Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 001 - 036
Klassifikation S1

Management des erwartet schwierigen Atemwegs beim Kind

Anmeldedatum:

12.04.2016

Geplante Fertigstellung:

30.06.2017

Gründe für die Themenwahl:

Derzeit sind keine Empfehlung / Leitlinien auf nationaler sowie internationaler Ebene zu diesem Thema vorhanden.
Die Inzidenz eines erwartet schwierigen Atemweges ist selbst in kinder-anästhesiologischen Schwerpunktkliniken gering und liegt bei ca. 0.5% aller Kinder. Gleichwohl sind die Komplikationsmöglichkeiten - gerade auf Grund der ggf. geringen Erfahrung mit diesen Entitäten - vielfältig und lebensgefährlich. 

Zielorientierung der Leitlinie:

- Erkennen des erwartet schwierigen Atemweges
- Formulierung von institutionellen Rahmenbedingungen für die Versorgung von Kindern mit erwartet schwierigen Atemwegen
- Beschreibung von Handlungsrahmen für die elektiven und notfallmäßige Versorgung von Kinder mit erwartet schwierigen Atemwegen
- Beschreibung von Vorraussetzungen für die postoperative und -interventionelle Phase.

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:
Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. Sebastian G. Russo

Klinik für Anästhesiologie
Universitätsmedizin Göttingen
37075 Göttingen

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)Visitenkarte

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. Sebastian G. Russo

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. Sebastian G. Russo

Adressaten:

- Anästhesisten
- Notfallmediziner

Versorgungssektor:

- ambulant / stationär
- Diagnostik / Therapie
- spezialisierte Versorgung

Patientenzielgruppe:

- Neonaten
- Säuglinge
- Kleinkinder
- Kinder

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Die Expertengruppe erarbeitete einen informellen Konsens, welcher im Rahmen von zwei Arbeitstagungen des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Kinderanästhesie (WAKKA) der DGAI sowie im Rahmen von zwei Deutschen Anästhesie Kongresses (2014 und 2015) vorgestellt, diskutiert und ergänzt wurde. Parallel zirkulierte ein durch den Koordinator erstellter Textentwurf innerhalb der Expertengruppe als E-Mail-Umlaufverfahren mit multiplen Überarbeitungen. Inhaltliche Abstimmungen wurden durch regelmäßige Telefonkonferenzen unterstützt. Der Leitlinien-Koordinator übernahm die Moderation der Konsensusdiskussionen und Konsensfindung hierbei unabhängig, brachte seine inhaltliche Sicht gleichwohl mit in die paritätisch geführten Diskussionen. Formal gewählt wurde er für diese Funktion nicht, doch die Gruppe zu Beginn der persönlichen Teilkonferenzen als auch im Rahmen der Konsensus-Telefonkonferenz die Moderatorenfunktion jeweils bestätigt.
Im Anschluss wird ein acht wöchiger Delphi-Prozess zu den ausgesprochenen Empfehlungen innerhalb aller Mitglieder des WAKKA der DGAI. Unter Berücksichtigung der Mitgliedervoten erstellt die Expertengruppe eine überarbeitete Version, die zunächst innerhalb der Expertengruppe und schließlich durch das Präsidium der DGAI konsentiert wird. 

Ergänzende Informationen:

Die in Verbindung genannte S1-Leitlinie "Atemwegsmanagement" (AWMF-Register Nr.: 001/028) bezieht sich in erster Linie auf erwachsenen Patienten und berücksichtigt die Besonderheiten bei Kindern nicht.