Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 002 - 011
Klassifikation S2k

Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren bei Arbeiten in Überdruck

Anmeldedatum:

19.12.2017

Geplante Fertigstellung:

31.12.2018

Gründe für die Themenwahl:

Eine arbeitsbedingte Exposition gegenüber Überdruck kommt z.B. auf Baustellen (Arbeiten in Druckluft) oder beim professionellen Tauchen vor. Aufgrund des Gefährdungspotentials der Tätigkeiten ist es sowohl erforderlich, Maßnahmen der Verhältnis- und Verhaltensprävention abzuleiten, als auch Inhalte der arbeitsmedizinischen Vorsorge und Eignungsuntersuchungen (Feststellung der Tauglichkeit) abzuleiten und Maßnahmen für die Notfallversorgung zu beschreiben.  

Zielorientierung der Leitlinie:

Im Rahmen der Leitlinie soll der aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisstand zu Tätigkeiten unter Überdruck und zur Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefährdungen erarbeitet werden. Im Vordergrund steht die Ableitung von Empfehlungen für die Ausgestaltung der arbeitsmedizinischen Vorsorge bei Taucherarbeiten nach ArbMedVV sowie der Eignungsfeststellung nach DGUV Vorschrift 1 bzw. Tauglichkeitsuntersuchung nach Druckluftverordnung. Abgrenzungen zwischen Tauchen und Tätigkeiten in Druckluft (z.B. Tunnelvortriebe). Darüber hinaus sollen wesentliche Aspekte der Verhältnis- (Arbeitsbedingungen einschließlich Einrichtungen zur Notfallversorgung) und Verhaltensprävention (Maßnahmen, die die Beschäftigten selbst durchführen sollten) in der Leitlinie betrachtet werden.  

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:
Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. Monika A. Rieger

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Gewerbliche Berufsgenossenschaften, Ausschuss Überdruck

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. Monika A. Rieger

Leitlinien-Beauftragte im DGAUM-Vorstand
Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung
Universitätsklinikum Tübingen
Wilhelmstr. 27
72070 Tübingen

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Koordination:

Dr. med. Giso Schmeißer

Leiter Bereich Arbeits- und Betriebsmedizin
Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG)
Königsbrücker Landstraße 2
01109 Dresden

Tel.: +49 351 457-1550

Fax.: +49 351 457-1555

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Adressaten:

Betriebsärztinnen und Betriebsärzte, die entsprechende Betriebe betreuenÄrztinnen und Ärzte, die Tauglichkeitsuntersuchungen durchführen (Taucherärzte)Ärztinnen und Ärzte, die mit der Notfallversorgung entsprechender Patienten betraut sind (Schnittstelle zur AWFM-Leitlinie Tauchunfall 072-001)Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Arbeitgeber mit Blick auf die Verhältnisprävention

Versorgungssektor:

Ambulante Versorgung mit Bezug zum Betrieb: Prävention von arbeitsbedingten Erkrankungen und Beschwerden in Zusammenhang mit der Tätigkeit und Überdruck

Patientenzielgruppe:

Beschäftigte, die Überdruck exponiert sind, z.B. auf Baustellen, in Druckluft, bei Taucharbeiten

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

- Systematische Aufarbeitung der verfügbaren (inter)nationalen wissenschaftlichen Literatur, von (inter-)nationalen wissenschaftlichen Leitlinien und (inter-)nationalen Praxisempfehlungen

- Formulierung eines Textentwurfs mit Ableitung von Empfehlungen für das ärztliche Handeln

- Einholung schriftlicher Änderungsvorschläge zum Text

- Strukturierte Konsensfindung im Rahmen einer Konsensuskonferenz  

Ergänzende Informationen:

angefragt werden: Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V. (GTÜM) Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Der VDSI wird um eine Beteiligung hinsichtlich der Verhältnisprävention angefragt.