Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 011 - 022
Klassifikation S3

Mediastinitis nach herzchirurgischen Eingriffen, Management

Anmeldedatum:

11.11.2015

Geplante Fertigstellung:

31.12.2017

Gründe für die Themenwahl:

  • Die Risikofaktoren für die Entstehung von Wundheilungsstörungen nach herzchirurgischen Eingriffen sind multifaktoriell (Alter, COPD, DM, Adipositas, pAVK, etc.).  
  • Nach den gegenwärtig verfügbaren Erkenntnissen existiert für die Diagnostik und Therapie von Wundheilungsstörungen nach herzchirurgischen Eingriffen nur eine geringe Evidenz zum Vorgehen (z. B. Indikation / Kontraindikation zur Vakuumtherapie, Art und Zeitdauer der Vakuumtherapie, Indikation / Kontraindikation zum sekundären Thoraxverschluss, etc.).  
  • Bspw. ist die Poststernotomie-Mediastinitis eine seltene Komplikation nach bestimmten herzchirurgischen Eingriffen die bezogen auf Deutschland mit einer jährlichen Häufigkeit von ca. 2% auftritt. Die mit dieser Erkrankung einhergehende Letalität kann bis zu 40% betragen. 
  • Die demographische Entwicklung der Bevölkerung und somit auch die der zu behandelnden Patienten weisen über mehrere Jahrzehnte neben der Altersentwicklung auch eine zunehmende Inzidenz o.g.  Risikofaktoren auf. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand wird sich dieser Trend in Zukunft noch weiter verstärken. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Um den Patienten bzw. deren medizinischer Behandlung im Sinne eines angemessenen Wundmanagement gerecht zu werden und insbesondere auch die klinisch notwendige interdisziplinäre Kooperation mit differenzierter Diagnostik und komplexen Therapien, evidenzbasiert gestalten zu können soll die zu erarbeitende Leitlinie mit dem hohen methodischen Niveau differenziertes medizinisches Wissen generieren. Hierbei ist der Fokus insbesondere gerichtet auf:  
  
(I)  Strukturierte Empfehlungen für ein Evidenzbasiertes Vorgehen zur Diagnostik bei Patienten nach einem herzchirurgischen Eingriff und dem Verdacht auf eine Wundheilungsstörung bzw. Poststernotomie-Mediastinitis.  


(I)  Strukturierte Empfehlungen für evidenzbasierte Therapien bei Patienten nach herzchirurgischem Eingriff und einer diagnostizierten Poststernotomie-Mediastinitis.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Andreas Beckmann

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hygiene und MikrobiologieVisitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. (DGKH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Schweizerische Gesellschaft für Herz- und thorakale Gefässchirurgie (SGHC)

Leitliniensekretariat:

Dr. Andreas Beckmann

Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefässchirurgie (DGTHG)
Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstraße 58/59
10117 Berlin

Tel.: 030-28004-371

Fax.: 030-28004-379

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Koordination:

PD Dr. med. Christoph Schimmer

Klinik und Poliklinik für Thorax,- Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie
Universitätsklinikum Würzburg
Oberdürrbacherstr. 6
90780 Würzburg

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PD Dr. med. Herko Grubitzsch

Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie
Charité Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Adressaten:

Ärzte sowie andere Berufsgruppen, die an der Versorgung von Patienten mit den in dieser Leitlinie adressierten Erkrankungen beteiligt sind (v.a. Chirurgen, Radiologen, Kardiologen, Anästhesisten, Intensivmediziner, Mikrobiologen sowie Infektiologen und Hygieniker, Gesundheits- und Krankenpfleger)
Weiterhin ist die Leitlinie zur Information für Allgemeinmediziner

Versorgungssektor:

Stationäre Krankenhausversorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Systematische Literaturrecherche, Auswahl und Bewertung der Literatur durch mindestens zwei unabhängige Experten, Strukturierte Konsensfindung (Nominaler Gruppenprozess) unter Moderation durch die AWMF sowie im Delphi-Verfahren.

Ergänzende Informationen:

Beteiligung angefragt:
Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie
Deutsche Gesellschaft für Infektiologie
Deutsches Netzwerk evidenzbasierte Medizin (Pflegevertreter)
Deutsche Herzstiftung (Patientenvertreter)

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (abgesagt)
Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaften  und Familienmedizin (abgesagt)