifizierten unabhängigen Leitlinienmitarbeiter begleitet.

Ergänzende Informationen:

Zusätzliche Informationen über die Leitlinie werden über das Leitliniensekretariat bereitgestellt. Die Erstellung dieser Leitlinie wird durch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) gefördert.