Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 001 - 027
Klassifikation S2k

Perioperatives hämodynamisches Monitoring und Behandlungskonzepte

Anmeldedatum:

07.04.2014

Geplante Fertigstellung:

30.04.2017

Gründe für die Themenwahl:

Die Überwachung, Aufrechterhaltung und Verbesserung von Vitalfunktionen des Herz-Kreislaufsystems stellt einen integralen Bestandteil der anästhesiologischen und intensivmedizinischen Behandlung von Patienten während und nach operativen Eingriffen dar. Zahlreiche Untersuchungen aus den letzten Jahren zeigen, dass insbesondere die frühe und konsequente Stabilisierung der Kreislauffunktionen mit einer Verbesserung des Behandlungserfolgs, d.h. einer Reduktion von Morbidität und potentiell auch der Mortalität bei einer Vielzahl von operativen Eingriffen und bei intensivmedizinischen Krankheitsbildern verbunden ist. Hier sind besonders Prozeduren mit hohem patientenspezifischem oder operativem Risiko zu nennen. Insbesondere operative Eingriffe mit hohem Flüssigkeitsumsatz wie in der grossen Abdominalchirurgie, Traumatologie, der Herz- und Gefäßchirurgie, sowie intensivmedizinisch das Krankheitsbild der Sepsis stellen hier hohe Ansprüche. Aufgrund dieser zunehmenden Evidenz sind bereits in einigen Behandlungsempfehlungen und Richtlinien zur hämodynamischen Therapieführung Ziele und Therapiestrategien für bestimmte Patientengruppen beschrieben. Neben dem hämodynamischen Basismonitoring, wie Herzfrequenz, Blutdruck und weiterer Druckparameter, gewinnen hier zunehmend auch komplexere Parameter und Monitoring–Technologien einen relevanten Stellenwert für die Therapiesteuerung. Zielsetzung dieser Leitlinie ist es den ärztlichen Kollegen bei der Auswahl und Bewertung  dieser hämodynamischen Parameter eine expertenbasierte Hilfestellung zu geben und Vorschläge für konsentierte Therapiekonzepte zur Verfügung zu stellen.

Zielorientierung der Leitlinie:

Aufgrund einer zunehmenden Evidenz für die zielgerichtete Anwendung von Monitoring-Verfahren und perioperativen Therapieführung soll aus der anästhesiologischen Kernkompetenz heraus eine perioperative, interdisziplinäre S2k-Leitlinie formuliert werden, welche den klinisch tätigen Kollegen als Hilfestellung für die adäquate Bewertung und zielgerichtete Anwendung hämodynamischer Parameter im Sinne von Therapiekonzepten dienen soll. 

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Matthias Göpfert

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. (DGOOC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin - Gesellschaft für operative, endovaskuläre und präventive Gefäßmedizin e.V. (DGG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)Visitenkarte

Leitliniensekretariat:

Frau Wittke

Universitätsklinikum Hamburg - Eppendorf
Martinistraße 52
20246 Hamburg

Tel.: 040 / 7410-55327

e-Mail senden

Koordination:

Dr. Matthias Göpfert

Zentrum für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Universitätsklinikum Hamburg - Eppendorf
Martinistraße 52
20246 Hamburg

e-Mail senden

Adressaten:

 Anästhesisten und Intensivmediziner

Versorgungssektor:

Anästhesiologie, Intensivmedizin, perioperativ

Patientenzielgruppe:

Perioperative Patienten

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

S2k-Leitlinie, Konsensusfindung in nominalem Gruppenprozess