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Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 002 - 044
Klassifikation S2k

Ambient- und Humanbiomonitoring zur Prävention und Diagnostik von Erkrankungen durch sensibilisierende Arbeitsstoffe

Anmeldedatum:

14.02.2016

Geplante Fertigstellung:

30.09.2018

Gründe für die Themenwahl:

Dem Ambient- und Humanbiomonitoring kommt in der Belastungs- und Beanspruchungsanalyse bei Beschäftigten mit tätigkeitsbezogenen Beschwerden beim Umgang mit sensibilisierenden Arbeitsstoffen eine wesentliche Rolle zu. Dabei sind immunologische Verfahren wesentlicher Bestandteil der Laboranalytik, sei es von im Rahmen des Ambientmonitorings gewonnenen Luft- und Materialproben, sei es im Rahmen spezifischer Untersuchungen an Humanproben (z.B. Seren). Die spezifischen Belange der Berufsallergien weichen in der immunologischen Diagnostik in vielen Punkten von der bei ubiquitären Allergien ab und kommen somit in der fachübergreifenden Leitlinie nur unzureichend zum Tragen, hingegen rufen eine Vielzahl von Arbeitsstoffen  Sensibilisierungen durch spezifische IgE- oder IgG-Antikörper hervor (vgl. z. B. Berufskrankheiten der Ziffern 4301, 4201, 1315 und 5101). Da das auf  europäischer Ebene 2014 verabschiedete Positionspapier  von der EAACI „Monitoring of occupational and environmental Aeroallergens“ erhebliche diagnostische Lücken aufweist, erarbeitet z.Z. eine Task Force der European Respiratory Society, ERS eine eigene Leitlinie: „Immunological methods for diagnosis, monitoring, prevention and compensation of respiratory allergic occupational diseases“. In Deutschland liegen dagegen Empfehlungen zur diesbezüglichen Diagnostik beispielsweise der Senatskommission (MAK) nun mehr als 20 Jahre zurück und sind durch in der Zwischenzeit zahlreich neue Erkenntnisse zu aktualisieren. Somit soll die Leitlinie anknüpfend an die Leitlinie zur allergologischen in-vitro-Diagnostik die spezifischen und fundierten Erkenntnisse und Erfahrungen zum Ambient- und Humanbiomonitoring sensibilisierender Arbeitsstoffe zusammenfassen, um eine Orientierung für Betriebsärzte, Arbeitsmediziner und andere Fachärzte im Hinblick auf die Diagnostik, Prävention und Rehabilitation diesbezüglicher berufsassoziierter Erkrankungen darzustellen.

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel des Vorhabens ist eine Zusammenfassung des aktuellen internationalen Erkenntnisstandes mit der Ableitung aktueller Empfehlungen für ein standardisiertes und qualitätsgesichertes Vorgehen zum Ambient- und Humanbiomonitoring bei Tätigkeiten mit sensibilisierenden Arbeitsstoffen.

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:
Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. LT Budnik

Leitung Arbeitstoxikologie und Immunologie
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM) Hamburg

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

European Respiratory Society (ERS)

European Task Force "Immunological methods in occupational settings" der ERS

European Society for Environmental and Occupational Medicine

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. Monika A. Rieger

(für organisatorische DGAUM-Fragen)
Leitlinienbeauftragte im DGAUM-Vorstand
Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung
Universitätsklinikum Tübingen
Wilhelmstr. 27
72074 Tübingen

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Koordination:

PD Dr. med. A.R.R. Heutelbeck

 

Prof. Dr. L.T. Budnik

Adressaten:

Arbeitsmediziner/ Umweltmediziner, Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte. 

Versorgungssektor:

Arbeitsmedizinische Vorsorge gem. ArbMedVV, Diagnostik bei symptomatischen Patientinnen/en, Monitoring im Rahmen beruflicher Rehabilitation, Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG

Patientenzielgruppe:

Alle Beschäftigte mit Kontakt zu den sensibilisierenden Stoffen

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Ableitung von Empfehlungen mittels GRADE
Bewertung vorhandener Leitlinien und Veröffentlichungen mit dem AGREE Instrument
Strukturierte Konsensfindung mittels DELPHI-Verfahren

Ergänzende Informationen:

Die Beteiligung von DGP und DGAKI wurde angefragt.
 
Patientenvertreter werden angefragt.

Zur Beteiligug von Rehawissenschaften und Deutscher Rentenversicherung wird der letzte Absatz bei Gründe für die Themenwahl angepasst bzw. die Beteiligung auf der in 2 Wochen kommenden DGAUM-Tagung besprochen. 

- European Task Force “Immunological methods in occupational settings” (ERS: coordination: Prof. X. Baur, Prof. Ben Nemery) in Verbindung mit CDC-NIOSH, USA (Prof. Paul Siegel)
- European Society for Environmental and Occupational Medicine, EOMSociety (Prof. PS Burge, Prof. T. Aasen, Prof. T. Sigsgaard, Prof. D. Heederik, Dr. D. Willken) 

Experten: DGAUM: PD Dr. A.R.R. Heutelbeck, Prof. Dr. L.T. Budnik, Prof. Dr. T. Göen, Prof. Dr. G. Leng, Prof. Dr. D. Nowak, Dr. V. van Kampen; DGAKI: Prof. Dr. Axel Fischer, DGP: Prof. Dr. X. Baur